Discounter-Ware im Bio-Laden

Wenn man bei einem Discounter einkauft, kann man nicht unbedingt erwarten, dass die Zulieferer danach ausgewählt werden, wie ökologisch verträglich die gelieferte Ware produziert wird. Hier zählt der niedrige Preis. Das gilt auch für die Lieferanten der Bio-Produkte. Der Kunde beim Discounter gibt für vermeintliche Bio-Produkte zwar durchaus gerne ein paar Cent mehr aus, aber gewiss nicht so viel, wie es kosten würde, wenn die Waren tatsächlich ökologisch verträglich und nachhaltig produziert werden würde. Wäre der Kunde bereit, diese Preise zu bezahlen, würde er vermutlich nicht beim Discounter einkaufen, der für niedrige Preise bekannt ist. Folglich unterscheiden sich die Produktionsbedingungen der Bioware, die in den Regalen der Discounter liegt, nicht nennenswert von den konventionellen Produkten. Eine Reportage der ARD bestätigt diese Vermutungen: Exclusiv im Ersten: Wie billig kann Bio sein?.

Beispiel Bio-Eier: Bei einem Blick hinter die Kulissen, entdecken die Reporter Produktionsbedingungen wie im konventionellen Bereich. Massentierhaltung nur eben mit Öko-Siegel. Bedingungen, die der Verbraucher so nicht erwartet und seinem Bio-Verständnis widersprechen.[1]

Quelle: ARD, Exclusiv
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Gift in der Nahrung

Haben Sie Bedenken bezüglich möglicher Gefahren, die von der Nahrung ausgeht? Nein? Warum auch. Wir leben ja nicht in der Dritten Welt, sondern in einem hoch entwickelten Industriestaat, in dem die Produkte ausführlich getestet werden. Verdorbene Ware, Krankheitserreger, Pestizide, Herbizide, Fungizide, Insektizide, Medikamente, Farbstoffe oder andere Chemikalien werden sicher nicht in gefährlich hoher Konzentration im Essen zu finden sein. Hier wird alles getestet und untersucht. Das was wir im Supermarkt kaufen können, ist zwar nicht unbedingt das gesündeste, was die Natur zu bieten hat und viele Produkte kann man nur mit viel Fantasie (wie sie bei den Marketing-Abteilungen allgegenwärtig ist) als „natürlich“ bezeichnen. Aber so wirklich schädlich wird das Essen aus dem Regal wohl kaum sein. Die Dosis, die wir an Schadstoffen durch die Nahrung einnehmen dürfte also völlig unbedenklich sein.
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Wie Marketingabteilungen und Anwaltskanzleien sich ergänzen

Je ungesünder die Produkte sind, die ein Konzern herstellt oder verkauft, um so mehr ist er in der Regel darauf bedacht, sich durch geschicktes Marketing ein gesundes Image zu verleihen. Fast-Food-Ketten genau so, wie die Hersteller von kohlensäurehaltigen-Zuckerwassergetränken oder Unternehmen, die süße Nuss-Nougat-Aufstriche herstellen. Sie alle sind meist nicht fern, wenn bei einer populären Sportveranstaltung Werbeplätze zu besetzen sind, über die man die schädlichen Produkte mit Sport und Gesundheit in Verbindung bringen kann. Internet-Auftritte und Werbung im Rundfunk zielen oftmals ebenfalls darauf ab, die Produkte in ein unverdient gutes Licht zu rücken. Es wird zwar nur selten direkt gelogen, aber im Allgemeinen werden die Aussagen so gewählt, dass man sie leicht im Sinne der Konzerne versteht. Das vorspiegeln von Tatsachen, die eigentlich nicht stimmen, ist in dieser Branche so üblich. Oder haben Sie schon einmal eine Werbung für ein Produkt gesehen, in der einfach nur ganz nüchtern die überprüfbaren Fakten wiedergegeben werden, ohne dass auf die ein oder andere Art mit sehr frei interpretierbaren positiven Andeutungen oder schönen Bildern angenehmen Emotionen geweckt wurden? Vermutlich nicht.
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Umweltschutz! Für wen?

