SUV und Hacksteak

Sport Utility Vehicles, kurz SUVs, sind ähnlich aufgebaut, voluminös und schwer wie Geländewägen, werden aber nicht auf unwegsamen Pisten in entlegenen Gegenden eingesetzt, sondern im normalen Straßenverkehr auf gut ausgebauten Straßen. Im Gelände könnten sie auch garnicht genutzt werden, da sie nicht die wesentlichen Stärken eines Geländewagens oder deren Stauraum haben. Dafür verbrauchen SUVs wie die echten Geländewägen leider sehr viel Sprit und sind zudem für andere Verkehrsteilnehmer gefährlicher als weniger massige Fahrzeuge.
Kein Wunder, dass solche Fahrzeuge eher kritisch gesehen werden und man sich fragt, warum die SUV-Fahrer mit solchen Fahrzeugen durch die Gegend fahren müssen, anstatt einen Kleinwagen oder eine normale Limousine mit weniger Spritverbrauch zu verwenden. Solche Fahrzeuge würde den Fahrer ebenso an sein Ziel bringt. Wenn dann ein Fahrer folgenden Gedanken sagen würde, müsste man sich ernsthaft fragen, was das für ein rücksichtsloser Mensch der SUV-Fahrer ist: „Ich weiß, dass das Fahrzeug Unmengen an Sprit verbraucht und für andere Verkehrsteilnehmer besonders gefährlich ist, aber das ist mir egal. Mir gefällt das Fahrgefühl und ich werde nicht mit einem anderen Fahrzeug umherfahren, auch wenn es mich ebenso gut an mein Ziel bringt.“.
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Globale Finanzmärkte: Die Welt versinkt in Schulden

Globale Finanzmärkte: Die Welt versinkt in Schulden

So lautet die Überschrift eines Artikels bei SPIEGEL Online.[1] Weiter ist zu lesen, dass jemand, der keine Fehler macht, zu wenig wagt. Wer den gleichen Fehler immer wieder macht, dem ist nicht zu helfen. Mit dieser Aussage wird die Finanzkrise von 2007/08 als Ausrutscher einer überoptimistischen Globalisierungseuphorie gesehen. Dass sich seither aber nichts geändert hat, sieht der Autor des Artikels als das eigentliche Drama.

Dabei übersieht der Auto, Henrik Müller, Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Universität Dortmund, jedoch, dass es sich bei der Finanzkrise von 2007/08 nicht um einen Ausrutscher handelt.
Zins und Zinseszins erzwingen eine ständig wachsende Verschuldung. Dies ist ein systemimmanenter Prozess, der so lange abläuft, wie es Zins und Zinseszins gibt. Dass die Last der auf den Schultern der Allgemeinheit ruhenden wachsenden Schulden, die den ebenfalls wachsenden Vermögen gegenüberstehen, irgendwann unerträglich wird und zu Krisen führt, ist nicht überraschend. Somit handelt es sich bei der Finanzkrise eigentlich um eine Systemkrise, da das zinsbasierte Geldsystem als solches problematisch ist.
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So werden Steuergelder an Konzerne umverteilt und Bauern in die Abhängigkeit getrieben

El Salvador kann auf Zahlungen in Höhe von etwa 277 Millionen Dollar aus einem Entwicklungshilfe-Fonds hoffen. Voraussetzung ist aber, dass im Gegenzug gentechnisch verändertes Saatgut vom amerikanischen Konzern Monsanto gekauft wird, wie die US-Regierung betont.
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Tunesien, ein Land voller Gegensätze

Im Herzen des Mittelmeerraumes liegt Tunesien, ein Land, das viel zu bieten hat, bekannt ist für seine Gastfreundschaft und seinen kulturellen Reichtum. Freuen Sie sich auf viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen, die Sie mit nach Hause nehmen.

