Monopoly mit Zinsen

Kaufen, kaufen, kaufen

Sie planen in den nächsten Jahren mehrere Grundstücke zu kaufen, um darauf Häuser und Hotels zu bauen. Dafür leihen Sie sich bei der Bank etwas Geld – sagen wir 20.000 Euro zu günstigen 5 Prozent Zinsen. Auch andere Leute haben solche Pläne und leihen sich entsprechend Geld. Dann ziehen Sie los und kaufen Grundstücke. Die Tage gehen ins Land uns bald neigt sich nicht nur das Jahr, sondern auch Ihr Geld so langsam dem Ende zu. Aber da Sie noch hohe Ziele haben, leihen Sie sich erneut Geld. Diesmal 4.000 Euro. Wiederum zu einem Zinssatz von 5 Prozent. Die Bank gibt Ihnen das Geld gerne, schließlich ist ihr nicht verborgen geblieben, dass Sie mittlerweile Grundstücke haben, die der Bank als Sicherheit genügen.
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Staatsbürgschaft für Luxusliner

Laut der Zeitschrift Focus ist seitens der Bundesregierung geplant, Bürgschaften über 1,6 Milliarden Euro für den Bau zweier luxeriöser Kreuzfahrtschiffe zu übernehmen.[1] Der Auftragswert pro Schiff beträgt 600 Millionen Euro, macht insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Warum die Bürgschaft so hoch ist, dass man fast noch ein dritte Schiff davon bauen kann, ist mir rätselhaft. Ebenso wie die Begründung. Natürlich möchte man nicht zusehen, wie ein Auftrag an ein anderes unternehmen vergeben wird. Ob aber der Auftrag tatsächlich so lukrativ ist, wie behauptet, wage ich zu bezweifeln. Ein großer Teil der Kosten für das Schiff wird für das Material aufgewendet werden müssen. Deutschland ist bekanntlich nicht sehr reich an Rohstoffen, folglich wird dieses Geld direkt ins Ausland abfließen um die nötigen Materialien einzukaufen. Maschinen, Elektronik und Ausstattung der Schiffe wird gewiss ebenfalls von anderen Teilen der Welt stammen. Auch dafür ist das Geld schnell über die Grenze. Die wahrscheinlich nicht unerheblichen Gewinne der Werft werden dann vermutlich auf den Konten der Vorstände und vielleicht auch der Investoren verschwinden. Auch das Geld ist für die Allgemeinheit verloren. Lediglich der Lohn für die Werftarbeiter ist der Allgemeinheit tatsächlich von Nutzen. Die Mitarbeiter werden nämlich einen großen Teil ihres Einkommens wieder ausgeben müssen, um das Leben zu bestreiten. So ist zumindest dieses Geld im Land in Umlauf und kann zum Handeln genutzt werden.
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Demokratie ist die Herrschaft einer äußerst begrenzten Gruppe

Es ging um die Festlegung konkreter Zahlen zur CO2-Einsparung, über die bei der 15. Klimakonferenz in Kopenhagen zwischen mehr als 190 Staaten verhandelt werden sollte. Heraus kam ein mageres Kompromisspapier ohne konkrete Einsparungsziele, wie der Spiegel berichtete.[1]

Versehentlich aufgenommene Tonaufzeichnungen dokumentieren Gespräche der 25 wichtigsten Staatsoberhäupter, die nach den offiziellen Verhandlungen noch in einem kleinen Besprechungsraum zusammen saßen.

Nach einiger Zeit meldet sich der indische Vertreter zu Wort und stellt klar, dass Indien nicht bereit ist, über konkrete Zahlen zu verhandeln. Die Zahlen sollen zunächst in Gruppen erarbeitet und bei der nächsten Konferenz in Mexiko diskutiert werden.

