Resistente Krankheitserreger

Auf die Gefahren der übermäßigen Medikamentenabgabe in der Tierhaltung habe ich bereits im Mai 2011 in dem Artikel „Der Stall, die Ursache allen Übels?“ hingewiesen. Da in der modernen Massentierhaltung sehr viele Tiere unter schlechten hygienischen Bedingungen auf engem Raum zusammenleben, breiten sich Krankheiten entsprechend schnell aus. Hinzu kommt, dass die Tiere in der heutigen Turbo-Mast sehr wahrscheinlich keine zuverlässigen Resistenzen gegen Krankheitserreger aufbauen können. Um schwere Krankheitsausbrüche zu verhindern, müssen deshalb große Mengen an Antibiokika verabreicht werden, die dann durch die Fleischprodukte auf dem Essteller oder durch die Entsorgung der Gülle auf den Feldern im Grundwasser landen. Sowohl in den Ställen als auch in der Umwelt bilden sich in der Folge verstärkt Krankheitserreger, die gegen viele Antibiotika resistent sind. Immer mehr Medikamente verlieren ihre Wirkung und können nicht mehr zur Behandung eingesetzt werden, wenn es tatsächlich nötig ist. Bestätigt werden diese Vermutungen auch von wissenschaftlicher Seite:

Bisher ging man davon aus, dass die Resistenzen in erster Linie eine Folge von übermäßiger und unsachgemäßer Vergabe von Antibiotika an den Menschen sei. Die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie hat deshalb die Initiative „Zündstoff Antibiotika-Resistenz“ gegründet. Mit dem Ziel, Patienten zu sensibilisieren und den Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin zu reduzieren.
[..] Auch Tierärzte sollten dies beachten. Denn in den Mastanlagen ist das Problem identisch.[1]

Quelle: Der Spiegel

Ein ausführlicher Artikel zu dem Thema kann beim Spiegel nachgelesen werden: Risiko Antibiotika – Resistente Superkeime erobern die Umwelt


Literaturverzeichnis:
[1]
Resistente Superkeime erobern die Umwelt; Torsten Mehltretter; http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,791818-2,00.html; 15.10.2011

Eine Antwort auf „Resistente Krankheitserreger“

Kommentare sind geschlossen.