USA erreichen bald die fiktive Schuldenobergrenze

Das Zinseszinssystem erzwingt eine ständig wachsende Verschuldung, wobei die den Schulden gegenüberstehenden Geldvermögen zu einem kleinen aber ohnehin bereits unvorstellbar reichen Teil der Bevölkerung fließt, während die große Masse der Menschen in Armut versinkt.
Um den Anschein von Stabilität und geregelten Abläufen zu erzeugen, denken sich Politiker primitive Tricks aus, wie etwa die maximal zulässige Verschuldung im Verhältnis zum Brutsozialprodukt oder die Festlegung einer Obergrenze für die zulässige Staatsverschuldung. Dass sich die mathematischen Regeln des exponentiellen Wachstums nicht an diese schwachsinnigen Grenzen halten, erfahren wir mit schöner Regelmäßigkeit, wenn beispielsweise die Vereinigten Staaten von Amerika mal wieder ihre fiktive Schuldenobergrenze anheben müssen, weil der Schuldenberg bald die Grenze übersteigen wird.
Laut einem Bericht im Handelsblatt ist es Mitte nächsten Monats wieder soweit: das Limit muss obligatorisch angehoben werden, andernfalls werden die USA sonst zahlungsunfähig.[1] Doch was hat eine Grenze für einen Sinn, die ohnehin immer verschoben wird, wenn man sie erreicht? Wäre es nicht ehrlicher, die Grenze einfach aufzuheben?


Literaturverzeichnis:
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