Ich schlage also im Namen Indiens die Formulierung vor: Die Arbeit sollte in angemessener Form als Diskussionsgrundlage bei der 16. Klimakonferenz präsentiert werden.
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Jeder gegen jeden

Nicht nur, dass das vorherrschende Finanzsystem den meisten Menschen auf der Welt unermesslichen Schaden zufügt, nun werden die Bevölkerungen der verschiedenen Ländern auch noch gegeneinander aufgehetzt. Die Griechen gegen die Deutschen, die Deutschen gegen die Griechen.
Die Damen und Herren der Finanzelite, die Profiteure des Systems, werden sich ins Fäustchen lachen – schließlich sind sie fein raus, wenn die Menschen damit beschäftigt sind, sich untereinander die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

Mit Tränengas gegen den eigenen Wohlstand

Die Griechische Polizei hat ein beachtliches Pflichtbewusstsein.

Aufgrund der desolaten Finanzlage des Landes sollen Beschäftigte des öffentlichen Sektors auf das 13. und 14. Monatsgehalt verzichten, gleichzeitig sollen die Gehälter für drei Jahre eingefroren werden, Rentner müssen mit Kürzungen rechnen und die Steuern auf nahezu alle Produkte sollen steigen – zum Teil um bis zu 10 Prozent.[1]
Die Griechen sollen also, um das angeschlagene und dem Untergang geweihte Finanzsystem vorübergehend zu bewahren, herbe Einschnitte ihres Lebensstandards hinnehmen. Naheliegenderweise fehlt vielen Helenen dafür das Verständnis und sie gehen auf die Straße und demonstrieren gegen die Machenschaften der Politiker, die dem Finanzkapital näher stehen als der Bevölkerung, die sie eigentlich vertreten sollten.
Eine Ausnahme bilden allerdings die griechischen Polizisten. Sie kämpfen unter Einsatz von Tränengas DAFÜR, dass ihnen zwei Monatsgehälter gestrichen werden, sie mehr Geld für das Benzin zahlen müssen um zu ihrer Arbeit zu kommen und der Einkauf ihrer Lebensmittel immer teurer wird. Vorausschauend wie sie sind, kämpfen sie auch gleich dafür, dass ihre zukünftigen Renten gekürzt werden.[1]

Tränengas auf Athens Straßen
Das Sparprogramm der eigenen Regierung treibt die Griechen zu Protesten. Vor dem Finanzministerium kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten.[2]

Quelle: Die Zeit

Die Polizei bekämpft tatsächlich diejenigen, die für die Gehälter der Polizisten und den Wohlstand ihrer Familien eintreten. Das ist eine Loyalität, die ihresgleichen sucht. Vermutlich würden diese Polizisten auch noch ihrem Henker helfen, den Galgen vorzubereiten.
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Steuerbefreiung für die Reichen

Während der normale Bürger mit immer neuen Steuern überrascht wird, werden die vermögenden Vertreter der menschlichen Erdenbewohner nach besten Möglichkeiten vor Abgaben, die der Allgmemeinheit zu gute kämen könnten, verschont. So befreite das Finanzgericht Firmenjets von der Mineralölsteuer. Der ehemalige Hartz-4-Empäfanger, der 100 km entfernt von seinem Wohnort einen Job vermittelt bekommen hat, muss jeden Tag Sprit kaufen und dafür Steuern bezahlen um die Strecke von 200 km bewältigen zu können. Der Manager, der mal eben 2000 km zu einer kurzen Sitzung mit gemeinsamen Abendessen jettet, um die Kosten für eine Telefonkonferenz zu sparen, wird dafür von der Mineralölsteuer befreit – um es einmal überspitzt zu formulieren.

