Service-Wüste bei Air Berlin

Air Berlin, A380 Flugzeugmodell
Die Fluggesellschaft Air Berlin rückt zwar in der Werbung den Kundenservice in den Vordergrund, im Alltag fällt das Unternehmen jedoch immer wieder mit einem eher bescheidenen Service auf. Kundenfreundlichkeit gehört scheinbar nicht unbedingt zur Firmenphilosophie. So stehen den Fluggästen beispielsweise bei Flugausfällen, Verspätungen oder Umbuchungen gesetzliche Rechte zu, die eigentlich nicht verhandelbar sind. Bei Air Berlin nimmt man es mit diesen Rechte aber nicht unbedingt so genau, wie ein Team des Bayerischen Rundfunks für die Sendung „kontrovers – DIE STORY“ in Erfahrung bringen konnte.
Bei Stornierungen von Flugtickets sind Fluggesellschaften beispielsweise verpflichtet, gewisse Anteile des Preises wieder zurückzuzahlen. Steuern und Gebühren müssen erstattet werden. Darüber informiert die Airline den Fluggast jedoch mitunter nicht. Der Kunde wird von Seiten der Airline im Unklaren gelassen und muss sein Recht erst offensiv einfordern. Andernfalls erhält er bei einer Stornierung kein Geld oder zuwenig Geld zurück.
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E-Fahrzeuge – mit mächtig PS unter der Haube, versteht sich

Die Autobranche bereitet sich vor auf den Wandel hin zur Elektromobilität. Auch der Stuttgarter Sport- und Geländewagen-Hersteller Porsche will vorn dabei sein – mit mächtig PS unter der Haube, versteht sich.[1]

Quelle: Heise

Elektrofahrzeuge werden mit der Begründung forciert, dass sie weniger schädlich für die Umwelt sind, als herkömmliche Fahrzeuge. Wenn es um den Umweltschutz ginge, stünden aber kein schnellen Hochleistungsboliden zur Diskussion, sondern leichte Kleinfahrzeuge für den Alltag. Schnelle Fahrzeuge und SUVs, wie sie von der Industrie gerne als Vorzeige-Elektrovarianten präsentiert werden, müssen stabil gebaut sein und werden dadurch natürlich schwer, was aufgrund des Gewichtes zu einem höheren Energieverbrauch führt. Dabei kann oder darf auf den Straßen in den dicht besiedelten Industrieländern nur selten schnell gefahren werden. Die verfügbare Leistung und die damit einhergehenden schädlichen Auswirkungen sind somit meistens überflüssig. Gebaut und beworben werden diese hochpreisigen Fahrzeuge – auch mit Elektroantrieb – dennoch. Umweltschutz spielt offensichtlich keine große Rolle.
Eine aktuell in der Politik diskutierte Kaufprämie, die von der Allgemeinheit bezahlt werden soll, würde also hauptsächlich dazu dienen, den Reichen ihre verschwenderischen Angeber-Fahrzeuge zu subventionieren auf Kosten derer, die Tag für Tag mit einem kleinen Wagen zur Arbeit fahren müssen und mit Abgaben auf den Spritpreis die teuren Elektrofahrzeuge subventionieren sollen. Besonders unschön ist es, dass vermutlich nicht nur kleine Elektrofahrzeuge für den Alltag von einer solchen Subvention profitieren werden, sondern eben auch die unnötig großen und schweren Elektrofahrzeuge mit mächtig PS unter der Haube.
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Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität

Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität
Naturheilkundliche Ansätze, wie Akupunktur oder Homöopathie zur Behandlung von Krankheiten, werden häufig belächelt und als unwissenschaftlich abgetan. Bei Krankheiten wird üblicherweise geraten, eine schulmedizinische Behandlung durchzuführen und suggeriert, hier würde (abgesehen von wenigen negativen Ausnahmen) nach streng wissenschaftliche Kriterien und neuesten Erkenntnissen gehandelt und behandelt werden.
Wie wenig seriös und wissenschaftlich die Schulmedizin aber tatsächlich ist, wird beim Lesen des Buche „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität“ von Peter C. Gøtzsche sehr deutlich. Der Autor zeigt anhand unzähliger Beispiele auf, wie korrupt und kriminell Pharmaunternehmen, Behörden und Politiker vorgehen, um ihre Produkte auf den Markt zu bringen. Dabei handelt es sich offensichtlich nicht um unrühmliche negative Ausnahmen, sondern um ein weltweit verbreitetes System. Mitunter werden neue Medikamente extrem teuer verkauft, obwohl durchgeführte Studien zeigen, dass die Medikamente nicht besser wirken, als ältere Präparate, dafür aber mehr Nebenwirkungen haben. Wenn es dem Gewinn dient, nehmen die Verantwortlichen bei den Konzernen gleichgültig hin, dass ihre Produkte hunderttausende Menschen töten. Mit rechtlichen Konsequenzen müssen sie in der Regeln nicht rechnen.
Damit Patienten Medikamente einnehmen, die nicht besser wirken, als die bisher verwendeten Medikamente, dafür aber mehr und gefährlichere Nebenwirkungen haben und zudem auch noch deutlich mehr Geld für die neuen Mittel bezahlen, bedarf es überaus krimineller Strukturen und Vertriebswege.
Beim Lesen des Buches wird schnell deutlich, dass es in der Medizinindustrie sicher nicht um das Wohl der Patienten geht und die so sehr gelobten wissenschaftlichen Untersuchungen und Tests sind häufig eine Farce. Ein Blick in eine Glaskugel scheint mehr Aussagekraft über ein Medikament zu haben, als die gefälschten Ergebnisse in den Veröffentlichungen der Konzerne. So werden nachträglich Zieldefinitionen an die Testresultate angepasst und es werden an den Nebenwirkungen gestorbene Patienten als Betriebsgeheimnis bewertet und aus den Statistiken gelöscht. Veröffentlicht werden nur die Ergebnisse, welche für den Verkauf förderlich sind. Ärzte werden belogen, bestochen oder gar bedroht. Das Verhalten der Konzerne erinnert stark an die Machenschaften in der organisierten Kriminalität.
Möchte man solchen skrupellosen Verantwortlichen wirklich seine Gesundheit oder gar sein Leben anvertrauen?


Titel: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität
Untertitel: Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert
Autor: Peter C. Gøtzsche
Verlag: riva
Veröffentlichung: 14.11.2014
Sprache: Deutsch
Seiten: 512
ISBN-13: 978-3-86883-438-3
Preis: 24,99 Euro

Neue Konzepte für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage

Die etablierten Print-Medien wurden von der Entwicklung des Internets überrollt und sehen nun ihr Geschäftsmodell in Gefahr. In Zeiten, in denen man Nachrichten bequem im Webbrowser lesen kann und das auch noch ohne dafür bezahlen zu müssen, wird es immer schwieriger, gedruckte Zeitungen und Zeitschriften am Kiosk gegen Geld zu verkaufen. Nun ist das Internet aber auch wieder eine gute Werbeplattform. Wer hier nicht mit aktuellen Berichten vertreten ist, verschwindet aus dem Bewusstsein der potentiellen Kunden. Die Verlage sind also gezwungen, im Internet präsent zu sein und aktuelle Nachrichten zu publizieren. Damit gefährden sie aber ironischerweise den Verkauf ihrer Print-Produkte.
Die Lösung des Dilemmas sehen die Verantwortlichen bei den Verlagen im Einsatz von Bezahl-Schranken, die den Zugang zu einigen oder allen Artikeln nur nach vorheriger Bezahlung ermöglichen. Ein ähnliches Konzept, wie am Kiosk. Alternativ dazu wird über eine Zwangsabgabe ähnlich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nachgedacht. Hierbei handelt es sich jedoch um Konzepte aus einer Zeit vor dem Internet. Neue und moderne Ansätze werden leider weder diskutiert, noch ausprobiert. Das verwundert etwas, denn es sind doch gerade die Zeitungen, die von sich behaupten, ihre Leser über die neusten Entwicklungen auf der Welt zu berichten. Und nun haben diese Medien, bei denen Aktualität das Kernelements des Erfolges ist, die Entwicklung über viele Jahre verpasst und schlagen nun Konzepte aus dem vorherigen Jahrhundert zur Lösung moderner Probleme vor.
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Typisch Vegetarier

Im nachfolgenden Video zeigt Joyce Ilg auf humorvolle Art, Ausschnitte aus dem Alltag eines Vegetariers in Gesprächen mit Fleischessern. Das Video wurde jedoch von einem Unternehmen gesponsert, das hauptsächlich im Fleischgeschäft tätig ist. Das führt natürlich zu der Frage, wie man dies bewerten soll.

