Werbung im Kampf gegen Werbung

Leider gibt es kriminelle Menschen auf der Welt, die Computerprogramme schreiben, welche beispielsweise die Kommentarbereiche von Blogs oder Gästebüchern im Internet automatisiert mit Werbung für irgendwelche Produkte füllen. Die eigentlichen Mitteilungen von echten Menschen gehen in den computergenerierten Werbefluten unter. An der Stelle gibt es mindestens zwei Möglichkeiten. Man kann die Kommentarfunktion komplett sperren oder aber man legt sich mit den Kriminellen an und baut Mechanismen ein, die verhindern, dass Maschinen einen Eintrag vornehmen können. Da letzteres sehr zeitaufwändig und schwierig ist, habe ich die Kommentarfunktion in diesem Blog derzeit weitgehend außer Kraft gesetzt. Andere Blogbetreiber lassen die Kommentare noch zu, erzwingen aber vor dem Absenden der Nachricht eine Kontroll-Eingabe, die derzeit möglichst nur von Menschen vorgenommen werden kann, um zu überprüfen, ob tatsächlich ein Mensch das Formular ausfüllt.
Ein bekanntes Verfahren ist CAPTCHA (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart. Das bedeutet wörtlich: „Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test zur Unterscheidung zwischen Computern und Menschen“). Hierbei muss der Befragte eine Aufgabe lösen, etwa ein schwer zu entziffernde Buchstaben- und Ziffernfolge erkennen oder Rechenaufgaben lösen. Da die Aufgaben so gestellt sind, dass sie von Computerprogrammen kaum gelöst werden können, ist es der Spam-Software nicht ohne weiteres möglich die nervige Werbung zu platzieren.
Findige Geschäftsleute sind nun aber auf die Idee gekommen, die CAPTCHAs selbst als Werbefläche zu verwenden …