Ende der Krise?

Laut Klaus Regling, Chef des Euro-Rettungsschirms, könnte die Euro-Krise „in zwei Jahren“ vorbei sein, wie Die Welt berichtete. „Gut die Hälfte“ der Arbeit zur Aufarbeitung der Krise sei getan.[1] Bei solchen Aussagen frage ich mich immer was solche Menschen zu derartigen Spekulationen antreibt. Von welcher Aufarbeitung spricht der Mann? Die Ursachen der Probleme bestehen weiterhin. Durch Zins und Zinseszins wird nach wie vor ein exponentielles grenzenloses Wachstum erzwungen und immer noch müssen ganz verschiedene Länder mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen die gleiche Währung verwenden. Lediglich die Umverteilung der Gelder wurde zwangsweise dahingehend angepasst, dass nun diejenigen für die Verbindlichkeiten von Pleitekandidaten aufkommen müssen, die es derzeit noch zahlen können.
Eine Ende ist nicht abzusehen. Bestenfalls durch einen Zusammenbruch. So ganz überzeugt scheint aber selbst Regling nicht von seiner eigenen Aussage zu sein, denn mit dem Wort „könnte“ hält er sich eine Hintertür offen.


Literaturverzeichnis:
[1]
Euro-Krise könnte "in zwei Jahren" vorbei sein; Die Welt; http://www.welt.de/wirtschaft/article112037251/Euro-Krise-koennte-in-zwei-Jahren-vorbei-sein.html; 15.12.2012