Kokosnussdrink

Die Produktion von Milch ist leider sehr ressourcenintensiv und üblicherweise auch mit dem Leid von Tieren verbunden. Zunächst muss unter Einsatz von Energie, Wasser und Dünger das Futter für Tiere angebaut werden. Dieses wird nach der Ernte zum Verfüttern zu den Ställen transportiert. Darüber hinaus benötigen die Tiere natürlich große Mengen an Wasser und gegebenenfalls auch Medikamente. Dier Tiere werden dann mehr oder weniger lange ausgebeutet und irgendwann geschlachtet, wenn sie nicht mehr ausreichend produktiv sind. Dieses Verhalten den Tieren gegenüber ist nicht unbedingt etwas, worauf wir Menschen stolz seien können und somit sollten wir uns überlegen, den Konsum tierischer Produkte zumindest reduzieren.
Und in der Tat können viele Lebensmittel tierischen Ursprungs durch vegetarische oder gar vegane Produkte ersetzt werden. Natürlich kann man nicht immer den gleichen Geschmack erwarten, aber vegetarische Produkte sind nicht zwangsläufig „weiger lecker“. Sie schmecken halt einfach etwas anders. So lässt sich die Kuhmilch im Müsli oder für den Kakao beispielsweise durch einen Sojadrink, Reisdrink, Mandeldrink, Haferdrink, Kokosdrink oder einen anderen pflanzlichen Drink ersetzen. Wären da nicht die abschreckenden Preise. Während Kuhmilch für 60 Cent im Supermarktregal steht, zahlt man für einen gut schmeckenden Sojadrink eher 1,50 bis 2 Euro und für einen Mandel- oder Kokosdrink durchaus bis zu 3 Euro je Liter. Der hohe Preis verglichen mit Kuhmilch ist durchaus verwunderlich, schließlich werden die angebauten Pflanzen direkt für das Getränk verwendet anstatt die Rohstoffe erst in großen Mengen an Tiere zu verfüttern um dann von diesen Milch zu erhalten. Zumal der Anteil an Soja im Sojadrink oder der Anteil von Kokos im Kokosdrink sehr gering ist. Diese Drinks bestehen hauptsächlich aus Wasser, das in Deutschland für erstaunlich wenig Geld in großen Mengen und meistens in hervorragender Qualität aus der Leitung fließt. Vermutlich ist es auch politisch gewollt, dass Produkte, die mit Tierleid verbunden und aufwändig in der Herstellung sind, bevorzugt hergestellt und verkauft werden. Anders kann ich es mir nicht erklären, warum Kuhmilch mit 7 Prozent Umsatzsteuer belegt ist, während für einen Haferdrink 19 Prozent Umsatzsteuer zu bezahlen sind. Dies wird auch in einer Online-Petition thematisiert.

In Anbetracht der hohen Preise für einen Kokosnussdrink stellte sich mir die Frage, ob man einen solchen Drink nicht selbst so zubereiten kann, dass ein damit angerührter Kakao gut schmeckt. Und in der Tat kann ein Kokosnussdrink relativ leicht selbst aus günstigen Zutaten hergestellt werden. Der Hauptbestandteil ist einfaches Leitungswasser. Auf einen Liter Leitungswasser, das in einem Topf erhitzt wird, werden dann je nach Geschmack zwei, drei oder mehr Esslöffel cremige Kokosnussmilch aus der Dose gegeben. Damit der Drink nicht zu wässrig ist, sollte er noch etwas eingedickt werden. Als Geliermittel eignet sich beispielsweise Carrageen, das etwa in Tortenguss enthalten ist. Ein halbes Päckchen Tortenguss-Pulver wird hierfür zunächst separat in etwas Wasser verrührt, um Klumpenbildung zu verhindern. Anschließend kann das Gemisch dem Kokosnussmilchwasser hinzugegeben werden. Der Drink sollte dann ganz kurz unter ständigem Rühren aufgekocht werden. Wenn er anschließend abkühlt, wird das Getränk dickflüssiger. Falls der Drink zu sehr andickt, kann wieder etwas Wasser hinzugegeben werden.

Mit Kakao verrührt ehrhält man ein wohlschmeckendes Getränk.