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So werden die Kinder von der Politik an die Konzerne verhökert

In der Reportage „Kunde Kind – Wie die Wirtschaft unsere Kinder verführt“, die von ARD gezeigt wurde, wird deutlich, wie erschreckend weit die Werbeindustrie versucht, schon die jüngsten Kinder zu beeinflussen. Das geht so weit, dass zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund Veranstaltungen organisiert werden, bei denen die Kinder zu sportlichen Aktivitäten animiert werden. Sport an sich ist natürlich nicht unbedingt schlimm. Es tut den Kindern sicherlich gut, wenn sie sich an der frischen Luft betätigen anstatt sich vor der Glotze mit Schokolade und Chips vollzufressen. Blöderweise sind auf solchen Veranstaltungen überall Werbebanner von Konzernen angebracht, welche die Schokolade verkaufen, mit denen sich die Kinder nach dem Wettbewerb vor der Glotze vollfressen.
Eine solch verlogene und heuchlerische Sportveranstaltung ist unterstes Niveau und lässt jeglichen Anstand bei den dafür Verantwortlichen vermissen.

Nun gut, so lange die Kinder nicht zur Teilnahme an einer solchen Veranstaltung gezwungen werden, können die Eltern verhindern, dass die Kinder an solchen perversen Werbeveranstaltungen teilnehmen. Was aber wäre, wenn solche Aktionen an Schulen durchgeführt werden, wo es doch eine Schulpflicht gibt? Nun ja, dachte ich. Das wird nicht vorkommen, schließlich dürften sich die Verantwortlichen in den Bildungseinrichtungen ihrer Bedeutung für das Wohl der Gesellschaft bewusst sein und sich nicht auf solche Spielchen einlassen.
Tja, die Reportage belehrt den interessierten Zuschauer schon bald eines besseren. Mittlerweile finden gesponserte Sportveranstaltungen auch an Schulen während der regulären Unterrichtszeit statt. Da lässt man dann auch gerne mal eine Mathestunde ausfallen.
Zu meiner Schulzeit hatte man noch richtigen Sportunterricht bei einem richtigen Sportlehrer. Wir haben damals verschiedene Sportarten kennengelernt und ausprobiert und uns umfassend bewegt. Damals mussten nicht erst irgendwelche Marketingexperten Werbeplakate in der Turnhalle aufstellen, die Kinder dann ein paar Meter sinnlos hin und wieder zurück rennen lassen, um ihnen dann nach wenigen Sekunden einen Ausdruck mit einem Markenlogo zum Sammeln und Tauschen in die Hand drücken.
Früher hatten wir zum Spaß gesagt, dass die Schulzeit toll ist, wäre da nicht das sinnlose herumsitzen zwischen den Pausen. Der Unterricht war halt nicht immer so spannend, wie die Zeit auf dem Pausenhof. Vor allem in der Winterzeit hat eine gepflegte (wenn auch verbotene) Schneeballschlacht deutlich mehr Spaß gemacht, als Gedichte zu interpretieren. Aber immerhin wurde man nicht während der Unterrichtszeit zum Zombikonsumenten erzogen. Und so manch ein Lehrer war darauf bedacht, uns das eigenständige Denken beizubringen. Heute können die Eltern froh sein, wenn die Kinder im Unterricht nicht von großen Konzernen indoktriniert werden. Sonst müssen die Eltern den Kindern nach dem Unterricht den ganzen man den Müll, den sie in der Schule in ihre Gehirne gepflanzt bekommen, wieder austreiben.
Früher war der Unterricht zuweilen nervig, aber man konnte auch einiges Lernen (wenn auch nicht die wirklich wichtigen Dinge). Heute muss man froh sein, wenn die Kinder nicht als willenlose Zombies nach Hause kommen.
Die Verantwortlichen an den Schulen begründen die „Kooperation“ mit den Konzernen damit, dass sie auf das Geld angewiesen sind. Da fehlen einem die Worte. Der Finanzminister freut sich über Rekordsteuereinnahmen und jubelt über seine schwarze Null. Die Bundesregierung verteilt nach besten Kräften das Geld der deutschen Steuerzahler zur Rettung irgendwelcher Banken, die sich verzockt und den Überblick in dem System verloren haben, dass sie selbst zu verantworten haben. Und für die Schulen ist kein Geld da. Ja, wenn man die Kinder behandelt, wie Scheiße, ihre Zukunft an die Konzerne verscherbelt und an allen sozialen Ecken und Enden spart, während die Steuereinnahmen in ungeahnte Höhen sprudeln, dann ist es nicht so schwer, mal das ein oder andere Jahr ohne Neuverschuldung auszukommen.