Quelle: Reisebroschüre „meeting point Tunesia“

Tunis, die Hauptstadt von Tunesien
Tunis, die Hauptstadt von Tunesien
Tunesien, das Land des kulturellen Reichtums und der Gastfreundschaft. So klingt die Einleitung in einer Reisebroschüre. Und in der Tat ist die Kultur vielseitig. Zudem unterscheiden sich die Tunesier in ihrem Aussehen und im Kulturleben von anderen arabischen Nationen in Folge mehrerer Einwanderungswellen aus Arabien, Spanien, Frankreich, der Türkei und den westafrikanischen Berber-Reichen.
Dies zeigt sich auch im Stadtbild von Tunis (zum Beispiel auf dem Place de Barcelone oder im maurisch-andalusischen Viertel Sidi Bou Saïd), in der Töpferei- und Keramikkunst (zum Beispiel in Nabeul), an zahlreichen Bauten verschiedener Epochen (zum Beispiel dem Fort am Golf von Hammamet) und in der tunesischen Küche (zum Beispiel Baguette, Käse, Croissant, „Makkarona“ sowie einigen Berbergerichten wie zum Beispiel Brik).[1]
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Wirtschaftswachtum vs. Umweltschutz

Wachstum ist nur möglich, wenn man dem System von außen Energie zuführt. Das gilt nicht nur für Pflanzen, die Kohlendioxid, Wasser und Licht zum wachsen benötigen, sondern auch für die Wirtschaft. Die Wirtschaft wächst, wenn Mehr Produkte hergestellt werden, als zuvor und mehr Dienstleistungen erbracht werden als bislang. Für die Herstellung, den Transport und auch die spätere Entsorgung werden natürlich Rohstoffe und Energie verbraucht. Es ist nicht schwer zu erkennen, dass Wachstum der Umwelt mehr schadet, als eine gleichbleibende oder gar reduzierte Wirtschaft.

Obwohl der Schutz der Umwelt, der eine Reduzierung des Ressourcen- und Energieverbrauches, also eine Reduzierung der Wirtschaftsleistung, voraussetzt, immer wichtiger wird, überschlagen sich die Medien mit Berichten, wie toll die Wirtschaft wieder gewachsen ist.
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Das Ende des Wirtschaftswachstums

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat den Abbau der Schuldenberge sowie Investitionen in Bildung und Forschung als vorrangige Aufgaben der nächsten Jahre genannt.Wirtschaftswachstum sicherzustellen sei eine Daueraufgabe, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Video-Podcast. „Man kann das im Grunde nur durch Innovation sicherstellen – indem wir an den wesentlichen Trends der Weltwirtschaft mit teilhaben.“ Hierbei sei es ganz besonders wichtig, die sogenannte Industrie 4.0-Entwicklung zu gestalten: die Verschmelzung von Internet- und Informationstechnologien mit der klassischen Industrie.[1]

Quelle: Merkur-Online

Gebetsmühlenartig predigen führende Politik-Darsteller, wie etwa die Bundeskanzlerin, dass wir Wirtschaftswachstum benötigen und dass es eine Daueraufgabe ist, dieses Wachstum sicherzustellen.
Permanentes Wirtschaftswachstum kann aber nur erreicht werden, wenn hierfür immer mehr Energie und Rohstoffe aufgewendet werden. Die Ressourcen sind jedoch begrenzt und die Umwelt ist schon jetzt durch den Schadstoffausstoß stark in Mitleidenschaft gezogen. Wir zerstören mit diesem grenzenlosen Wachstum unseren Lebensraum und damit unsere Lebensgrundlage. Wachstum kann also nicht dauerhaft funktionieren. Dies zu fordern ist entsprechend absurd und zeugt entweder von beachtlichem Unverständnis und Kurzsichtigkeit oder Rücksichtslosigkeit und krimineller Energie.
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Tiere klagen an

Tiere klagen an
»Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt.«
Mahatma Gandhi

Es lohnt sich, über diese Aussage nachzudenken. Der wahre Charakter und die wirkliche Einstellung eines Menschen zeigt sich darin, wie er schwächere Lebewesen behandelt. Quält er sie, weil er es kann und sich dazu legitimiert fühlt? Tötet er die Schwachen gar zur Befriedigung primitiver Bedürfnisse? Oder behandelt er die wehrlosen Lebewesen trotz ihrer nachteiligen Position mit Anstand und Respekt?

