Jäger schleift einen Golden Retriever fast zu Tode

Dass Jäger offensichtlich Menschen sind, denen nicht am Wohl anderer Lebewesen gelegen ist und die kein Mitgefühl mit anderen Lebewesen haben, habe ich in verschiedenen Beiträgen bereits angedeutet. Es scheint sogar so, dass viele Jäger große Freude am Töten haben und es für sie das höchste Glück auf Erden ist, ein Tier zu erschießen. Diese Einstellung geht auch sehr deutlich aus den Artikeln in den unzähligen Jagdzeitschriften hervor, die regelmäßig erscheinen und im Kiosk oder Zeitschriftenladen von jedem käuflich erworben werden können.
Ich kann diese Einstellung nicht nachvollziehen. Mich schmerzt es zu sehen, wie ein Tier leidet oder sein Leben verliert. Manch einem Jäger genügt es aber offenbar nicht einmal mehr, die Tiere einfach nur zu erschießen. So band jüngst ein Jäger einen Golden Retriever an sein Auto und schleifte das hilflose Tier quer durch den Ort.

Laut Aussage des Kreisjägermeister Walter Greff will der Jäger den Golden Retriever beim Wildern erwischt haben. Dann habe er offenbar versucht, den Hund an der Anhängerkupplung seines Autos zur Polizei zu bringen.
Ein Jäger sollte wissen, dass Golden Retriever ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden. Man setzte diese Hunde ein, um geschossene Vögel – auch aus dem Wasser – zu apportieren (engl.: to retrieve „zurückbringen“).
Jäger züchten sich die Hunde, um bequemer der Jagd nachgehen zu können. Sie schießen bequem nach eigenem Ermessen Tiere tot und die Hunde machen „die drecksarbeit“. Wenn dann ein solcher Hund den antrainierten und genetisch gefestigten Impulsen folgt, wird er von den Jägern, die seine Dienste sonst gerne in Anspruch nehmen, gequält. Das ist doch der reinste Irrsinn! Gerade als Jäger müsste der Mann über die Geschichte dieser Hunderasse informiert sein und zumindest Verständnis für das Verhalten des Hundes aufbringen. Er selbst kann sich nicht zurückhalten, wenn sich die Gelegenheit ergibt, ein Tier zu jagen. Von einem Hund der zur Jagd gezüchtet wurde, verlangt er es aber.

Kaum vorstellbar, dass Menschen, die so grausam sind, als „waffenrechtlich zuverlässig“ eingestuft werden und damit einen Waffenschein und Waffen besitzen dürfen. Andere Menschen dürfen nichteinmal eine Spielzugpistole in der Öffentlichkeit tragen, wenn diese einer echten Waffe zu ähnlich sieht und damit als Anscheinswaffe gewertet wird. Und solche Leute laufen mit einem geladenen Gewehr durch die Gegend. Wenn solche Menschen bei der Überprüfung für einen Waffenschein nicht aussortiert werden, dann frage ich mich was für einen miesen Charakter man haben muss, um tatsächlich keinen Waffenschein zu erhalten oder wie zuverlässig diese Prüfungen sind.

Weitere Informationen:
Jäger soll Hund fast zu Tode geschleift haben
Jäger schleift Hund fast zu Tode

Muss das Jagen Spaß machen?

Ein Lebewesen zu töten, um sich einen Teil seines Körpers als präparierte Trophäe an die Wand zu hängen, gehört wohl zu den perversesten Freizeitbeschäftigungen, denen ein Mensch nachgehen kann. Immerhin ist auch ein Teil der Jägerschaft dieser Meinung. So schreibt beispielsweise der Jäger Dr. Georg Fuchs, dass nicht die Trophäe der Grund für eine Jagd sein soll. Die Jagd nach immer prächtigeren Trophähen ist auch keineswegs so alt, wie die Jagd auf Tiere selbst. Dieser irrsinnige Trophäenkult wurde erst im Jahr 1930 begründet, als bei der Internationalen Jagdausstellung in Leipzig versucht wurde, die Trophäen mithilfe von errechneten Punktzahlen einzuordnen und vergleichbar zu machen. Um immer höhere Punktzahlen zu erreichen, begannen viele Jäger nun, gezielt Tiere zu töten, die vielversprechende Geweihe oder Gehörne trugen. Sie degradierten die Tiere damit zu bloßen „Trophäenträgern“.[1] (S. 34-37)
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Inkonsequenter Jugenschutz