Kritik der Zeitung „Die Welt“ an der Sendung: Wie die böse Wirtschaft „unsere Kinder“ verführt

Große Verpackungen

Viele Hersteller neigen dazu, die Füllmenge von Packungen immer wieder zu reduzieren, gleichzeitig aber sowohl die Preise als auch die Packungen bei der ursprünglichen Größe zu belassen. Durch die Reduzierung der Menge bei gleichbleibenden Preisen werden versteckte Preiserhöhungen von mitunter zehn Prozent und mehr erreicht.
Das ist ärgerlich. Unschön ist aber auch, dass die Verpackungen nicht verkleinert wurden. Zu große Verpackungen täuschen über den wahren Inhalt hinweg, was durchaus den Strafratsbestand des Betruges erfüllen könnte:

Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Quelle: Strafgesetzbuch, § 263; http://dejure.org/gesetze/StGB/263.html

Darüber hinaus wird auch noch UNNÖTIG VIEL VERPACKUGNSMATERIAL VERWENDET. Dies muss vom Kunden nicht nur mitbezahlt werden, sondern es müssen auch unnötig viele Ressourcen und unnötig viel Energie für die Herstellung und den Transport aufgewendet werden und später muss der ganze Müll entsorgt werden! Dieser ganze Verpackungsirrsinn schädigt durch solche Praktiken, die möglicherweise dazu dienen, die Verbraucher zu täuschen (was schon kriminell ist), auch noch die Umwelt. In Zeiten, in denen uns immer wieder erklärt wird, dass die Ressourcen zu Ende gehen und wir unter allen Umständen Energie sparen und die CO2-Emmsissionen reduzieren müssen, kann ein solches Verhalten eigentlich nicht geduldet werden. Wann werden die Politiker, die beispielsweise Glühlampen aus Umweltschutzgründen verboten haben, auch unnötig große Verpackungen verbieten. Das würde dem Umweltschutz direkt zu Gute kommen und bei einer solchen Maßnahme würden den Verbrauchern keine Nachteil entstehen. Im Gegenteil, jeder kann noch das kaufen, was er benötigt, und kann dabei sogar besser bewerten, welche Produktmenge er für das Geld erhält.
Die Verbraucher gewinnen. Die Umwelt gewinnt. Nur die Konzerne haben es schwerer Produkte zu verkaufen, die zu den gebotenen Konditionen vielleicht nicht gekauft werden würden und nur durch Täuschung ausreichend viele Kunden ansprechen. Wenn Politiker es ernst meinen würden, mit dem Verbraucherschutz und dem Umweltschutz, würden sie rasch handeln. Aber diesbezüglich ist wenig von Seiten der Politik zu erwarten. Könnte es also sein, dass Politiker doch eher die Konzerne schützen und unterstützen, selbst wenn (entgegen der ständigen Beteuerungen) Verbraucher und Umwelt darunter zu leiden haben?

Eine Auflistung von Mogelpackungen:

Verbraucherschutz – Die Mogelpackungen des Jahres

Spendabler Radiosender?