Wir können Energie und Rohstoffe verbrauchen, so viel wir möchten und dabei der Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste schaden. Egal, wie häufig wir in unserem Leben mit dem Auto zum Bäcker fahren oder mit einem Flugzeug in den Urlaub fliegen, wir können noch so verschwenderisch leben und werden es dennoch kaum schaffen in der Zeit bis zum Ende unseres Lebens so viel Energie verschwendet und die Umwelt soweit zu ruinieren, dass wir nicht mehr gut auf diesen Planeten leben könnten. Natürlich hat der Rohstoffverbrauch möglicherweise über steigende Kosten einen negativen Effekt und die Umweltverschmutzung hat auch kleinere unangenehme Auswirkungen auf uns. Hier und da sind die Schadstoffkonzentrationen im Grundwasser etwas erhöht und so manch ein See ist nicht mehr zum baden geeignet. Immer wieder bilden sich Krankheitserreger, welche gegen wichtige Medikamente resistent geworden sind und die Gefahr eines radioaktiven Zwischenfalls in einem Kernkraftwerk ist nicht ganz unbegründet. Aber eigentlich geht es uns doch gut und im großen und ganzen wird sich in näherer Zukunft nichts daran ändern.
Und in kosmischen Maßstäben hat unser Handeln ohnehin keine nennenswerte Bedeutung. Wenn ein extrem massereicher Stern zu einem schwarzen Loch kollabiert, wird mitunter in wenigen Sekunden in Form eines Gammablitzes mehr Energie frei, als selbst die hiesige Sonne in Milliarden von Jahren freisetzt. Gegen die Energiemengen, die im Universum ständig umgesetzt werden, ist der Energieverbrauch der Menschen einfach lächerlich.
Aus dieser gänzlich egoistischen Sicht macht es eigentlich kaum Sinn, auf etwas zu verzichten, nur um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. So richtig schlimm trifft es eigentlich nur die vielen anderen Lebewesen: die Pflanzen und Tiere oder die Menschen in weit entfernten Ländern. Bis es hier so richtig schlimm wird, leben wir schon lange nicht mehr.
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Luftangriff auf einen Zoo

Tiere, die ihr kurzes Leben knietief im eigenen Kot verbringen – das ist perverser als ein Luftangriff auf einen Zoo. Aber der Luftangriff stört uns viel mehr. Warum eigentlich?[1]

Mit diesen treffenden Worten leitet Tim Neshitov einen lesenswerten Artikel ein, indem er sich mit dem fragwürdigen Umgang der Menschen mit den anderen Tieren auseinandersetzt:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/massentierhaltung-in-den-magen-aus-dem-sinn-1.1404711
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Gedanken über das Unrecht beim Töten anderer Lebewesen

Kühe auf der Wasserkuppe
Die meisten Menschen tun sich moralisch* schwer damit, andere Lebewesen zu verletzen oder gar zu töten, wenn sie einen persönlichen Bezug zu diesen haben, seien es Freunde, Verwandte oder Haustiere – und das ist auch gut so. Das heißt aber nicht, dass es moralisch* akzeptabel sein kann, ein anderes Lebewesen zu verletzen oder zu töten bzw. eine solche Handlung von Dritten durchführen zu lassen, nur weil man es nicht persönlich kennen.
Würde man beispielsweise das Tier, welches gerade geschlachtet und zu einem Steak verarbeitet wird, gut kennen und viel Zeit mit ihm verbracht haben, hätte man sicher kein Vergnügen, es am nächsten Tag beim Grillfest mit Senf und Ketchup zu verspeisen. Vielleicht denkt man bei jedem Bissen an die gutmütigen und neugierigen Blicke oder an die Freude des Tieres, wenn man es vor ein paar Tagen noch besucht hat. Gewiss würde es den meisten Menschen schwerfallen, das Tier auf dem Rost schmoren zu sehen, wenn sie wissen, wie sehr das liebenswürdige Wesen gelitten hat. Wie aber kann es dann eine Freude sein, ein Tier zu grillen, nur weil man es eben nicht kennt. Es ist dadurch doch kein anderes Lebewesen. Es kann sich dennoch freuen oder auch leiden.