Manche Filme oder Computerspiele sind durchaus sehr gewaltlastig. Um Kinder und Jugendliche vor dem Anblick von Gewaltszenen zu schützen, erhalten diese Artikel oftmals keine Jugendfreigabe. Haben Sie einmal versucht, beim Online-Versandhändler Amazon ein Produkt zu bestellen, die mit „Keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG“ gekennzeichnet sind? Dieser Artikel darf nur an die Person übergeben werden, welche die Bestellung aufgegeben hat, wie der entsprechenden Informationsseite bei Amazon zu entnehmen ist. Bei der Übergabe werden Identität und Volljährigkeit des Empfängers anhand eines Personalausweises oder Reisepasses überprüft. Ein Führerschein mag zwar genügen, um ein Auto in ein Geschoss zu verwandeln und mit 180 Kilometer pro Stunde über die Straßen zu jagen und das Leben zahlreicher Menschen zu gefährden. Ein solches Dokument genügt aber nicht, um sich ausreichend auszuweisen, einen Film ohne Jugendfreigabe anzunehmen. Damit aber nicht genug. Es ist außerdem unabdingbar, dass der Name auf dem Dokument absolut genau mit dem in der Lieferadresse angegebenen Namen übereinstimmt. Wenn im Ausweis von Herrn Mustermann der Name „Markus Mustermann“ eingetragen ist, dann darf in der Lieferadresse nicht „Herr Markus Mustermann“ stehen. Ja, der Schutz der Jugend vor Gewalt, hat in Deutschland einen hohen Stellenwert. Auch wenn Filme oder Computerspiele nur fiktive Werke sind, so möchte man den Nachwuchs möglichst davor bewahren. Und am besten auch die Erwachsenen, denn vor allem gewaltlastige Computerspiele werden normalerweise stark geschnitten, bevor sie in Deutschland für Erwachsene auf den Markt kommen.
Seltsamerweise hört der Schutz der Jugend aber plötzlich auf, wenn es darum geht, neue Soldaten für Kriegseinsätze in fernen Ländern zu rekrutieren. Da scheut die Bundeswehr auch nicht davor, an Schulen für Ihre Sache zu werben.
Aber nicht nur die Bundeswehr nimmt es mit dem Jugendschutz nicht so genau. Besonders befremdlich fand ich einen Artikel in einer Zeitschrift von und für Jäger. Im Magazin „Jäger“ wird ausdrücklich dafür plädiert, bereits kleine Kinder mit auf die Jagd zu nehmen, und sie ans Töten heranzuführen. „Gesellig mit Kindern Jagen“ geht das?[1] (S. 88-91)
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Unfälle mit Wildtieren

Hochsitz am Wegesrand
Jäger sind durchaus daran interessiert, den Bestand an Wildtieren in ihren Revieren möglichst hoch zu halten, um immer ausreichend Material zum Abschuss für das nächste unvergessliche Jagderlebnis zur Verfügung zu haben. Dadurch erhöht sich allerdings auch das Risiko von Fahrzeugunfällen mit einem Wildtier, das unvermittelt über die Straße läuft. Doch wer haftet nun bei einem Unfall und muss für den entstandenen Schaden aufkommen?
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Was für ein Geweih!

Es gibt die fünften Ranglisten – einmal für die zehn stärksten und einmal für die zehn abnormsten Rehbockgehörne. Unter den ersten Zehn bei den Kapitalen wiegt kein Gehörn mehr unter 550 Gramm – fünf prahlen sogar mit 600 Gramm und mehr![1] (S. 36)

Das sind die einleitenden Worte zu einer Rangliste in einer Jagdzeitschrift mit Fotografien von unzähligen Gehörnen. Und jetzt dürfen Sie lieber Leser darüber nachdenken, inwiefern das Gewicht oder die Ungewöhnlichkeit eines Geweihs oder das Prahlen damit, ausschlaggebend dafür sein kann, ob es aus ökologischer Sicht nötig ist, das Tier zu töten. Oder spielt das Ökosystem bei der Jagd nur eine untergeordnete Rolle? Vielleicht geht es ja mehr um den Jäger und eine Möglichkeit für ihn, sich zu präsentieren, als um die Natur.

