Haben wir wirklich eine Wahl?

Ganz wenige Menschen haben mehr Einnahmen aus Zinserträgen auf ihr gewaltiges Vermögen, als sie selbst beispielsweise für selbst aufgenommene Kredite oder über die Produktpreise an Zinsen an andere Menschen zahlen. Diese wohlhabenden Menschen gehören zu den Gewinnern des Finanzsystems.
Bei wenigen Menschen halten sich die Zinseinnahmen und die Zinszahlungen die Waage. Für sie ist das Geldsystem zwar kein Gewinn, aber auch kein Schaden.
Und dann gibt es noch die große Masse an Menschen, das dürften etwa 95 Prozent der Bevölkerung sein, die mehr Zinsen zahlen, als sie selbst an Zinseinnahmen haben. Diese Menschen gehören zu den Verlierern dieses Geldsystems.
Geht man nun davon aus, dass jeder versucht, Entscheidungen zu treffen, die zu einer für ihn vorteilhaften Situation führen, wundert man sich, wie es möglich ist, dass ein Geldsystem Bestand hat, das fast jedem Menschen auf der Welt schadet. Zumindest in demokratischen Regionen könnte man Widerstand gegen das System erwarten, denn hier haben die Menschen doch die Möglichkeit, das System bei unabhängigen Wahlen nach ihren Wünschen und zu ihrem Wohle zu formen.
Ist es nicht verwunderlich, dass sich an diesem für fast alle Menschen schädlichen System trotz dieser freien Wahlen nichts ändert? Womöglich sind wir garnicht so frei, wie wir denken. Wir können wählen, aber haben wir wirklich die Wahl? Oder bekommen wir lediglich nur die Möglichkeit, verschiedene Politikdarsteller zu wählen, die aber letzten Endes alle das gleiche schlechte System bedienen? Und wie sollen wir überhaupt richtige Entscheidungen für eine positive Entwicklung treffen, wenn uns wichtige Informationen vorenthalten werden? In den Schulen, Universitäten und auch in den Massenmedien erfahren wir wenig über die tatsächlichen Probleme, die das zinsbasierte Geldsystem mitsich bringt und welche Alternativen es geben könnte. Und wichtige politische Absprachen werden hinter verschlossenen Türen getroffen und die Teilnehmer zu Stillscheigen verpflichtet.
Nein, in einem solchen System kann es keine wirklich freien Abstimmungen geben. Und in einem System, das grenzenloses Wachstum benötigt, um existieren zu können und das alle Menschen zwingt, gegeneinander in Konkurrenz zu treten, kann es ohnehin keine richtigen Entscheidungen geben, die zu Frieden und Wohlstand für möglichst alle Lebewesen führen. Ein solches System kennt nur Entscheidungen, die wenigen nutzen aber vielen anderen Lebewesen schaden. Es gibt nur falsche Entscheidungen und somit ist jede Entscheidung bei einer Wahl eine falsche Entscheidung.