Griechlands Schuldenberg wächst weiter

Die Propaganda, mit der versucht wird, das bestehende Geldsystem zu schützen und zu stützen, wird mit jedem Tag, der vergeht, absurder und dreister. So ist heute beispielsweise im Online-Portal des Focus zu lesen „Schuldenkrise – Griechenland erzielt erstmals wieder Haushaltsüberschuss“.[1] Damit habe Griechenland eine wichtige Hürde genommen, um auch zukünftig weitere Finanzhilfen zu erhalten.
Das klingt auf den ersten Blick doch recht gut, oder? Weiter ist dann aber zu lesen, dass es sich um einen sogenannten „Primärüberschuss“ handelt. Dabei sind Zinszahlungen, etwa für internationale Hilfskredite und andere Sonderkosten nicht mit eingerechnet. Beachtet man auch diese Kosten, nehmen die Schulden weiter zu.

Bei der Berechnung werden also einfach gewisse Ausgaben nicht berücksichtigt. Indem man beispielsweise die Kosten der Kredite ignoriert, kommt man in diesem Fall auf ein positives Ergebnis, so dass weitere Kredite vergeben werden können, wodurch natürlich die Schulden und die dafür fälligen Zinsen weiter steigen. Bei der nächsten Berechnung kann man dann wieder die anfallenden Zinsen ignorieren und wird erneut zu einem solch guten Ergebnis kommen, dass weitere Kredite vergeben werden können. Während die Menschen immer ärmer werden, können ihnen die Kreditgeber immer neue Schulden aufbürden und dafür immer größere Zinseinnahmen einstreichen. Und auf dem Papier erscheint es so, als würde die finanzielle Situation der Menschen … zumindest nicht schlechter, vielleicht sogar besser werden.


Literaturverzeichnis:
[1]
Schuldenkrise – Griechenland erzielt erstmals wieder Haushaltsüberschuss; scb, pli/dpa, Reuters; Focus; http://www.focus.de/finanzen/news/schuldenkrise-griechenland-erzielt-erstmals-wieder-haushaltsueberschuss_id_3793386.html; 23.04.2014