* Moral: Eine Handlungsregelung, die für eine Gesellschaft, soziale Gruppe oder ein Individuum leitend ist.

Was steckt hinter der „Bauernhofkampagne“?

Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner startet eine Bauernhofkampagne. Sein Ziel ist es, so schreiben die Medien, jedem Grundschulkind in Bayern die Zusammenhänge zwischen Lebensmittelproduktion und der Natur aufzuzeigen. Dazu soll jeder Schüler zukünftig mindestens einen Tag auf einem Bauernhof verbringen.[1]
Hier stellt sich mir die Frage: Worum geht es wirklich? Denn die Verbindung zur Natur hält sich in der modernen industriellen „Lebensmittelproduktion“ in engen Grenzen.
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Warum löst widersprüchliches Verhalten keinen inneren Konflikt aus?

Es ist schon seltsam. Die wenigsten Menschen würden ein Tier quälen und sich daran erfreuen, wie es schreit und leidet. Ganz im Gegenteil, viele Menschen empfinden das Bedürfnis, einem verwundeten Tier zu helfen und seine Schmerzen zu lindern. Wenn sie das geschafft haben, fühlen sie sich gut.
Und auch die Umwelt möchten die meisten Menschen nicht zerstören. Da werden extra (vermeintlich) energiesparende Kompaktleuchtstofflampen gekauft. Es wird mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, um nicht das Auto nutzen zu müssen. Viele Unternehmen „leben“ davon, umweltfreundliche Produkte anzubieten und der CO2-neutrale Paketversand spricht so manch einen Kunden an.
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Antibiotikaeinsatz in der Lebensmittelproduktion

Huhn
Als wir vor einiger Zeit ein verletztes Huhn in eine Kleintierpraxis brachten, wurde das Tier mit einem Antibiotikum versorgt. Die Ärztin wies uns darauf hin, dass von diesem Huhn aufgrund des Medikamenteneinsatzes in den nächsten Wochen keine Eier verzehrt werden dürfen.

Das ist paradox. Wenn man in einem Supermarkt oder Discounter Eier kauft, muss man mittlerweile leider davon ausgehen, dass die Tiere ihr ganzes erbärmliches Leben lang mit verschiedensten Antibiotika gefüttert und getränkt werden, damit sie die Bedingungen, unter denen sie existieren, lange genug überleben, um rentabel zu sein. Das nimmt kaum jemand zur Kenntnis. Diese Tiere und deren Produkte werden konsumiert, als gäbe es die Massenmedikation nicht. Bekommt ein Huhn aber ausnahmsweise ein Medikament, sind seine Produkte für Wochen nicht mehr zum Verzehr geeignet.

Dabei veröffentlichte erst gestern wieder DER WESTEN einen Artikel, der auf den massenhaften Umgang mit Antibiotika in der heutigen Tierzucht hinweist:
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Obst und Gemüse in Parkanlagen

Schade, dass in öffentliche Grünanlagen nur Zierpflanzen kultiviert werden. Wäre es nicht schön, es gäbe in den Parks der Städte Apfel-, Kirsch-, und Birnenbäume, von denen sich jeder Früchte pflücken darf? Wäre es nicht schön, wenn am Wegesrand zwischen den schönen Zierpflanzen auch Himbeeren oder Brombeeren wachsen würden, von denen man unterwegs naschen kann?

