Was Kinder in der Schule (nicht) lernen

Die Kinder und Jugendlichen lernen im Biologieunterricht viele Dinge über die Lebewesen auf diesem Planeten, aber sie lernen nicht, das Leben anderer zu schätzen und zu respektieren. Für viele Jugendliche ist es auch nach Abschluss der Schule selbstverständlich, dass Tiere dazu da sind, uns zu im Zirkus zu belustigen, für uns zu arbeiten und zu sterben, wenn wir ein Fleischgericht essen wollen.

Die Kinder lernen in Mathematikunterricht, wie man Zins- und Zinseszinsrechnung durchführt, sind aber nach Abschluss der Schule nicht in der Lage, die Auswirkungen des zinsbasierten Geldsystems zu erfassen. Die Dramatik und die Folgen des exponentiellen Wachstumszwanges erschließt sich ihnen nicht.

Die Kinder lernen im Geschichtsunterricht, welche grausamen Verbrechen durch Politik und Militär in der Vergangenheit verübt wurden, verstehen aber nach Abschluss der Schule nicht, dass sich auch im heutigen System daran nichts geändert hat. Wir leben in friedlichen Zeiten, wird immer wieder behauptet. Während unsere Großeltern noch in den Weltkriegen um ihr Leben fürchteten, haben wir solche Sorgen nicht mehr. Dabei wird aber vergessen, dass die Konflikte lediglich in anderen Teilen der Welt ausgetragen werden. Konflikte, an denen auch Deutsche Soldaten beteiligt sind und deutsche Rüstungskonzerne gigantische Gewinne erzielen.

Kinder lernen im Werkunterricht handwerkliche Fähigkeiten auszubauen, wenn aber der Toaster kaputt gegangen ist, wird er weggeworfen, weil ihn doch niemand reparieren kann.

Kinder lernen im Religionsunterricht, dass der Physiklehrer und der Biolehrer lügen, schließlich wurde die Erde in sieben Tagen von Gott erschaffen und der erste Mann wurde aus Lehm und die erste Frau aus einer Rippe des ersten Mannes gemacht, wie es in der Bibel nachzulesen ist. Die Kinder lernen aber nicht, dass in der Bibel auch steht, dass es verboten ist, Zinsen zu nehmen.

Warum müssen Kinder eigentlich in die Schule?