Wie sicher sind die „sicheren“ Spareinlagen?

Wenn man im Jahr 2008 oder gar davor darüber spekuliert hat, dass das Geldsystem auf sein Ende zusteuert und die Menschen irgendwann ihre Ersparnisse und möglicherweise auch ihr sonstiges Hab und Gut verlieren werden, dann wurde man von vielen Leuten nur belächelt. An dem Geldsystem ist nichts auszusetzen bekam man zu hören und überhaupt geht es uns so gut wie nie zuvor.
Auch die Bundeskanzlerin bekräftigte damals den Eindruck, alles sei in bester Ordnung mit den Worten:

„[..] Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.“[1]

Quelle: Der Spiegel Online

Kaum jemand machte sich damals Gedanken darüber, wie das Geldsystem eigentlich funktioniert. Die Menschen, die behaupteten, das Geld sei sicher, haben sich oftmals überhaupt nicht mit dem Geldsystem befasst. Sie haben nie nachvollzogen, was Geld ist, welche Geldformen es gibt, welche Funktionen das Geld erfüllt oder wie es in den Umlauf kommt. Dass bei der Kreditvergabe die Geldmenge durch die damit einhergehende Geldschöpfung ausgeweitet wird, was eine wachsende Inflation, eine Entwertung des Geldes, nach sich zieht, wenn das Warenangebot nicht entsprechend mitwächst, ist nur wenigen bewusst. Dass der Wert ihrer Einlagen schon dadurch gemindert werden kann, indem irgend eine Bank an irgend einen ihrer Kunden einen Kredit vergibt, ist den Leuten offensichtlich nicht bewusst. Wie kann man da überhaupt von „Sicherheit“ sprechen?
Und mit dem Anwachsen der Geldmenge durch die Kreditvergabe steigen auch die Zinsansprüche, was ein weiteres Wachstum der Geldmenge erzwingt, denn das Geld für die Zinsen auf die Kredite wurde bei der jeweiligen Kreditvergabe nicht mitgeschöpft und kommt nur in den Umlauf wenn es in Form zusätzlicher Kredite vergeben wird. Dies ist ein Kreislauf, der eine endlose Ausweitung der Geldmenge nach sich zieht, was aber auch bedeutet, dass das vorhandene Geld immer wertloser wird, da nicht anzunehmen ist, dass das dem Geld gegenüberstehende Warenangebot in einer begrenzten Welt auf Dauer entsprechend mitwachsen kann.

Kurzum, die Vermögen waren nicht sicher, sind nicht sicher und werden nicht sicher sein, so lange es Zinsen gibt. Dies ist keine neue Erkenntnis, sondern eine logische Konsequenz die dem zinsbasierten Geldsystem seit seinem Bestehen innewohnt.
Und wenn man genau hinschaut, wird ersichtlich, dass die Bundeskanzlerin überhaupt nicht sagt, dass die Vermögen sicher sind. Sie sagt, dass den Sparerinnen und Sparern gesagt wird, die Einlagen seien sicher. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Wie groß der Unterschied ist, wird deutlich, wenn man die aktuellen Berichte zum Geldsystem ließt. Das Zinssystem fordert nun immer offensichtlicher seinen Tribut und so schreiben auch die Mainstream-Medien, dass die Einlagen doch nicht so sicher sind, wie bislang von den Politikern suggeriert und von den Mainstream-Medien verbreitet wurde:

Brisanter Plan der Europäischen Union – Angriff auf Ihr Konto: Bei Bankenpleiten sollen Sparer haften


Literaturverzeichnis:
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