Es ist ein Geben und Nehmen

Ein gewöhnlicher Bürger bekommt von einer Bank gewiss kein Geld geschenkt. Wo kämen wir denn da hin? Jeden Cent, den er leiht, muss er zurück zahlen und dazu natürlich noch Zinsen. Auch das neue Auto muss er selbstverständlich bezahlen und kann sich nicht darauf berufen, dass er kein Geld hat um eines geschenkt zu bekommen.
Banken und Autokonzerne sehen es jedoch als Selbstverständlichkeit, dass der Bürger ihnen Unmengen an Geld schenkt, wenn sie es für nötig halten. Ob die Bürger überhaupt das Geld haben, interessiert sie natürlich nicht. Die Bürger können das Geld ja bei Bedarf bei den Banken leihen (gegen angemessen hohe Zinsen, versteht sich), um es anschließend den Banken zu schenken. Dann müssen sie das Geld, dass sie bei den Banken geliehen haben, um es den Banken zu schenken, natürlich auch noch an die Banken zurück zahlen – schließlich verschenkt eine Bank kein Geld.
Als Vermittler tritt freundlicherweise Vater Staat auf. Er nimmt das Geld mittels Steuern von den Bürgern entgegen und überreicht es großzügig an die Bedürftigen, also an die Banken und Konzerne.

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Ja, es ist ein Geben und Nehmen. Die einen geben ein bisschen mehr, die anderen nehmen dafür etwas mehr. Es gleicht sich alles wieder aus.


Update (03.12.2009):
Ackermann hat auch eine Lösung für die Kreditklemme bei der Wirtschaft: Der Staat leiht sich das Geld (gegen Zinsen) bei den Banken, gibt das Geld dann (zinslos) an die Banken, die es danach (gegen Zinsen) an die Wirtschaft verleihen. Wenn die Banken auf diese Weise doppelt Zinsen kassieren, können sie sich schneller sanieren und wieder großzügig Boni ausschütten. Dann ist der böse Josef wieder Liebkind bei Angela und darf wieder Parties schmeißen – auf Kosten der Steuerzahler.

Quelle: http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html, 03.12.2009


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