W-LAN-Einstellungen in Windows 8.1 ändern … Wuuusaaa!

Wusa. Ich treibe mir die Wut in die Wüste.

Im Film Bad Boys 2 übersteht der genervte Polizeichef den Tag nur mit seinem Anti-Aggressionstraining. Wuuusaaaa. Genau so geht es mir, wenn ich mit Windows 8.1 arbeiten muss. Nach einem Routerwechsel war ein neues W-LAN-Passwort zu verwenden. Auf dem Billig-Smartphone ließ sich die Aufgabe in zwei Minuten bewältigen und das obwohl die Schreibtastatur auf dem Display so klein ist, dass man kaum einen Buchstaben trifft. Nun war auch ein Notebook mit Windows 8.1 an die neuen Anforderungen anzupassen. Aber wo mag das gehen? Nachdem ich alle auffindbaren Einstellungen vergeblich durchsucht hatte, bat ich Dr. Google um Hilfe. Wusa!
Die meisten Rezepte, die mir der Doktor mitteilte, brachten mich nicht weiter. Bis ich glücklicherweise auf die Seite „Windows 8.1: WLAN-Verbindungen löschen, Passwort ändern usw.“ stieß. Hier war zu lesen:

Windows 8.1 macht vieles besser als sein Vorgänger, aber nicht alles. Bei der WLAN-Konfiguration wurde ein wichtiges Kontextmenü entfernt, mit dem man bequem WLAN-Verbindung ändern oder auch löschen konnte. Wo sich diese Funktionen nun bei Windows 8.1 verstecken bzw. mit welchen Tricks man dieselbe Wirkung erzielt, verrät dieser Artikel.

Das erklärt einiges. Das notwendige Menü gibt es nicht mehr. Ok. Dass Microsoft seine Produkte nicht nennenswert verbessert, ist in Ordnung. Aber warum muss der Konzern die wenigen Dinge, die einigermaßen Funktionieren, kaputt machen? Wuusaa!
Die erste mögliche Lösung funktioniert nur, wenn man mit einem W-LAN verbunden ist. Prima. Wie soll man das Kennwort aktualisieren, weil man sich nicht mehr verbinden kann, wenn man dazu verbunden sein muss? Wuuusaaa!
Es gibt noch eine weitere Möglichkeit, wie der Artikel mitteilt, die wohl auch von Microsoft so vorgesehen ist. Wenn Windows sich nicht verbinden kann, dann erscheint irgendwann im Charm-Menü zu den Netztwerkeinstellungen der Button „Netzwerk nicht speichern“. Solch einen Button hatte ich im Laufe der Versuche gesehen … und ignoriert. Die Beschriftung ließ einfach nicht darauf schließen, dass sich hinter dem Button eine Funktion zum LÖSCHEN einer BESTEHENDEN Verbindung verbirgt. Dem Artikel nach handelt es sich aber um eine unglückliche Übersetzung, denn hinter dem Button verbirgt sich wohl eine Funktion, mit der man angeblich das nicht funktionierende Netz aus der Liste löschen kann. Wenn das Netzwerk in Reichweite ist, wird es nach dem löschen, also dem „nicht speichern“ aber immer noch in der Liste angezeigt. Wenn man sich neu verbinden will, soll man nun aber immerhin endlich das aktuelle Passwort eingeben können. Leider funktionierte das nicht. Eine Neueingabe des Passwortes war noch immer nicht möglich. Wuuuusaaaa!
Damit aber nicht genug. Die Charmbar, das zentrale Element, wird bei mir ständig ausgeblendet. Vermutlich liegt es an falschen Signalen durch das Touch-Pad. Wenn man gerade etwas ausprobieren möchte, ist ständig die Charm-Bar wieder verschwunden und manchmal landet man gar von der Desktop-Oberfläche auf der in diesem Fall völlig unnötigen Touch-Screen-Oberfläche. Wuuuuusaaaaa!
In dem Artikel wird noch ein dritter Weg beschrieben. Über die Kommandozeile lässt sich ein Netzwerkeintrag aus der Liste löschen. Das ist umständlich und im Gegensatz zu den unter Linux verfügbaren Kommandozeilen ist die unter Windows verfügbare auf einer Entwicklung vor etwa 25 Jahren stehen geblieben und entsprechend unhandlich zu verwenden. Wuuuuuusaaaaaa!
Aber immerhin hat sich der Eintrag so löschen lassen und mit einiger Mühe und mehrfachem Verschwinden der nötigen Charmbar konnte ich das Kennwort irgendwann ändern.
20 Minuten hat die Aktion gedauert. Zum Glück habe ich kein Smartphone mit Windows-Betriebssystem!

Ich habe nun schon viele, viele Betriebssysteme verwendet, aber ein solch schlechtes, wie Windows 8, bzw. 8.1, habe ich noch nicht erlebt. Windows Vista war schlimm, keine Frage, aber aus softwareergonomischer Sicht ist Windows 8 und 8.1 ein beachtlicher Griff ins Klo.
Nun ja, Microsoft wechselt scheinbar immer zwischen einem richtige schlechtem Betriebssystem und einem einigermaßen akzeptablen System. Das nächste Betriebssystem wird vielleicht wieder einigermaßen verwendbar und das übernächste dann wieder eine richtige Katastrophe.

WUUUUUUUUUUSAAAAAAAAAA!