Viele Menschen verhalten sich anderen Menschen gegenüber freundlich. Das ist natürlich gut so und für das Zusammenleben auch unabdingbar. Dieses Verhalten entspringt aber vermutlich nicht einem grundsätzlichen Respekt anderen Lebewesen gegenüber, sondern nur der Angst um sich selbst. Wer andere Menschen schlecht behandelt, riskiert Geld- und Freiheitsstrafen. Wer den Nachbar verprügelt, weil er schon wieder so laut nervtötende Musik hört, wird ihn möglicherweise bald mit seinem Anwalt vor Gericht wiedersehen. Und wir werden auch nicht einen Passanten erschießen, weil wir seinen Mantel haben möchten. Auch hier würden wir mit hohen Strafen rechnen müssen.
Was aber, wenn wir einem Lebewesen gegenüberstehen, das sich nicht wehren kann? Sind wir dann immer noch so zurückhaltend? Wohl kaum. Nutztiere werden in stinkenden Ställen zusammengepfercht, um billig Milch und Fleisch zu produzieren. Und so manch ein Tier wird wegen seines Pelzes erschossen. Tiere haben gewöhnlich keinen Anwalt. An ihnen können wir uns nach Herzenslust vergreifen, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen – und genau das tun wir üblicherweise ausgiebig. Wir töten und misshandeln Tiere, um einen matschigen Hamburger mit Rindfleisch essen zu können und es ist uns egal, dass dafür ein Lebewesen sterben musste. Von den Kühen droht uns keine Gefahr. Sie können sich ja nicht wehren.

Es gibt nur wenige Menschen, die sich für Tiere einsetzen oder zumindest über den Umgang mit ihnen nachdenkt. Menschen, wie der Anwalt und Buchautor Antoine F. Goetschel, der sich dem Tier in Recht, Ethik und Gesellschaft gewidmet und als Rechtsanwalt für Tierschutz in Strafsachen des Kantons Zürich (Tieranwalt) tätig war. Dies ist eine seltene Ausnahme in einer traurigen Welt, in der Tiere üblicherweise keinen Schutz durch Anwälte genießen.

Titel: Tiere klagen an
Autor: Antoine F. Goetschel
Seiten: 272
Verlag: Fischer Scherz
Veröffentlichung: 05.04.2012
Sprache: Deutsch
ISBN-13:978-3-651-00002-5
Preis: 19,99 Euro

Freie Energie – kann es das geben?

Gier nach Ressourcen


Wir benötigen viel Energie und es wird immer mehr. Die Nutzung von Energieträgern wie Gas, Kohle, Öl oder gar radioaktivem Material ist jedoch mit großen Problemen verbunden. Die Ressourcen sind begrenzt und die Folgen der Nutzung für die Umwelt fatal. Zudem ist es nur großen Konzernen möglich, die Rohstoffe zu gewinnen, aufzubereiten und die Energie zu verteilen. Dadurch sind wir von den Konzernen abhängig. Wir sind nicht frei.
Doch möglicherweise gibt es eine Alternative. Vielleicht gibt es eine Energieform, die in unvorstellbaren Mengen überall im Universum verfügbar ist. Eine Energie, die an jedem Ort genutzt werden kann und mit der wir unabhängig von den Öllieferanten und Stromproduzenten sein könnten. Spricht man diese Möglichkeit an, wird aber kaum jemand zuhören. Für solch esoterische Spinnereien möchte niemand seine Zeit verschwenden. Die meisten Menschen halten solche Denkansätze für Unfug. Energie, die jederzeit an jedem Ort kostenlos genutzt werden kann, um zu heizen, Meerwasser zu entsalzen oder ein Fahrzeug zu betreiben kann es ihrer Meinung nach nicht geben. Dies widerspricht den Erfahrungen und in einer Welt, in der wir „glauben“, alles zu „wissen“, sind viele Menschen neuen Ansätzen gegenüber eher verschlossen.
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Windkraftanlagen! Pro oder Contra? Oder vielleicht Prontra?

Wachstum, Wachstum über alles!


Ein Auszug aus der Rede von Bundeskanzlerin Merkel beim Jahrestreffen 2013 des World Economic Forumam 24. Januar 2013 in Davos:[1]

Wir haben ein Jahr hinter uns, in dem das Wirtschaftswachstum in fast allen Industrieländern relativ gering ausgefallen ist. Die Weltwirtschaft ist in 2012 insgesamt gerade einmal um drei Prozent gewachsen.

Und Bei Merkur-Online ist zu lesen:[2]

Wirtschaftswachstum sicherzustellen sei eine Daueraufgabe, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten wöchentlichen Video-Podcast.

