Unkonventionelle Ansätze zur Energiegewinnung

Von nichts kommt nichts. Das mag stimmen, aber mitunter enthält selbst das „Nichts“ viel mehr als „nichts“. Das heißt, dass sogar das Vakuum, also ein Raum aus dem scheinbar alles entfernt wurde, noch immer etwas enthält.

Aus der Quantenmechanik und der Quantenfeldtheorie, insbesondere aus der Heisenbergschen Unschärferelation, ergibt sich eine Grundzustands-Energie des Raumes, die auch beim absoluten Nullpunkt der Temperatur (-273 Grad Celsius) noch vorhanden ist. Dies bedeutet, dass sowohl Teilchen als auch elektromagnetische Raumzustände (Photonen) ständig entstehen und vergehen. In der Quantenmechanik kann kein System in vollständiger Ruhe sein. Die Grundgleichung hierfür ist die Heisenbergsche Unschärferelation.[1]

Wem diese Erklärung zu kompliziert ist, der kann sich die Erläuterung von Prof. Dr. Harald Lesch anschauen:


Und dieses „Nichts“ enthält sogar extrem viel Energie:

Verschiedene Wissenschaftler, darunter auch Nobelpreisträger, haben versucht, die im Universum vorhandene Energiedichte zu ermitteln, um bestimmte beobachtete Phänomene zu erklären. Die dabei errechneten Ergebnisse sagen eine Energiedichte, selbst im leeren Raum (Vakuum), von ca. i0~ J/cm3 voraus. Dies ist eine so unvorstellbar große Energiemenge, dass bereits der Inhalt einer Kaffeetasse ausreichen würde, die gesamte Materie des bekannten Universums daraus zu erzeugen (E=mc2).[1]

Die Konsequenz ist nicht zu unterschätzen. Wenn es gelingt, die Vakuumenergie nutzbar zu machen, würde dies ungeahnte Möglichkeiten eröffnen. An jedem beliebigen Punkt auf der Welt, ja sogar im gesamten Universum, stünde eine unvorstellbar große Energiemenge zur Verfügung. Nahezu kostenfrei und umweltfreundlich. Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke, Wasserkraftwerke und auch Windräder würden der Vergangenheit angehören, wenn die Menschheit auf diese umfassend verführbare freie Energie zurückgreifen könnte.
Und tatsächlich gibt es einige Ansätze, die Nullpunktenergie in eine nutzbare Energieform umzuwandeln. Leider werden die entsprechenden Apparate schnell als „Perpetuum mobile“ abgestempelt, die mehr Energie liefern, als man hineinsteckt. Nicht berücksichtigt wird dabei, dass diese zusätzlich gelieferte Energie möglicherweise aus dem Quantenfeld des Vakuums stammt.

Wenn die [..] beschriebenen Technologien tatsächlich mehr Energie abgeben als man zuvor als elektrische Energie z B in das Plasma eingekoppelt hat, so muss dies nicht unbedingt den anerkannten wissenschaftlichen Theorien der Physik widersprechen. So hat Harold Puthoff (Puthoff 1997) sehr schlüssig dargelegt, dass es möglich ist, Energie und Wärme aus dem Quantenfeld des Vakuums (Nullpunktenergie) auszukoppeln. Puthoff verweist in seiner Argumentation auf die Tatsache, dass die Nullpunktenergie des elektromagnetischen Strahlungsfeldes beim Casimir-Effekt zu makroskopisch messbaren Kräften führt. Dies ist experimentell wiederholt nachgewiesen worden. Hai Puthoff beschreibt in seinem Artikel, wie es theoretisch möglich ist, die Quantenfeldenergie in nutzbare Kräfte umzuwandeln. Die Nullpunktenergie würde dann als Energiequelle für die Technologien dienen können.[1]

Vor über 10 Jahren gab das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit einen Forschungsbericht zu dieser Thematik in Auftrag, der dann aber nicht in der Buchreihe des Ministeriums erschienen und deshalb nicht im Buchhandel erhältlich ist. Der Bericht mit der Nummer Bericht „E 5001-15“ trägt die Bezeichnung „Zukunftstechnologien für nachhaltige Entwicklung: Unkonventionelle Ansätze zur Energiegewinnung und Aktivierung biologischer Prozesse“.

Leider ist der Bericht scheinbar auf keiner offiziellen Homepage der Bundesregierung verfügbar, so dass er derzeit nur über den Link http://www.buch-der-synergie.de/archiv/bericht_e_5001_15.pdf heruntergeladen werden kann.


Am 22.05.2013 fragte ich per E-Mail nach einer offiziellen Quelle des Dokumentes. Bislang habe ich leider noch keine Antwort erhalten.

Anfrage zum Thema „Fragen und Anmerkungen zur deutschen Entwicklungspolitik“

Sehr geehrte Damen und Herren,

soweit ich weiß, wurde vor etwa zehn Jahren vom Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ein Forschungsbericht zum Thema unkonventionelle Energiegewinnung in Auftrag gegeben. 2005 erschien der Bericht mit der Nummer „E 5001-15“ und dem Titel „Zukunftstechnologien für nachhaltige Entwicklung: Unkonventionelle Ansätze zur Energiegewinnung und Aktivierung biologischer Prozesse“, der von den Autoren Marco Bischof, Thorsten Ludwig und Andreas Manthey verfasst wurde. Der Bericht ist scheinbar nicht auf der Homepage des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung verfügbar und kann auch nicht über den Buchhandel bezogen werden. Können Sie mir mitteilen, wo man diesen Forschungsbericht erhalten kann?

Mit freundlichen Grüßen
Jan Wischniowski


Literaturverzeichnis:
[1]
Zukunftstechnologien für nachhaltige Entwicklung: Unkonventionelle Ansätze zur Energiegewinnung und Aktivierung biologischer Pro – Eine Darstellung und Erläuterung von sechs Erfolg versprechenden Verfahren; Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung; Marco Bischof, Thorsten Ludwig, Andreas Manthey; 2005

Eine Antwort auf „Unkonventionelle Ansätze zur Energiegewinnung“

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