Wie sich der Bundesfinanzminister an Strohhalme klammert

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble glaubt, dass die Euro-Krise sich 2013 entschärfen wird. Er behauptet, dass die Lage besser als gedacht ist und und weist auf die angeblich anziehenden Geschäfte mit den USA und Asien hin.[1]
Die USA … das ist die Nation, die in wenigen Tagen wieder einmal die Schuldenobergrenze, die derzeit bei 16,4 Billionen Dollar (12,4 Billionen Euro) liegt, erreicht haben wird und damit zahlungsunfähig ist.[2] Ein Ausweg wäre natürlich, die Schuldenobergrenze wieder anzuheben, was ein solches Limit aber ad absurdum führen würde. Außerdem wären damit die Probleme natürlich nicht behoben. Die amerikanische Regierung könnte sich mit der Anhebung lediglich etwas mehr Zeit auf Kosten der Bevölkerung erkaufen.
Und damit nicht genug. Zum Ende des Jahres 2012 werden in den USA verschiedene Steuersenkungen auslaufen und gleichzeitig Ausgabenkürzungen in Kraft treten. Dies wirkt sich dämpfend auf das Wirtschaftswachstum in den USA aus. Diese Problematik ist unter dem Begriff „Fiskalklippe“ bekannt.[3]
Wenn die Wirtschaft in den vereinigten Staaten zusammenbricht, wird dies gewiss Auswirkungen auf die Geschäfte mit Deutschland haben. Hieran erkennt man, an welch dünne Strohhalme sich der Bundesfinanzminister bei seinen Aussagen klammert.


Literaturverzeichnis:
[1]
Schäuble erklärt die Euro-Krise für beendet; Die Welt; http://www.welt.de/politik/deutschland/article112248167/Schaeuble-erklaert-die-Euro-Krise-fuer-beendet.html; 27.12.2012
[2]
Geithner warnt vor Ausgabensperre; Handelsblatt; Deutsche Presse-Agentur; http://www.handelsblatt.com/politik/international/schuldenobergrenze-geithner-warnt-vor-ausgabensperre/7562742.html; 27.12.2012
[3]
Fiskalklippe; Wikipedia; http://de.wikipedia.org/wiki/Fiskalklippe; 27.12.2012