Damit ist klar, wohin die Reise gehen soll: immer schneller, immer mehr! Ein Wachstum der Wirtschaft von lediglich drei Prozent pro Jahr hat eine Verdopplung der Wirtschaft etwa alle 25 Jahre zur Folge – und drei Prozent sind Frau Merkel eigentlich zu wenig.
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Das Schweinesystem – Wie uns die Fleischindustrie krank macht

Vor nicht allzulanger Zeit standen wir in einem Warenhaus an einer Kültruhe, in der die vegetarischen Produkte angeboten wurden. Im Vergleich zu den vielen Kühltruhen, die in langen Reihen mit Fleisch gefüllt waren, war das Angebot an vegetarischen Produkten nicht sonderlich umfangreich. Aber wir standen eine Weile dort und überlegten, was wir denn kaufen könnten. Die Verpackungen bereiteten uns ein wenig Kopfzerbrechen. Die Lebensmittel- beziehungsweise Füllstoffindustrie bietet zwar einzeln verpackte Schokoladenbonbons an, die Bratlinge für einen Burger gab es aber nur in Zweier- oder gar Viererpacks. Reißt man die Verpackung auf, muss man bis zu vier Burger essen, damit nichts schlecht wird. Möchte man zwei Burger mit jeweils einer anderen Auflage, dann sind zwei Packungen zu öffnen, was durchaus für vier bis acht belegte Brötchen reicht. Zudem sind einige der vegetarischen Auflagen von einem Hersteller, dessen Hauptgeschäft auf dem Schlachten und dem Verkauf von Fleischprodukten beruht. Was nun? Kauft man die vegetarischen Produkte, um damit ein Zeichen zu setzen, dass Bedarf hierfür besteht? Oder boykottiert man die Produkte dieses Herstellers komplett.
Fragen über Fragen. Gleichzeitig war eine ältere Dame ebenfalls damit beschäftigt, ein vegetarisches Gericht aus der Kühltruhe zu suchen. Wir kamen ins Gespräch und sie erklärte uns, dass sie nun auch dazu übergegangen ist, vegetarische Produkte, zu kaufen, anstatt Fleisch und dass ihr diese gut schmecken. Und sie war sich sicher, dass in Zukunft immer mehr Menschen so handeln werden.
Ja, das ist sehr zu hoffen. Warum das zu hoffen ist, ist zufällig gerade in der Titelgeschichte der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Der Spiegel“ zu lesen. „Das Schweinesystem – Wie uns die Fleischindustrie krank macht“, lautet der Bericht.
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Tepco leitet 1130 Tonnen kontaminiertes Wasser ins Meer

Über Fukushima gingen etwas größere Regenmengen nieder und schon ist die Situation am havarierten Atomkraftwerk, die eh nie unter „Kontrolle“ war noch weiter außer Kontrolle geraten. Wohin mit dem vielen Regenwasser? Die Auffangbehälter reichen nicht aus. Nun ja, am besten einfach ins Meer. Das ist billig und früher oder später wird dort ohnehin auch der Inhalt der Auffangbehälter gelangen. Wie soll man so viel Flüssigkeit über Jahrtausende aufbewahren?

Weiter lesen: AKW Fukushima: Tepco leitet 1130 Tonnen kontaminiertes Wasser ins Meer

Und in Anbetracht dieser Katastrophe gibt es tatsächlich viele Menschen, die versuchen, die Situation schönzureden. Mit fadenscheinigen Argumenten wird die Zerstörung der Umwelt verharmlost. Warum tut man sowas? Unwissenheit? Respektlosigkeit?
Aber was erwartet man in einer Welt, in der es offensichtlich ganz normal ist seinen hochgefährlichen Müll einfach im Meer zu versenken, um keine Verantwortung übernehmen zu müssen. So hat wird in der französischen Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague ebenfalls radioaktive Abwasser ins Meer geleitet: „Wiederaufarbeitung in La Hague Schleichende radioaktive Verseuchung und illegale Einleitungen“ und das russische Militär hat vor einigen Jahren einfach ein defektes Atom-U-Boot im Meer versenkt: „K-27 wurde heimlich versenkt – Russisches Atom-U-Boot droht Arktis zu verseuchen„.