Anmerkung:
Auch wenn in der zitierten Einleitung zur Rangliste ganz im Sinne der Jägersprache von Gehörnen gesprochen wird, handelt es sich um Geweihe. Der Unterschied kann hier nachgelesen werden: http://www.sammlungen.hu-berlin.de/dokumente/46747/. Mit solchen Feinheiten scheinen sich Jäger nicht abzugeben. Hauptsache groß und schwer!

Die Jagd: notwendiges Übel oder freudiger Zeitvertreib?

Dass wir dabei die Mehrheit der Bevölkerung auf unserer Seite haben, hat 2011 eine Umfrage des Bayerischen Jagdverbandes deutlich gemacht: 89 Prozent der Befragten waren davon überzeugt, dass Jäger die Natur schützen und lieben, 70 Prozent sprachen sich ohne Abstriche für den Erhalt der Jagd aus.[1] (S. 29)

Wenn tatsächlich ein großer Teil der Bevölkerung der Meinung ist, dass Jäger die Natur schützen und lieben, wie es der aktuellen Ausgabe einer Jagdzeitschrift zu entnehmen ist, dann fehlt es diesen Menschen möglicherweise an Informationen. Nicht die Natur steht bei der Jagd sehr häufig im Vordergrund, sondern Trophäen und der Spaß am Töten. Dies wird schon ersichtlich, wenn man eben diese Zeitschrift, aus der das Zitat stammt, genauer durchliest. Nachfolgend einige Zitate, die Aufschluss über die Intentionen der Jäger geben. Eine besondere Bedeutung kommt den Trophäen zu, die wesentliches Kriterium einer erfolgreichen Jagd zu sein scheinen und natürlich hat die persönlichen Freude am jagen und töten ein großes Gewicht.
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Ermordet und missbraucht

In Deutschland dürfen Jäger leider relativ freizügig von ihren Waffen Gebrauch machen, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass Jäger auch auf Haustiere schießen, selbst wenn es sich vermeiden ließe. So wurde in Grävenwiesbach (Hochtaunus) ein Rhodesian Ridgeback-Mix, der entlaufen war, wenige Meter von seinem Zuhause entfernt von einem Hobbyjäger erschossen, der die Leiche des Hundes dann auch noch als Köder missbrauchte, um Füchse anzulocken. Die Jäger in der Umgebung waren über den entlaufenen Hund informiert und die Jäger, der das Tier tötete hielt es nicht einmal für nötig, die Familie darüber zu informieren, dass er den Hund abgeschossen hat.
Der Jäger ließ sich, als er darauf angesprochen wurde, zu der Aussage hinreißen, dass es „sich doch nur um einen Hund handelt“. Das zeigt einmal, dass einige Jäger ein sehr gestörtes Verhältnis zum Leben an sich haben. Und solche Menschen können nicht nur Waffen kaufen, sondern erhalten auch noch eine Berechtigung, diese einzusetzen.


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Ermordet und missbraucht

Jäger und die Jagd

Früher hatte ich angenommen, das Jäger die Aufgabe haben, die Natur zu schützen und den Wildbestand zum Schutz der Natur zu regulieren. Beim Kontakt mit Jägern und beim Lesen von Berichten über Jäger und die Jagd, kamen mir allerdings zunehmend Zweifel und es zeigte sich immer deutlicher, dass Jäger häufig andere Motivationen haben. Der Spaß am Töten und das Gefühl von Macht scheint im Vordergrund zu stehen. Das ist zunächst eine These, die es noch zu überprüfen gilt. Für diese Annahme spricht jedoch, dass jagbare Tiere oftmals gezielt herangezüchtet und durch den Winter gebracht werden. Der hohe Bestand schädigt dann zwangsläufig den Wald und mit der Begründung den Schaden zu reduzieren, werden die Tiere dann durch die Jäger getötet, wie in folgender Reportage zu sehen ist:
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