Digitale Gängelungen

Digitales Rechte-Management
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Half-Life 1, ein 1998 veröffentlichter Ego-Shooter der Firma Valve, war ein Spiel, das der Spielegemeinschaft die Möglichkeit bot, aktiv mitzuwirken. Das von Valve herausgegebene Software Development Kit ermöglichte der Gemeinde die Entwicklung zahlreiche Mods für Half-Life wie Poke 646, Natural Selection, USS Darkstar, They Hunger, Counter-Strike und Day of Defeat. Vor allem der Online-Taktik-Shooter Counter-Strike erlang bald einen großen Bekanntheitsgrad durch LAN-Partys und das Internet und wurde später von Valve übernommen und vermarktet. Unablässig wurde für Counter-Strike. Bei dem Spiel kämpfen Terroristen und eine Antiterroreinheit gegeneinander und müssen bestimmte Aufgaben erfüllen. Immer mehr Spieler schlossen sich zu Clans zusammen und unterhielten einen Server der es auch Gästen ermöglichte, Counter-Strike Online zu spielen. So konnte sich jeder, der Interesse an dem Spiel hatte, auf einen Server seiner Wahl einloggen und am Spielgeschehen teilnehmen. Langweilig wurde das nie, da es immer wieder neue Spielkarten (Maps) von der Fangemeinde entwickelt wurden. Maps sind mehr oder weniger realitätsnahe dreidimensionale Darstellungen des jeweiligen Einsatzortes. Funmaps, bei denen man beispielsweise die Größe einer Maus hatte und in übergroßen Wohnräumen kämpfte, lockerten das Spiel zudem auf.
Half-Life 1 wurde durch die Freiheiten, die Valve der Community gegeben hatte ein tolles, abwechslungsreiches und interessantes Spiel, dass auch nach Jahren nicht langweilig wurde. Das waren noch Zeiten!

Mittlerweile gehört dies der Vergangenheit an. Heute sieht die Realität anders aus. Die Welt ist schneller und enger geworden. Neue Spiele werden halbfertig auf den Markt geworfen und bevor es Patches gibt, die die Fehler beheben, steht schon wieder ein neues Spiel in den Regalen, das verkauft werden muss. Da bleibt einer Entwicklergemeinde keine Zeit mehr, etwas vergleichbares wie Counter-Strike aufzubauen. Digitales Rechtemanagement und die fehlende Unterstützung durch die Entwickler der Spiele tun ihr übriges, wie am Beispiel von Call of Duty: Modern Warfare 2 zu sehen ist:

Schock für Fans des Multiplayer-Teils von wird laut Community Manager Robert Bowling Steam voraussetzen, als Anti-Cheat-Tool wird VAC eingesetzt und nicht mehr Punkbuster. Dedicated Server sind nicht mehr möglich.
Anstatt den Spielern die Chance einzuräumen, einen dedizierten Server mit individuellen Regeln, Rotationen und Mods aufzusetzen, kommt nun eine Matchmaking-Applikation namens IWNet zum Einsatz. Infinity Ward möchte mit IWNet sicherstellen, dass mit dem Matchmaking Spieler gleicher Stärke aufeinander treffen. Sogenannte Private Matches sollen erlaubt sein, die Individualisierbarkeit ist aber noch ein Geheimnis. Mod-Tools soll es vorerst keine für Call of Duty 6 Modern Warfare 2 geben.[1]

Quelle: PCGames Hardware

Durch die Ausrichtung auf die Maximierung der Gewinne geht leider viel verloren, was einst die Spiele ausmachte.

Was es für PC-Spieler möglicherweise bedeutet, wenn Modern Warfare 2 ohne Dedicated Server kommt, hat die Webseite Dotdosh sehr gut zusammengefasst. Hier eine kurze Auflistung der wichtigsten Punkte:
  • Probleme mit Matchmaking (Spieler kann Server nicht mehr frei auswählen)
  • Höhere Latenz (Spieler ist selbst der Server)
  • Große Matches mit vielen Spielern nicht mehr möglich
  • Mehr Cheating (VAC hat keinen guten Ruf)
  • Keine Mods
  • Map Packs und Patches (DLC) möglicherweise nicht mehr kostenlos
  • Geringere Kontrolle über Serverregeln
  • Keine Clan-Server
[1]

Quelle: PCGames Hardware


Literaturverzeichnis:
[1]
Call of Duty 6 Modern Warfare 2: Steampflicht, keine Dedicated Server oder Mods - Update: Antwort von Infinity Ward steht aus; Thilo Bayer; http://www.pcgameshardware.de/aid,697580/Call-of-Duty-6-Modern-Warfare-2-Steampflicht-keine-Dedicated-Server-oder-Mods-Update-Antwort-von-Infinity-Ward-steht-aus/Action-Spiel/News/; 20.10.2009

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