Alles lässt sich verbessern, bis es nicht mehr funktioniert

Alles lässt sich verbessern
Die Entwicklung schreitet in vielen Bereichen immer schneller voran. Besonders rasant geht es in der Informationstechnik zu. Immer schneller kommen neue Computer, Notebooks Netbooks, Handys, Smartphones, Tablets, Spielkonsolen und vieles mehr auf den Markt. Die Hersteller überschlagen sich ständig mit allen möglichen Neuerungen, die angeblich jeder haben muss. Man kann die alten Geräte kaum noch so schnell wegwerfen, wie es neue gibt.

Wie weit soll das noch gehen? Diese Frage stelle ich mir oft. Und meistens, wenn sich irgendwo ein Ende abzeichnet, dann zaubern findige Entwickler neue Tricks hervor um die aktuellen Begrenzungen noch weiter zu verschieben. Größer, höher, schneller ist die Devise. Ressourcenverbrauch? Umweltzerstörung? Nebensächlich!
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Moderne Barbaren

Im aktuellen Magazin P.M. Fragen&Antworten, geht es in der Titelgeschichte um die Gefühlswelt anderer Säugetiere.[1] (S. 28-32)

Lange Zeit galten Tiere als unbeseelte Lebewesen ohne Gefühle und Bewusstsein. Heute hat die Wissenschaft eingesehen, dass dies ein gewaltiger Irrtum war, und kommt zu immer neuen Erkenntnissen über das Innenleben der Tiere.

Ist das nicht toll? Die „Wissenschaft“ hat endlich festgestellt, was jeder Mensch mit grundlegenden empathischen Fähigkeiten bereits weiß, der hin und wieder einen Teil seiner Lebenszeit mit Tieren, wie Hunden, Katzen oder Pferden verbringt.

Angst, Langeweile, Freude: Säugetiere haben Gefühle wie wir Menschen. Das ist die Basis unserer Beziehung zu ihnen.

Ist es angesichts dieser Erkenntnisse nicht überaus traurig, dass viele Menschen geistig noch immer im Mittelalter gefangen sind? Sie behandeln Tiere, als wären sie gefühl- und emotionslose Objekte – und das trotz des mittlerweile erworbenen Wissens um die Gefühle, die Tiere haben. Es ist schon schlimm genug, dass Tiere seit Jahrtausenden ausgebeutet, gequält und getötet werden. Aber vor vielen hundert Jahren wusste man es nicht besser und war mitunter auch auf die Ausbeutung anderer Tiere angewiesen, um zu überleben.
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Zu nah am Wasser gebaut

Als ich vor nicht allzu langer Zeit an einer Baustelle für eine neue Wohnung direkt an der Donau vorbeigekommen bin, dachte ich mir, dass es überaus leichtsinnig ist, so nahe ans Wasser zu bauen. Wie lange mag es wohl dauern, bis das Haus bei einem Hochwasser überschwemmt wird? Wenige Tage später, wurde der Kran aufgebaut … und kurz darauf wurde er schon wieder abgebaut, denn die erste Flut bahnte sich an. Nach tagelange Regenfällen stieg der Flusspegel immer weiter an. Die eilig installierten mobilen Hochwasserschutzwände verzögerten die Überschwemmung zwei Tage. Dann wurde das Areal aber doch überflutet.
Damit war dann meine Frage, wie lange es wohl dauern würde, bis das neue Haus unter Wasser steht, beantwortet. Der Neubau war noch nicht einmal bis zum ersten Stock fertiggestellt, da wurde er auch schon von den Wassermassen heimgesucht.
Nun titelt Focus Money Online „Zoff um Geld für Hochwasser-Opfer – Sollen die Deutschen einen „Flutsoli“ zahlen?„. Prinzipiell ist es eine gute Sache, wenn man in einer Gemeinschaft denen hilft, die von einer unerwarteten Katastrophe geschädigt und vielleicht sogar existentiell bedroht werden. Und viele der Hausbesitzer, die von den letzten Hochwassern betroffen waren, haben möglicherweise früher in Gegenden gebaut, die damals nicht gefährdet waren, mittlerweile aber unverschuldet durch Flussaufwärts gelegene Maßnahmen, wie Flussbegradigungen zu Gunsten der Schifffahrt und Einschränkung von natürlichen Ausgleichsflächen zugunsten neuer Industriegebiete, immer wieder mit einem Hochwasser rechnen müssen. Diese Leute sollte man nicht hängen lassen. Aber wieso kann jemand legal eine neue Wohnung in ein Gebiet bauen, das so nahe und tief am Wasser liegt, dass früher oder später mit einer Überschwemmung zu rechnen ist? Und wieso sollen dann andere Menschen, die sich möglicherweise nicht einmal ein eigenes Haus leisten können, für den Leichtsinn dieser Bauherren und Baudamen bezahlen?

