Jäger und die Jagd

Früher hatte ich angenommen, das Jäger die Aufgabe haben, die Natur zu schützen und den Wildbestand zum Schutz der Natur zu regulieren. Beim Kontakt mit Jägern und beim Lesen von Berichten über Jäger und die Jagd, kamen mir allerdings zunehmend Zweifel und es zeigte sich immer deutlicher, dass Jäger häufig andere Motivationen haben. Der Spaß am Töten und das Gefühl von Macht scheint im Vordergrund zu stehen. Das ist zunächst eine These, die es noch zu überprüfen gilt. Für diese Annahme spricht jedoch, dass jagbare Tiere oftmals gezielt herangezüchtet und durch den Winter gebracht werden. Der hohe Bestand schädigt dann zwangsläufig den Wald und mit der Begründung den Schaden zu reduzieren, werden die Tiere dann durch die Jäger getötet, wie in folgender Reportage zu sehen ist:


Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=-Ls-m1kDwVY

Grundsätzlich ist Empathie, also die Fähigkeit, sich in andere Lebewesen hineinzuversetzen, beim Töten anderer Lebewesen überaus störend. Wer Mitleid mit anderen Lebewesen hat, kann sie nur schwer töten und wird vor allem kein Vergnügen oder gar Stolz dabei empfinden und dies mit aufgehängten Geweihen zum Ausdruck bringen. Um ruhigen Gewissens jagen zu können, darf der Jäger sich nicht in seine Opfern hineinfühlen. Entweder er kann es nicht, oder er unterdrückt diese Fähigkeit. Das Fehlen von Empathie ist sogar ein wesentliches Kriterium einer psychopathischen Persönlichkeitsstörung:

Psychopathie bezeichnet eine schwere Persönlichkeitsstörung, die bei den Betroffenen mit dem weitgehenden oder völligen Fehlen von Empathie, sozialer Verantwortung und Gewissen einhergeht.[1]

Menschen haben viel Wissen angesammelt, das überaus gefährlich sein kann. Die meisten Menschen sind aber glücklicherweise klug oder verantwortungsvoll genug, das gefährliche Wissen nicht zum Schaden anderer anzuwenden.[2] (S. 15) Bei einem Jäger ist das nicht der Fall. Ein Jäger wendet sein Wissen an, um zu töten. Jäger töten mitunter ohne Notwendigkeit und schaffen sich gar selbst die Basis, die es ihnen ermöglicht, zu töten, indem sich das Wild dafür gezielt heranzüchten.
Meine Erfahrungen haben mir (verallgemeinert gesagt) deutlich gezeigt, dass mein Ursprüngliche Verständnis von Jägern und der Jagd falsch war. Jäger sind scheinbar keine naturverbundenen Menschen, die das Leben achten, sondern Personen mit psychopathischen Persönlichkeitsstörungen, die im Töten Genugtuung finden.


Literaturverzeichnis:
[1]
Psychopathie; http://de.wikipedia.org/wiki/Psychopathie; 14.05.2012
[2]
Gefährliches Wissen; Das Verbrechen der Vernunft. Betrug an der Wissensgesellschaft.; Robert B. Laughlin; Suhrkamp Verlag; ISBN: 978-3-518-26002-9; 20.04.2008