TIERSCHUTZWelt 07-08/2015

TIERSCHUTZWelt 07-08_2015
Viele Menschen hierzulande würden sich vermutlich als „tierlieb“ bezeichnen und man ist schnell empört darüber, wie beispielsweise in Mauretanien, einem Wüstenstaat an der Westküste Afrikas, Tag für Tag bei der Verrichtung von Arbeiten für die Menschen geschunden und gequält werden.

Aber seien wir einmal ehrlich. Werden Tiere bei uns besser behandelt? Wir leben in einem Land, in dem Zeitschriften, wie etwa „BEEF!“ in dem sich alles um den kritiklosen Konsum von Fleisch dreht als „für Männer mit Geschmack“ beworben werden, dabei dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass für den Fleischkonsum Tiere gequält und getötet werden. Wo bleibt die Zeitschrift „für Männer mit Mitgefühl“, wenn wir uns doch so gerne als tierlieb betiteln? Eventuell könnte sich die Zeitschrift TIERSCHUTZWelt so betiteln. In der aktuellen Ausgabe 07-08/2015 wird auch eine Studie zu diesem Thema unter dem Titel Fleischkonsum & „Männlichkeit“ vorgestellt.

Ebenfalls berichtet wird in der Zeitschrift über die Auswirkungen der Massentierhaltung und dem notwendigen hemmungslosen Einsatz von Antibiotika, mit der Folge der Bildung multiresistenter Keime, welche die Wunderwaffe Antibiotikum stumpf werden lassen.

Milch kommt von lilafarbenen Kühen, die auf einer wunderschönen Weide stehen, so suggerierte es zumindest die Werbung. Tatsächlich kommen große Mengen der Milch von gequälten Tieren, zum beispiel aus Massenanbindehaltung. Gut, mittlerweile hat man erkannt, dass dies wenig artgerecht ist und der Trend geht nun eher Richtung „Freilauf“-Stallungen. Wirklich „frei“ sind die Tiere dort natürlich nicht. Sie können sich lediglich etwas mehr bewegen. Dennoch bleiben sie auf dichtem Raum gedrängt. Dort kommen sie sich immer wieder gefährlich nahe und so stellen die Hörner der Kühe eine Gefahr dar. Normalerweise verwenden Kühe die Hörner zur Kommunikation, zur Körperpflege und haben andere wichtige Funktionen. Darauf kann man aber keine Rücksicht nehmen, wenn man den Liter Milch für 69 Cent ins Kühlregal stellen will oder muss. Also werden die Hörner entfernt. Da die knöchernen Hornzapfen stark durchblutet und mit Nerven durchzogen sind, ist es für die Kuh natürlich äußerst schmerzhaft, wenn beim Enthornen mittels Brennstab die Blut- und Nervenbahnen durchtrennt werden. immerhin hat man festgestellt, dass man den entsprechenden Schmerzen, die dieser Prozess mit sich bringt, mit einer Betäubung entgegenwirken kann. Welche Folgen eine Enthornung für das Tier hat, spielt jedoch schon keine Rolle mehr. Hat sie vielleicht Phantomschmerzen, wie es auch Menschen mitunter kennen, denen beispielsweise ein Arm amputiert wurde? Wie sieht es mit der Körperpflege aus, wenn die Kuh sich nicht mehr Kratzen kann? Welche Auswirkung hat das Entfernen der Hörner für das Sozialverhalten? Egal, hauptsache die Milch steht für 69 Cent im Kühlregal!

Diese und viele weitere Themen werden in der Zeitschrift TIERSCHUTZWelt vorgestellt. Eine Zeitschrift für Männer und Frauen mit Mitgefühl.


Zeitschrift: TIERSCHUTZWelt
Untertitel: Magazin für tierschutzbewusste Lebensweise
Herausgeber: Dr. Hans Mosser
Verlag: Petmedia
Homepage: https://www.facebook.com/tierschutzwelt/info?tab=page_info
Veröffentlichung: 05.06.2015
Sprache: deutsch
Seiten: 66
Preis: 3,90 Euro