Klare Worte von Nigel Farage

Kennen Sie Herman Van Rompuy? Er ist der Präsident des Europäischen Rates. Kennen Sie den Europäischen Rat? Er ist das Gremium der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union und dient dazu, die entscheidenden Kompromisse zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten zu finden und Impulse für die weitere Entwicklung der Union zu setzen. Neben dem Rat der Europäischen Union (auch Ministerrat genannt), bildet der Europäische Rat die zweite wichtige intergouvernementale (Regierungszusammenarbeit zwischen Staaten) Institution der Europäischen Union.[1] Der Präsident wird vom Europäischen Rat für eine Amtszeit von zweieinhalb Jahren gewählt. Der Präsident des Europäischen Rates ist eine Position innerhalb des Institutionengefüges der Europäischen Union, die durch den Vertrag von Lissabon geschaffen wurde.[2] Vielleicht erinnern Sie sich: Der Vertrag von Lissabon (ursprünglich Verfassungsvertrag, dann Reformvertrag genannt) wurde von der Bevölkerung mehrmals abgelehnt und hätte somit niemals Rechtskraft erlangen können. Aber was zählt schon die Meinung des Volkes? Nun erlangte der Vertrag auf abenteuerliche und gänzlich undemokratische Weise doch noch Gültigkeit, wenn auch ohne Zustimmung der Bevölkerung. Genau so wenig, wie die Meinung der Menschen bei den Grundfragen zur Europäischen Union von Bedeutung war, ist sie nun bei den Regierungsangelegenheiten von Bedeutung. Dabei betreffen die Entscheidungen dieser Politiker, alle Menschen im Land. Jeder muss sich dem Willen dieser Politiker beugen, kann deren Entscheidungen jedoch nicht beeinflussen. Die Politiker vertreten nicht mehr die Menschen im Land … in den Ländern, sondern beherrschen sie.
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Auf dem Weg zur Weltdiktatur

Die Nachrichten:

  • Olympische Winterspiele eröffnet, ein Bobfahrer trug die deutsche Fahne.
  • Gedenken an toten georgischen Rennrodler
  • Offensive gegen (radikal islamische!) Taliban
  • Gedenken an Opfer der Bombennacht in Dresden vor 65 Jahren
  • Busunglück bei Dessau

Das sind die Themen, die bei ARD als wichtig empfunden werden und in der 100-Sekunden-Nachrichtenzusammenfassung der Tagesschau angesprochen wurden.
Und da man bei der GEZ für ein Vielfältiges Programm bezahlt, gibt es auch Vielfalt. Die 100-Sekunden-Zusammenfassung der heute-Nachrichten bei ZDF haben ganz andere Themen. Na gut, ein paar andere Themen. Genau genommen, gab es da 1 anderes Thema:
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Klimagipfel und der Climategate-Skandal

Der Klimagipfel in Kopenhagen ist eine Veranstaltung für auserwählte Leute, die gerne von sich behaupten, ganz selbstlos die Welt retten zu wollen. Allerdings beschränkt sich das Weltbild dieses Gesindels auf die Industrie, die Wirtschaft und das Finanzsystem. Kohlendioxid, ein Gas, welches für Pflanzen lebensnotwendig ist und in der Atmosphäre gerade mal einen Anteil von 0,034 Prozent hat[1], sorgt angeblich in den nächsten Jahrzehnten für einen übermäßig großen Anstieg der Durchschnittstemperatur auf der Erde. Nun gut, Klimaschwankungen sind in der Erdgeschichte eigentlich normal. Zumindest bislang. Da nun aber der Mensch das Sagen im Universum hat, werden Fisimatenten des Klimas nicht mehr geduldet. Schon gar nicht eine Temperaturveränderung. Da der Schuldige, das Kohlendioxid auch schon gefunden wurde, kann man in großen Aktionismus verfallen und die Eindämmung dieses Gases erzwingen. Das geht ganz einfach: Wer Kohlendioxid in die Luft bläst muss dafür bezahlen. Leider, leider … entstammt der Großteil des Kohlendioxids in der Atmosphäre natürlichen Quellen, wie etwa Vulkanen. Die weigern sich noch, zu bezahlen und es gelingt auch mit Erpressung nicht, einen Vulkan zu zwingen, einen Kredit aufzunehmen, um seine Ausstöße zu finanzieren. Aber es gibt ja noch die Menschen. Die sind weniger standhaft, als ein Vulkan und zahlen zumindest ihren Anteil bereitwillig. Das ist für den Anfang schon mal nicht schlecht. Vielleicht finden sich später ja sogar Leute, die die Abgaspartnerschaft für einen Vulkan übernehmen und für ihn bezahlen.
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Fürchte Dich nicht

In einer kompakten Zusammenfassung der angsteinflößenden Lügen über das Klima, Pandemien und 2012 appelliert Jo Conrad an die Liebe in den Menschen und sich nicht von Ängsten manipulierbar machen zu lassen.