Wie viele Menschen werden in Zukunft auf der Erde leben?

Wie Hochrechungen zeigen, gehen einige Wissenschaftler davon aus, dass im Jahr 2050 über 9 Milliarden Menschen auf der Erde leben.[1]
Auf den ersten Blick haben Menschen keine natürlichen Feinde mehr zu fürchten, so dass die Vermehrung unaufhaltsam scheint. Aber dies stimmt nur teilweise. Je mehr Menschen es gibt, um so mehr Nahrung muss produziert werden. Derzeit geht der Trend dahin, möglichst jeden Menschen umfassend mit Fleisch und anderen tierischen Produkten zu versorgen. Selbst in Regionen, in denen sich die Bevölkerung traditionell eher vegetarisch oder gar vegan ernährte, wie etwa in Indien, kommt es nun in Mode, immer mehr Fleisch zu konsumieren. Das mag als ein Zeichen des Wohlstandes erscheinen, aber möglicherweise wird genau dies der Menschheit zum Verhängnis.
Die Produktion von Fleisch ist sehr aufwändig und ineffizient. Es werden große Mengen an Energie und pflanzliche Futtermittel benötigt, um die Tiere auf ein rentables Schlachtgewicht zu bringen. Um die Fleischmenge zu produzieren, mit der eine einzige Person satt wird, muss man eine Menge an Pflanzen anbauen, die vielen Menschen genügt hätten, um sich ausreichend zu ernähren. Der hemmungslose Fleischkonsum ist an Dekadenz und Verschwendung kaum zu überbieten. Bei einer Ernährung mit tierischen Produkten wird deutlich mehr Ackerfläche benötigt, als es eine vegane Ernährung fordern würde. Um die großen Mengen an pflanzlicher Nahrung, die den Tieren als Futter dient, zu produzieren, werden riesige Monokulturen geschaffen. Traditionelle landwirtschaftliche Erfahrungen geraten in Vergessenheit. Chemische Dünger ersetzen die Fruchtfolge. Hochgiftige Pestizide, Herbizide und Fungizide sollen die über große Flächen gleichartigen und damit anfälligen angebauten pflanzen schützen. Auf lange Sicht zerstört man so die Böden. Immer mehr Chemikalien werden nötig, um dem Boden einen ausreichenden Ertrag abzuringen.
Ja, die heutige Landwirtschaft zerstört sich selbst die Grundlage. Und es geht noch weiter. Auch in den Ställen sieht es nicht besser aus. Auf immer größere Effizienz getrimmt, stehen die Hochleistungszuchttiere, die so schnell wachsen, dass sie unter ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, dicht an dicht gedrängt. Krankheitserreger breiten sich unter diesen Bedingungen rasant aus. Der Einsatz großer Mengen Antibiotika ist obligatorisch. Dadurch findet aber eine Selektion statt. Viele Krankheitserreger sterben ab. Es bleiben die übrig, die Resistenzen aufweisen. So werden in den modernen Industrieställen antibiotikaresistente Keime herangezüchtet. Über das Fleich und andere Produkte für den Verkauf landen die Krankheitserreger direkt beim Konsumenten. Über die Gülle gelangen diese hochgefährlichen Krankheitserreger zudem auf die Felder und damit ins Futter der Tiere und auch in das Essen der Menschen. Ein Teil wird in die Gewässer und ins Grundwasser gespült.
Diese Keime mutieren schnell und sind immun gegen pharmazeutische Keulen. Es werden immer mehr und sie werden immer gefährlicher. Irgendwann wird die Menschheit möglicherweise auf die ausgelaugten und vergifteten Ackerböden schauen und von Krankheitserregern dahingerafft werden, die sie selbst erschuf und nun nicht mehr bekämpfen kann. Dann ist fraglich, ob die menschliche Population tatsächlich die berechneten Größen erreicht.
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