Grundsätzlich würde ich es begrüßen, wenn das Geld, dass für den Betrieb von Radiosendern zur Verfügung steht, in hochwertige Berichterstattungen, die auf eigene Recherchen basieren, investiert wird.
Stattdessen werden mit dem Geld aber leider häufig nur werbewirksame Kampagnen finanziert, die bestenfalls wenigen Einzelpersonen einen kurzfristigen Vorteil verschaffen, der Allgemeinheit aber keinen Nutzen bringen. So bewirbt beispielsweise der Sender ANTENNE BAYERN wiederholt, dass sie die Rechnungen der Zuhörer bezahlen.
Neuerdings geht der Sender noch einen Schritt weiter und wirbt damit, die Kosten für geplante Anschaffungen zu bezahlen:

[..] Absofort zahlen wir nämlich auch Rechnungen, die es noch garnicht gibt. Ja richtig verstanden. Sagen Sie uns, was Sie in diesem Jahr unbedingt anschaffen wollen. Einfach auf antenne.de eintippen, was es kosten soll und ANTENNE BAYERN übernimmt die Rechnung. [..] Und wer schon eine Rechnung hat, der kann die natürlich auch einreichen. Also, absofort zahlt ANTENNE BAYERN wieder alle Rechnungen. Sogar Rechnungen, die es noch garnicht gibt.

Quelle: Antenne Bayern, 05.11.2014, 15:56:40-15:57:30
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Zeitlich unbeschränktes Rückgaberecht bei IKEA?

Kampf um Kundschaft: Ikea führt lebenslanges Rückgaberecht ein

Mit einer großzügigen Rückgaberegelung wirbt das schwedische Möbelhaus Ikea um Kunden: Ab sofort können Waren ohne zeitliche Befristung zurückgegeben werden. Damit reagiert Ikea auch auf den wachsenden Onlinehandel.[1]

Quelle: Der Spiegel

Das klingt gut. Zumindest auf den ersten Blick. Man richtet sich die Wohnung mit Möbeln von Ikea ein und wenn die Ausstattung in ein paar Jahren oder auch in ein paar Jahrzehnten nicht mehr dem aktuellen Geschmack entspricht, bringt man die Möbel einfach wieder zu IKEA zurück und das Möbelhaus erstattet den vollen Kaufpreis. Bei Barzahlung in bar, bei EC-Kartenzahlung per Rücküberweisung oder als Ikea-Guthabenkarte.[2]

Wieso macht IKEA das?
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Die Suche nach den Himbeeren

Laut Strafgesetzbuch ist von einem Betrug auszugehen, wenn jemand versucht, durch Vorspiegelung falscher Tatsachen oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum zu erregt oder zu unterhalten, sofern er die Absicht hat, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen.
Behalten wird dies im Hinterkopf und werfen einen Blick auf Produkte der sogenannten „Lebensmittelindustrie“. Der Markt ist mehr oder weniger hart umkämpft und die Verbraucher haben mitunter nicht sehr viel Geld übrig, um die Nahrung zu bezahlen. Verwunderlich ist dies nicht, denn schließlich fließt etwa die Hälfte des Einkommens in Form von Steuern an den Staat, der davon Militärprojekte in aller Welt finanziert oder die Zinsforderungen für die Staatsschulden bezahlt. Für das bisschen Geld, das nach einem harten Arbeitstag noch übrig bleibt, möchte der Kunde dann wenigstens anständige Lebensmittel kaufen. Für wenig Geld lässt sich aber nur in guter Qualität produzieren. Vor allem nicht, wenn die Konzerne und Unternehmen davon auch noch einen großen Teil abzweigen müssen, um die Zinsen für ihre aufgenommenen Kredite zu bezahlen, gegebenenfalls die Investoren zufrieden zu stellen und dann auch noch die Konzernvorstände ihren Teil fordern.
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Das Schweinesystem – Wie uns die Fleischindustrie krank macht

