Einbruchssicherung für 12 Cent

30-Millionen-Zuschuss für Einbruchssicherung

Der Bund will den Schutz gegen Einbrüche in Häuser und Wohnungen stärker fördern. Dafür hat der Haushaltsausschuss nun für das laufende und die beiden nächsten Jahre jeweils zehn Millionen Euro bereitgestellt.[1]

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bei 80 Millionen Bürger wird hier etwas über 12 Cent pro Jahr und Bürger bereitgestellt. Natürlich besitzt nicht jeder Bürger ein Haus und die Zuschüsse richten sich ja nur an die Menschen, die ein Haus ihr Eigene nennen. Bildlich gesprochen kann man jedoch sagen, dass fast jeder Bürger in einem Haus lebt und dass nun jeder Bürger mit 12 Cent im Jahr zur Absicherung gegen Einbrüche in dem Haus, in dem er lebt, beitragen kann. Wer sich mal die Preise für einbruchshemmende Türen und Fenster angeschaut hat, der wird erkennen, dass sich mit Beträgen, für die man nichteinmal mehr ein Kaugummi bekommt, wohl eher keine Festung bauen kann. Die Politiker wissen das und so wundert es nicht, dass beispielsweise für den G7 Gipfel nicht so gekleckert, sondern geklotzt wird. Die hohen Damen und Herren gönnten sich auf Kosten der Steuerzahler eine Sicherheit, die pro Stunde mit über 150.000 Euro alleine für Polizei und Technik zubuche schlug. Für die zweitägige Veranstaltung musste der Steuerzahler mit über 10 Millionen Euro so viel zum Schutz von wenigen Politikern bezahlen, wie die Bundesregierung nun für 80 Millionen Menschen bereitstellen möchte.[2]

Es wird also schnell deutlich, dass man der Kriminalität in einem solch großen Land nicht Herr wird, wenn man ein paar Euro verteilt. Aber für das gemeine Pöbel ist halt mal nicht mehr so viel übrig, wenn die Reichen und Mächtigen ihren Teil abgegriffen haben. Abgesehen davon bringt es ohnehin wenig, die Gebäude zu Festungen umzubauen, während die Politiker bei jeder Gelegenheit kriminelle „Kulturbereicherer“ ins Land rufen, die weder Anstand noch Regeln oder gar Dankbarkeit kennen. Und dank der offenen Grenzen können Einbrecherbanden aus Osteuropa problemlos auf Plüntertouren gehen und ganz danach unerkannt über die Grenzen verschwinden. Und selbst wenn ein Einbrecher von der Polizei erwischt werden sollte, dürfte er wohl mit lächerlichen Strafen rechnen, die nicht wirklich abschreckend sind. Für den Bürger heißt dass, dass er immer mehr aufrüsten muss. Doch dann ist bald eine Grenze erreicht, die nicht überschritten werden darf. Wer einen Einbrecher verletzt oder gar erschlägt, muss damit rechnen, dass er selbst vor Gericht landet. Selbstjustiz ist verboten und Notwehr ein eng definierter Spielraum. Für den Schutz des eigenen Lebens und der Gesundheit der Familie gibt es wohl eher keine strafmildernde Umstände. Der arme Einbrecher aus Osteuropa hatte aber vermutlich eine schlimme Kindheit und und kann ein Richter schon mal nachsichtig sein. Da das Gewaltmonopol beim Staat liegt, ist man als aufrechter Bürger sehr eingeschränkt, was die Anwendung von Gewalt betrifft. Früher oder später wird man aber Gewalt anwenden müssen, denn selbst wenn man die 12 Cent gut investiert und sein Haus mit modernster Sicherheitstechnik aufgerüstet hat, wird man irgendwann mal zum Einkaufen vor die Tür müssen. Noch kann man nicht alles beim großen Internethändler bestellen, dessen Name mit Ama beginnt und mit zon endet. Außerdem hat nicht jeder das Glück, sein Einkommen mit einem Heimarbeitsplatz erarbeiten zu können. Sobald man aber die Festung verlässt, ist man Freiwild für kriminelle Banden.
Der Staat wird einem nicht helfen. Polizei und Justiz sind schon völlig damit ausgelastet, die Politikdarsteller und die Superreichen zu schützen oder auf den Brot-und-Spiele-Fußballveranstaltungen für Ordnung zu sorgen. Selbstverteidigung ist aus rechtlicher Sicht schnell gefährlich für das Opfer. Ja, wir gehen spannenden Zeiten entgegen.


Literaturverzeichnis:
[1]
Für Hauseigentümer – 30-Millionen-Zuschuss für Einbruchssicherung; AFP; Frankfurter Allgemeine Zeitung; http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/mieten-und-wohnen/bundestag-beschliesst-30-millionen-zuschuss-fuer-einbruchssicherung-13604387.html; 21.05.2015
[2]
G7-Gipfel – Sicherheit soll zehn Millionen Euro kosten; Lübecker Nachrichten; Peer Hellerling; http://www.ln-online.de/Lokales/Luebeck/G7-Gipfel-Sicherheit-soll-zehn-Millionen-Euro-kosten; 04.03.201