Idyllische Freilandhaltung?

Kühe auf der Wasserkuppe
Saftige Wiesen und natürliche Haltung von „Nutztieren“, das verstehen wir gemeinhin unter „Freilandhaltung“. Doch Freilandhaltung hat mit diesem idyllischen und durch die Werbung geprägten Bild nicht immer viel gemeinsam. In Deutschland mag diese Art der Tierhaltung noch einigermaßen mit den Vorstellungen übereinstimmen, da Freilandhaltung gewöhnlich mit einer eher niedrigen Besatzdichte einhergeht. Dies muss aber nicht zwangsläufig der Fall sein. Man kann Tiere auch dicht gedrängt im Freien halten. Eine hohe Besatzdichte führt schnell zu einer Schädigung der Grasnarbe, sodass die anfallenden Nährstoffe aus dem Kot nicht mehr gebunden werden und ins Grundwasser gelangen können, wenn der Betrieb den Auslauf nicht entsprechend pflegt, wie bei Wikipedia nachzulesen ist.
Vor allem in den USA ist das Verständnis von Freilandhaltung eine gänzlich andere. Gigantische Massenbetriebe unter freiem Himmel sind im Land der unbegrenzten Möglichkeiten nicht unüblich. Dies zeigt beispielsweise der Betrieb Coronado Feeders bei Dalhart, Texas. Tausende Rinder stehen hier in großen Gehägen auf staubigem Wüstenboden. Direkt daneben ein Güllesee, der mehrere hundert Meter Durchmesser hat.

Die Verhältnisse werden im nachfolgend verlinkten Luftbild sichtbar:

Coronado Feeders, Dalhart, Texas, USA