Vor nicht allzulanger Zeit standen wir in einem Warenhaus an einer Kültruhe, in der die vegetarischen Produkte angeboten wurden. Im Vergleich zu den vielen Kühltruhen, die in langen Reihen mit Fleisch gefüllt waren, war das Angebot an vegetarischen Produkten nicht sonderlich umfangreich. Aber wir standen eine Weile dort und überlegten, was wir denn kaufen könnten. Die Verpackungen bereiteten uns ein wenig Kopfzerbrechen. Die Lebensmittel- beziehungsweise Füllstoffindustrie bietet zwar einzeln verpackte Schokoladenbonbons an, die Bratlinge für einen Burger gab es aber nur in Zweier- oder gar Viererpacks. Reißt man die Verpackung auf, muss man bis zu vier Burger essen, damit nichts schlecht wird. Möchte man zwei Burger mit jeweils einer anderen Auflage, dann sind zwei Packungen zu öffnen, was durchaus für vier bis acht belegte Brötchen reicht. Zudem sind einige der vegetarischen Auflagen von einem Hersteller, dessen Hauptgeschäft auf dem Schlachten und dem Verkauf von Fleischprodukten beruht. Was nun? Kauft man die vegetarischen Produkte, um damit ein Zeichen zu setzen, dass Bedarf hierfür besteht? Oder boykottiert man die Produkte dieses Herstellers komplett.
Fragen über Fragen. Gleichzeitig war eine ältere Dame ebenfalls damit beschäftigt, ein vegetarisches Gericht aus der Kühltruhe zu suchen. Wir kamen ins Gespräch und sie erklärte uns, dass sie nun auch dazu übergegangen ist, vegetarische Produkte, zu kaufen, anstatt Fleisch und dass ihr diese gut schmecken. Und sie war sich sicher, dass in Zukunft immer mehr Menschen so handeln werden.
Ja, das ist sehr zu hoffen. Warum das zu hoffen ist, ist zufällig gerade in der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Spiegel“ zu lesen. „Das Schweinesystem – Wie uns die Fleischindustrie krank macht“, lautet der Bericht.
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Wem dient die Überwachung?

Der normale Bürger darf sich nicht bewaffnen und muss bei einem Angriff darauf achten, dass er nicht unverhältnismäßig reagiert. Wenn jemand von einem Schlägertrupp überfallen und fast zu Tode geprügelt wird, muss er damit rechnen, dass er rechtliche Probleme bekommt, sollte er einen oder mehrere Angreifer mit einer Pistole erschießen, da eine Pistole durchaus eine unverhältnismäßige Waffe gegen Unbewaffnete darstellt. Ebenso ist natürlich Selbstjustiz verboten.
In einer zivilisierten Gesellschaft sollte es aber auch nicht nötig sein, mit schwerer Bewaffnung zum Einkaufsbummel zu gehen. Und wenn doch einmal etwas passiert, dann sind Polizei und Justiz dafür da, der Gerechtigkeit zum Erfolg zu verhelfen. In der Theorie. In der Praxis sieht es leider anders aus. Im richtigen Leben sind die Kriminellen unbeachtet der gesetzlichen Regelungen bewaffnet, während die normalen Bürger den Verbrechern wehrlos gegenüber stehen, so wie es das Gesetzt vorsieht. Auf die Hilfe durch Polizei und Justiz kann der normale Bürger aber scheinbar kaum hoffen. Vor allem nicht, wenn es keinen Personenschaden gab, wie mir berichtet wurde. Wenn niemand verletzt wurde, wird die Polizei kaum eingreifen.
Dies deckt sich auch mit den Aussagen von Reportagen, die ich mir zu dem Thema zu Gemüte führte. Es wurde unter anderem berichtet, dass Taschendiebe, die von der Polizei auf frischer Tat ertappt wurden und den Wachleuten aufgrund vieler Delikte bereits bekannt waren, von den Polizisten laufen gelassen werden mussten, war ich schon etwas überrascht. Überrascht war ich auch darüber, dass die Polizei keine Handhabe gegen ausländische Banden hat, die Goldschmuck fälschen, mit denen sie ahnungslose Bürger betrügen.
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Die besorgte Tabakindustrie

