Regenerative Energie und das Finanzsystem

Die Stromgewinnung aus sogenannten regenerativen Energien hat einen entscheidenden Nachteil gegenüber der Verwendung atomarer und fossiler Energieträger: Der Wind weht jedes Jahr in etwa gleich und auch die Flüsse führen immer ähnliche Mengen an Wasser. Vielleicht mal mehr und mal weniger, aber gewöhnlich nimmt die Menge nicht jedes Jahr um einen bestimmten Betrag ab. Und man kann die Menschen auch nicht glaubend machen, dass es so sei, denn jeder kann den Wasserpegel eines Flusses seiner Wahl selbst beobachten. Das bedeutet, dass es nicht möglich ist, die Energiepreise regelmäßig zu erhöhen und dafür die schwieriger werdenden Produktionsbedingungen aufgrund der Abnahme des Rohstoffes anzuführen. Die Preise müssten naheliegenderweise gleich bleiben. Für den Kunden wäre das sicherlich eine schöne Sache. Aber um das Wohlbefinden der Kunden geht es in diesem Geschäft nicht. Es geht darum, den Umsatz zu steigern. Das Geldsystem, auf dem die gesamte Wirtschaft aufbaut, erzwingt schließlich durch Zins und Zinseszins ein exponentielles Wachstum. Dies kann jeder selbstständig nachrechnen, der ein wenig aufgepasst hat, als in der Schule Zinsrechnung durchgenommen wurde.
In diesem Geldsystem ist die Nutzung regenerativer Energien nicht wirtschaftlich. Damit der Umstieg auf weniger schädliche Produktionsweisen funktionieren kann, ohne in einem Finanzdesaster zu enden, müsste zunächst die Basis geschaffen und ein Geldsystem eingerichtet werden, das kein exponentielles Wachstum erzwingt. Erst dann kann der Mensch zu einer nachhaltigen Lebensweise übergehen. Leider wird es noch lange dauern, bis ein solches Erkennen und Umdenken stattfinden wird.

2 Antworten auf „Regenerative Energie und das Finanzsystem“

    1. Auch wenn die Frage nach dem Facebook-Like-Button von einem Spambot kommt, so möchte ich sie an dieser Stelle beantworten, da es zu diesem Unternehmen einiges zu erzählen gibt.

      Einen Facebook-Like-Button gibt es in diesem Blog tatsächlich nicht. Ich hatte zwar darüber nachgedacht, mich aber bewusst dagegen entschieden. Facebook ist ein Unternehmen, das großen (finanziellen) Nutzen aus der Sammlung und Auswertung persönlicher Daten vieler Millionen Menschen zieht. Ein großer Teil der Datensätze stammt aus freiwilligen (und mitunter leichtsinnigen) Angaben der betroffenen Person selbst. Das Unternehmen weiß aber auch sehr viel über Menschen, die nicht bei Facebook angemeldet sind und dort selbst keine Angaben machen. Das Mittel hierfür ist der sogenannte „Freundefinder“, mit dem das Unternehmen Einblicke in die Adresslisten der Mitglieder erhalten kann und dadurch auch an die Daten derer kommt, die eventuell nicht damit einverstanden sind. Dies ist eine überaus bedenkliche Praxis.

      Auch der Like-Button dient dazu, das Surfverhalten der Menschen zu beobachten. Dies ist gegebenenfalls selbst dann möglich, wenn der Benutzer den Button nicht einmal verwendet (Wobei ich diese Vermutung noch nicht genau überprüft habe. Ein Blick auf die Scripte zum Einbinden zeigt aber, dass Facebookinhalte ohne Kenntnis des Besuchers der Seite im Hintergrund aufgerufen werden.).

      Was mit den gesammelten Daten geschieht, kann man nicht sicher sagen. Das Unternehmen wird natürlich versuchen, die Informationen gewinnbringend zu verwenden. Das hat möglicherweise zunächst keine problematischen Auswirkungen. Aber Facebook kann die Daten theoretisch beliebig lange vorhalten. Der Datenschutz genießt in den USA ist bereits heute keinen sonderlich hohen Stellenwert. Was in fünf oder zehn Jahren sein wird und wie die gesammelten Informationen dann verwendet werden, weiß niemand. Vielleicht ist dann eine Regierung an der Macht, welche die Datenbankeinträge zur Verfolgung unliebsamer Bürger verwendet.

      Hinzu kommt, dass einzelne Informationen in den Händen eines Unternehmens zunächst relativ ungefährlich sind. Damit kann das Unternehmen wenig anfangen. Hat ein Unternehmen aber irgendwann Zugriff auf sehr große Datenmengen, kann es diese (automatisch) verknüpfen und daraus weitere Informationen gewinnen. Dies nennt man „Data Mining“. Weiß Person A beispielsweise, dass Person B einen Hammer im Baumarkt gekauft hat, bringen die Informationen wenig. Wahrscheinlich möchte Person B ein Bild aufhängen oder eine lose Diele befestigen. Vielleicht hat Person B aber zeitnah Verbände und Pflaster in zwei Apotheken gekauft. Eine Information, die für sich alleine gesehen, wenig Aufschluss über die Verwendung des Verbandsmaterials gibt. Verknüpft man die Daten der beiden Einkäufe aber, kann man daraus schließen, dass Person B sich bei der Arbeit mit einem Hammer die Finger platt gehauen hat. Das ist natürlich etwas sehr persönliches geht eigentlich niemanden etwas an.
      Es ist möglich, durch die Verknüpfung von Daten zusätzliche Informationen zu gewinnen, die eigentlich nicht in den gesammelten Datensätzen enthalten sind. Das alleine ist schon kritisch zu bewerten. Erschwerend kommt hinzu, dass man nicht sagen kann, ob die gebildeten Schlussfolgerungen überhaupt korrekt sind. Die automatischen Verknüpfungen können falsch sein. Eventuell wird dann jemand eines Verbrechens verdächtigt, der eine Axt und einen Müllsack gekauft hat. Dabei wollte er möglicherweise nur einen kleinen Baum in seinem Garten fällen und den Grünschnitt im Sack zur Sammelstelle fahren.

      Es wird deutlich, dass die Intentionen von Facebook den Aussagen dieses Blogs diametral gegenüberstehen. Facebook ist ein Wirtschaftsunternehmen und möchte möglichst viel über jeden Menschen wissen um die Informationen zum eigenen Nutzen anwenden zu können. Die persönlichen Belange anderer spielen keine Rolle. Wichtig ist nur die Rendite. In diesem Blog steht die Freiheit und Privatsphäre der Lebewesen im Vordergrund. Jeder sollte ohne ständige Überwachung selbstbestimmt leben und seine Meinung kundtun können, ohne befürchten zu müssen, dass sein Verhalten auf dieser Erde protokolliert und analysiert wird. Wobei die Freiheit des einen natürlich dort aufhört, wo die Freiheit des anderen beginnt.

      Der Like-Button birgt im übrigen auch ein nicht unerhebliches juristisches Problem. Mit diesem Button werden personenbezogene Daten weitergegeben, was eigentlich – auch wenn sich wohl niemand daran hält – eine Einwilligung durch den Benutzer erfordert.

      Quellen:
      http://www.focus.de/digital/computer/chip-exklusiv/tid-20929/datensammlung-von-facebook-umzingelt_aid_587640.html
      http://computer.t-online.de/facebook-freundefinder-sammelt-e-mail-adressen/id_44263780/index
      http://www.datenschutzberatung.org/tag/surfverhalten/

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