Herstellung eines gesunden kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränkes

Zitrus-Erfrischungsgetränk
Kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke mit Fruchtgeschmack erfrischen eigentlich nicht wirklich. Sie täuschen bestenfalls eine gewisse „Frische“ vor. Normalerweise handelt es sich bei diesen Getränken nur um ungesunde Flüssig-Zuckerbomben, die den Körper ruinieren. Hin und wieder wird anstelle von Zucker ein anderer Süßstoff verwendet, der aber vermutlich ebenfalls sehr bedenklich ist und dem Körper eventuell schadet.

Als Erfrischungsgetränke (engl. soft drink, eingedeutscht Softdrink, in Abgrenzung zu alkoholhaltigen hard drinks) produziert die Lebensmittelindustrie verschiedene Kaltgetränke, die meist kohlensäurehaltig und süß-sauer aromatisiert sind.

Sowohl nach dem Deutschen Lebensmittelbuch als auch nach dem Codex Alimentarius Austriacus[1] handelt es sich um Getränke auf Wasserbasis mit geschmacksgebenden Zutaten. Zusätzlich enthalten dürfen sie Kohlensäure, Mineralstoffe, Vitamine, Zucker, Fruchtkonzentrat, Aromen, Süßstoffe und weitere Zutaten.

Zu den Erfrischungsgetränken gehören laut Lebensmittelbuch
  • Fruchtsaftgetränke,
  • Fruchtschorlen,
  • Limonaden und
  • Brausen.

Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke enthalten zwischen 6,5 und 25 mg Koffein pro 100 Milliliter. Energy-Drinks zählen ebenfalls zu den Erfrischungsgetränken und enthalten bis zu 32 mg Koffein pro 100 Milliliter.

Quelle: Wikipedia

Unglücklicherweise schmecken diese süßen sprudeligen Getränke so gut. Wenn man aber seine Gesundheit erhalten möchte, sollte man auf diese industriell gefertigten Getränke verzichten, zumal sie meist auch nur noch in Plastikflaschen im Handel zu finden sind. Zu den ungesunden Zutaten in den Getränken dürften also auch noch Schadstoffe aus den Kunststofflaschen kommen, die sich während der längeren Zeit seit der Abfüllung aus dem Plastik lösen.
Süße Erfrischungsgetränke ohne schädliche Inhaltsstoffe wird man im Handel kaum finden. Möchte man dennoch nicht auf den Genuss verzichten, bleibt nur die Möglichkeit, sich diese Getränke selbst zu mischen und statt der ungesunden Inhaltsstoffe frische und gesunde Zutaten zu verwenden.

Und so geht es: Zunächst presst man für den fruchtigen Geschmack mehrere Mandarinen oder Orangen aus. Um den ganzen eine leicht säuerliche Note zu geben, wie man es von den Getränken aus dem Handel kennt, kann man zusätzlich die ein oder andere Zitrone auspressen. Dabei wird das Getränk auch gleich mit viel Vitamin C und Antioxidantien angereichert. In fertigen Getränken wird meistens Phosphorsäure verwendet. Sie wird künstlich mit Hilfe von Schwefelsäure, Chlorwasserstoffsäure oder Salpetersäure aus phosphathaltigen Mineralien hergestellt. Da gönnen wir uns doch besser den Saft einer frischen Zitrone! Keine Angst, das Getränk wird nicht zu sauer werden, weil wir den sauren Geschmack später mit Zutaten zum Süßen ausgleichen.
Wer kein Fruchtfleisch im Getränk möchte, kann den aus den Orangen, Mandarinen und Zitronen gepressen Saft noch einmal durch einen feinen Sieb gießen. Aber die Fruchtstückchen machen sich durahaus nicht nur in einem frisch gepressten Orangensaft, sondern auch im Erfrischungsgetränk gut. Dies weiß auch ein großer Getränke-Hersteller, der dies als besonderheit vermarktet.

Orangina [oʀɑ̃ʒiˈna] ist der Markenname eines kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränks aus Orangen- und Mandarinenextrakten mit der Besonderheit, dass auch echtes Fruchtfleisch (ähnlich wie bei frisch gepressten Fruchtsäften) enthalten ist.

Quelle: Wikipedia

Wir haben nun also den gepressten Saft, der aber noch etwas zu sauer schmeckt. Das Getränk selbst soll später ja so süß schmecken, wie man es von den im Laden erhältlichen Erfrischungsgetränken kennt. Zucker und künstlich hergestellte Süßstoffe kommen aber natürlich nicht in Frage. Stattdessen verwenden wir Xylit und Stevia.
Der Zuckeraustauschstoff Xylit wird häufig aus Resten von Maiskolben nach Abernten der Körner oder aus Birken gewonnen und ist im Vergleich zu normalem Zucker leider recht teuer. Dafür hat der Zuckerhalkohol angenehm positive Eigenschaften. Bereits Anfang der 1970er-Jahre wurden die Karies reduzierenden Eigenschaften des Kohlenhydrats entdeckt. Xylit kann also der Zahnpflege dienen. Der Nährwert ist 40 % geringer als bei Haushaltszucker (Saccharose). Zudem läuft der Stoffwechselweg im menschlichen Körper insulinunabhängig ab, beeinflusst den Blutzucker- und Insulinspiegel nur geringfügig. Daher ist Xylit ein idealer Süßstoff für Menschen mit Diabetes Mellitus. (Wichtiger Hinweis: Bei einigen Tierarten (Hunde, Rinder, Ziegen, Kaninchen) hat Xylit jedoch einen stark Insulin-ausschüttenden Effekt, der zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckerspiegels (Hypoglykämie) führen kann!)
Allerdings sollte man nicht zu viel Xylit konsumieren, da der Zuckeralkohol eine abführende Wirkung haben kann, die eventuell erst nach Adaption des Organismus (nach 3 – 4 Wochen Angewöhnen) verschwindet. Deshalb verwenden wir noch etwas Stevia (beispielsweise in Pulverform). Die Süßkraft von Steviaextrakt ist extrem hoch, so dass man bei der Dosierung etwas aufpassen muss.
Jetzt haben wir einen recht süßen etwas zähflüssigen Fruchtsaft, der aber gleich verdünnt wird. Das Getränk ist dann natürlich bei weitem nicht so süß, wie das Konzentrat.
Im nächsten Schritt wird ein Trinkwassersprudler benötigt. Mit dem Trinkwassersprudler sprudelt man nun eine Flasche Leitungswasser auf. Das Kohlensäurehaltige Wasser kann man dann nach eigenem Geschmack mit mehr oder weniger von dem gesüßten Fruchtsaft mischen. Wasser und Fruchtsaft sollten nicht vor dem Aufspudeln gemischt werden, sondern erst danach.