Lohnt es sich, wählen zu gehen?

Wir sollen wählen gehen. Wer nicht wählt, ist schuld, wenn die Welt „den Bach runter geht“. So oder so ähnlich werden die Nichtwähler diffamiert. Wen aber soll man wählen? Wie weiß der potentielle Wähler, wer nach der Wahl seine Interessen vertritt? Die wenigen Informationen, die wir erhalten, sind eigentlich zu spärlich, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Die wirklichen Interessen der Mächtigen werden nur hinter verschlossenen Türen besprochen, wie etwa bei den Bilderberg-Konferenzen. Die Öffentlichkeit bleibt generell außen vor, wenn es um die essentiellen Fakten geht. Und wie sich immer wieder herausstellt, sind die wenigen Informationen, die wir erhalten nicht das Wahlplakat wert, auf dem sie stehen.
Nicht nur, dass mehr als 15 Prozent der Zweitstimmen der aktuellen Bundestagswahl wertlos geworden sind und keinen nennenswerten Einfluss auf die zukünftige Politik haben, weil die gewählten Parteien an der 5-Prozent-Hürde gescheitert sind[1], die zählenden Stimmen werden ad absurdum geführt, weil die Politiker sich nicht verpflichtet fühlen, das einzuhalten, was sie zuvor kommuniziert haben:

Keine Steuererhöhungen! So lautete der Wahlkampfschlager der Union. Doch auf der Suche nach einem Koalitionspartner macht die CDU erste Lockerungsübungen. Finanzminister Schäuble und Parteivize Laschet zeigen sich kompromissbreit.[2]


Literaturverzeichnis:
[1]
Mehr als 15 Prozent der Zweitstimmen verfallen; Telepolis; Florian Rötzer; http://www.heise.de/tp/artikel/39/39968/1.html; 24.09.2013
[2]
Lockangebote zur Koalitionssuche: Schäuble steuert um; Der Spiegel; Philipp Wittrock; http://www.spiegel.de/politik/deutschland/angebot-an-spd-und-gruene-union-kompromissbereit-bei-steuererhoehungen-a-924479.html; 25.09.2013