Tabakindustrie fürchtet um Jobs

Die Tabakindustrie lehnt die Pläne ab und beklagt einen zu tiefen Eingriff in die Freiheit der Konsumenten. Die Betriebsräte der deutschen Zigarettenindustrie befürchten gar den Verlust Tausender Arbeitsplätze.[1]

Quelle: Die Welt

„Die Industrie“ fürchtet um Jobs. Soso. Die Verantwortlichen der Industrie“ würde doch vermutlich jeden Mitarbeiter auf der Stelle rauswerfen, wenn es der Gewinnmaximierung dienlich wäre. Und überhaupt, wie können Betriebsräte, die für die Herstellung überaus schädlicher Produkte mitverantwortlich sind, sich um das Wohlergehen der Menschen sorgen? Menschen, denen der Verlust Tausender Leben gleichgültig ist, sorgen sich um den Verlust Tausender Arbeitsplätze. Klingt nicht sehr glaubwürdig, oder?
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Die vermeintliche Alternative

Damit ein Politiker ein höheres Amt erreichen kann, benötigt er in einer sogenannten Demokratie genügend „Stimmen“, also die Zustimmung der Bürger. Sein Fokus liegt also darauf, ohne großen Widerstand so viele Stimmen wie möglich „zu bekommen“. Sein Ziel ist nicht so sehr, im Sinne der Bürger zu handeln. Man könnte meinen, dass es so wäre, denn der naheliegende Schluss ist ja, dass ein Politiker nur gewählt wird, wenn er im Sinne der Menschen im Land handelt, die er vertreten soll.
Dies ist aber sehr wahrscheinlich ein Trugschluss. Wir entscheiden uns nicht für ein Produkt, dass gut für uns ist und bei dem wir die Qualität überprüft haben. Wir sehen und hören permanent Werbung für Produkte, die objektiv betrachtet minderwertig und ungesund sind. Suggeriert wird uns aber, dass es sich bei den beworbenen Artikeln und tolle Dinge handelt, die wir unbedingt benötigen. Wir wissen, dass die Werbung lügt … und kaufen dennoch. Wir kaufen so viel von dem Zeug, dass die Hersteller tausende Euro für ein paar Werbesekunden im Fernsehen zahlen können und dennoch Milliardengewinne einstreichen. Vermutlich wird jetzt jeder Leser empört sagen „auf mich trifft das nicht zu“. Bei einigen wird das vielleicht sogar stimmen. Aber die große Masse lässt sich durch die Werbung zum Kauf von schlechten Produkten animieren, die der Gesundheit und dem Wohlbefinden schaden. Andernfalls würde wohl kaum ein Unternehmen in Werbung für schlechte Produkte investieren und stattdessen qualitativ hochwertige Waren herstellen, die nicht beworben werden. Abgesehen davon sind wir so sehr von schlechten Produkten umgeben, das wir kaum eine Alternative haben. Egal, was wir im Laden kaufen, es wird nicht gesund sein. Lebensmittel sind voller Zucker und Fett oder mit Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden behandelt. Kleider sind mit giftigen Farben getränkt. Spielzeug ist aus Plastik.
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Wie die ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH unsere Lebenszeit verhökert

Was früher die Rundfunkgebühren waren ist heute der Rundfunkbeitrag. Der Rundfunkbeitrag wird wohnungsabhängig erhoben und soll sicherstellen, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender ein ausgewogenes und unabhängiges Programm gestalten können.
Soweit in der Theorie. Blickt man hinter die Kulissen, stellt man fest, dass es nicht darum geht, ein hochwertiges Fernsehprogramm zu präsentieren, das sich vom geistigen Abfall der Privatsender abhebt. Nein, der Rundfunkbeitrag wird verwendet, um eine mediale Vermarktungsplattform aufzubauen, zu betreiben und zu erweitern. Es geht nicht darum, den Zuschauer- und hörer mit hochwertigen Informationen zu versorgen. Es geht darum, für die Werbeindustrie attraktive Werbeblöcke zu schaffen. Die Lebenszeit der Zuschauer wird dabei verhökert, wie Billigramsch auf dem Jahrmarkt.
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