Ohne Alkohol kein Sport

Wenn man ein Stadion aufsucht, um einem Fußball-Wettbewerb beizuwohnen, muss man sich an die dortigen Regeln und die Hausordnung halten, andernfalls droht ein Hausverbot. Wenn man ein fremdes Land bereist, muss man sich an die dortigen Gesetze und Übereinkünfte zu halten. Ein rücksichtsvolles Verhalten gebietet schon die Höflichkeit. Den verantwortlichen des Fußballverbandes FIFA mangelt es offensichtlich an Respekt anderen Menschen und Kulturen gegenüber. Sie respektieren scheinbar nicht die lokalen Gesetze und auch nicht die Regeln in den Fußballstadien, die sie für ihre Veranstaltungen nutzen möchten.
Rauschmittel und sonstige Drogen gehören sind im Rahmen sportlicher Aktivitäten eigentlich nicht nötig, ja oftmals sogar kontraproduktiv. Sie betäuben die Sinne und führen zu unkontrolliertem Verhalten. Dennoch ist Bier ein wichtiges Element beim Fußball. Der blonde Gerstensaft ist sogar so wichtig, dass die FIFA ein Alkoholverbot in den brasilianischen Stadien nicht akzeptiert.

Jetzt ist die FIFA sauer: „Der Alkohol ist Teil der FIFA-WM. Darüber verhandeln wir nicht. Das WM-Gesetz muss eine Bestimmung enthalten, wonach wir das Recht haben, Bier zu verkaufen, keine „Caipirinha“, sondern nur Bier“, betonte sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke in Rio de Janeiro.
Die FIFA habe schon viele Zugeständnisse bei den Verhandlungen rund um das WM-Rahmengesetz gemacht. Aber bei der Forderung nach Bierverkauf in den Stadien durch den WM-Sponsor Budweiser werde es keine Abstriche geben.[1]

Quelle: T-Online

An solchen Aussagen sieht man erneut, worum es bei modernen Sportveranstaltungen tatsächlich geht: Nicht um ein spannendes Kräftemessen, sondern um wirtschaftliche Gewinne. Da setzt man sich auch gerne über bestehende Gesetze hinweg (die vermutlich der Sicherheit dienen) und verhält sich selbst als Gast so, wie man es bei seinen Gästen nicht dulden würde. Die Spieler, die eigentlich der Mittelpunkt einer Sportveranstaltung sind, werden zu (überbezahlten) Powsenclowns degradiert, die das Rahmenprogramm bieten, um zahlungskräftiges Publikum anzulocken, das dann finanziell ausgebeutet werden kann und das vor allem Werbung konsumiert um auch noch auf lange Sicht zum Konsum verführt zu werden. Ganz nebenbei sollen Produkte, die der FIFA keine Gewinne bringen, wie z.B. Caipirinha, verbannt werden. So viel Freiheit gesteht man den schaulustigen Zuschauern nicht zu. Sie sollen einfach Produkte der FIFA-Partner konsumieren und Werbung der FIFA-Partner betrachten. Mehr nicht!


Literaturverzeichnis:
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