Update (28.03.2010):

Das Video hatte ich eingebunden, da die Aussagen in diesem Beitrag durchaus ihre Berechtigung haben. Menschen, die Angst haben, lassen sich leicht kontrollieren. Nach einem Leserhinweis darauf aufmerksam geworden, muss ich mich jedoch von anderen Ideen und Einstellungen von Jo Conrad distanzieren. Das angeblich beispielsweise Drachenmenschen aus einer anderen Dimension (Dracos) die Welt regieren, geht dann doch etwas weit.

9,5 Thesen gegen Wachstumszwang durch Zinsen

Die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher. Der Leistungsdruck steigt permanent und die Sozialleistungen werden nach und nach abgebaut. Bildungssysteme, Infrastruktur und das Gesundheitssystem werden privatisiert und in einen leistungs- und profitorientierten Wettbewerb gebracht. Arbeitsplätze werden unsicherer und vom Bruttolohn bleibt immer weniger Netto übrig. Die Antriebsfeder für diese negative Entwicklung ist im Geldsystem zu finden: Durch Zins und Zinseszins wachsen die Geldvermögen auf der ganzen Welt in Höhe der Zinsen. Die Vermögenszinsen werden seitens der Banken gewöhnlich durch die Zinsen auf Kredite finanziert, was zur Folge hat dass die Banken gezwungen sind Kredite zu vergeben – folglich müssen sich immer mehr Menschen verschulden. Das Geld zum tilgen der Schulden und der Zinsen der Kredite müssen die Schuldner anschließend wieder erwirtschaften.
Anders formuliert: Die Vermögen wachsen durch Zinsen. Die gestiegenen Vermögen bringen noch mehr Zinsen ein. Die Vermögenszinsen werden von den Banken über Kredite finanziert. Aufgrund der steigenden Vermögen und damit steigender Vermögenszinsen müssen immer größere Kredite vergeben werden. Das Geld für die Kredite muss der Kreditnehmer erwirtschaften. Das wiederum hat zur Folge, dass die Wirtschaft äquivalent zu den Vermögenszinsen wachsen muss. Die Vermögenszuwächse einer kleinen Gruppe von Menschen muss also von der Allgemeinheit erwirtschaftet werden. Ein klassisches Schneeballsystem, das am Ende zusammenbrechen muss, wenn keine geeigneten Nachschuldner mehr gefunden werden können.
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Das Handelsimperium der Fugger

Wappen: Fugger von der Lili
Fugger von der Lilie[1]
Die Fugger sind eine seit 1367 in Augsburg ansässige Kaufmannsfamilie. Die noch heute bestehende Linie „Fugger von der Lilie“ erlangte durch die Fuggerische Handelsgesellschaft Weltgeltung. Eine besondere Rolle kommt Jakob II., Sohn von Jakob I. zu, der die Weltstellung und das Vermögen des Hauses schuf.[2] So wird Jakob II. auch Jakob „der Reiche“ genannt und noch heute werden sein besonderes Leben und seine Taten gewürdigt. Zum 550. Geburtstag Jakob Fuggers gedachte Bischof Walter Mixa dem bedeutendsten Kaufmann Europas und der Verleger Hubert Burda skizzierte das Leben und den Aufstieg des Urkapitalisten, sowie dessen Einfluss auf Päpste und Kaiser. Besonders stolz auf den berühmten Vorfahren Jakob II. „der Reiche“ ist auch die heute lebende Familie Fugger, die ihn als verantwortungsbewussten Wirtschafter bezeichnet, der ein soziales Gewissen hatte und für die Stadt Augsburg viel leistete. Er holte nicht nur die Kunst der Renaissance über die Alpen nach Augsburg, sondern gründete auch die Fuggerei, die ältest Sozialsiedlung der Welt, in der sozialschwache Menschen für rund einen Euro im Jahr (zuzüglich Nebenkosten) leben können.[3]
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