Süße Alternativen

Zucker, der süße Stoff

Der Konsum von Zucker (Saccharose) kann verschiedene unerwünschte Folgen nach sich ziehen. Bereits im Mundraum wandeln Bakterien (Streptokokkenarten) die Kohlenhydrate in der Nahrung zu organischen Säuren um. Die Säuren lösen dann die vorhandenen Mineralien aus den Zähnen und es bildet sich Karies, der immer tiefer in den Zahn vordringt und ihn mit der Zeit zerstört.
Der Körper von Menschen, die an einer Form des Diabetes erkrankt sind, produziert weniger oder gar kein Insulien, bzw. entwickelte eine Insulin-Resistenz. Dieses Hormon transportiert den über die Nahrung aufgenommenen Zucker in die Zellen, wo er verwertet wird. Je kohlenhydratreicher die Nahrung, desto so mehr Insulin wird benötigt, um den ansteigenden Blutzuckerspiegel wieder zu senken. Fehlt das Insulin, staut sich der Zucker im Blut. Diabetiker müssen also stark darauf achten, den Zuckerkonsum in engen Grenzen zu halten, damit der Blutzuckerspiegel nicht zu stark ansteigt.
Zucker wird auch in Verbindung mit Übergewicht gebracht, wobei zu bedenken ist, dass Zucker normalerweise sehr schnell abgebaut und verwertet wird. Folglich wird man durch Zucker nicht direkt dick. Wenn dem Körper aber ausreichend Zucker zur Verfügung steht, muss er die Fettreserven nicht zur Energiegewinnung nutzen und kann das Polster vielleicht sogar für schlechte Zeiten weiter ausbauen. Indirekt kann Zucker also durchaus zur erfolgreichen Umfangserweiterung beitragen.
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Aromatischer Badezusatz zum Süßen des Tees

Stevia
Stevia
Zucker ist eigentlich ein Krankmacher und kein Lebensmittel. In der Nahrung hat Zucker somit nichts zu suchen, schließlich dient die Nahrung dem Erhalt des Lebens. Krankheit steht dem diametral gegenüber. Seit einiger Zeit verwende ich deshalb kein Zucker mehr, sondern einen aromatischen Badezusatz, um meinen Tee zu süßen. Der Badezusatz ist – im Gegensatz zum Zucker – kalorienfrei und verursacht kein Karies. Außerdem ist er für Diabetiker geeignet.[1] Das Volk der Guaraní verwendet seit Jahrhunderten diesen Badezusatz um damit den Mate-Tee zu süßen. Der süße Badezusatz solle herzstärkend wirken und zudem noch gut gegen Sodbrennen, Bluthochdruck und Übergewicht sein.[2]
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Stevia – eine süße Pflanze

Stevia Rebaudiana
Stevia rebaudiana
Foto: Ethel Aardvark[1]
Im Artikel Kritik statt Lösungsvorschläge schrieb ich am 25. Februar 2009, dass das seit Jahrhunderten bekannte Süßkraut (Stevia rebaudiana) als gesunder Ersatz für Zucker dienen könnte.
Trotz nachgewiesener hervorragender Eigenschaften darf die Pflanze in Europa nicht als Nahrungsmittel verwendet werden. Stevia fällt unter die strenge Novel-Food-Verordnung, nach der Importeure die Unbedenklichkeit ihrer Produkte nachweisen müssen. Das ist zu teuer, so dass potentielle Importeure den Nachweis nicht erbringen können. Von Seiten der EU ist kaum Unterstützung zu erwarten: Seit mehr als zehn Jahre prüfen Lebensmittelkontrolleure in Europa nun die Pflanze ohne abschließendes Resultat. Wenn man bedenkt, dass Zigarette, die nachweislich ungesund und schädlich sind, legal verkauft werden dürfen, dann scheint es hier nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Es ist also nicht möglich, den schädlichen Zucker in unseren Lebensmitteln zu ersetzen, weil dem Interessen mächtiger Verbände entgegenstehen.[2]
Nun werden sich die Dinge möglicherweise ändern und Stevia zukünftig für immer mehr Menschen ein Begriff sein.
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