Diabetes insipidus – Wie eine unheilbare Krankheit geheilt wurde

abc
Der kleine Dalmatinerwelpe Piccolo hatte gerade fertig getrunken, da musste er auch schon pinkeln. Nach dem pinkeln hatte er sofort wieder Durst und danach – Sie ahnen es vermutlich bereits – musste er unverzüglich pinkeln. Das ging den ganzen Tag so … und die ganze Nacht! Bei Welpen ist es nicht unbedingt ungewöhnlich, wenn sie häufig Wasser lassen, da sie ihre Blase noch nicht kontrollieren können. Ungewöhnlich war jedoch der große Durst und die beachtliche Menge an Wasser, die er ohne große Verzögerung in einem transparenten, nicht auch nur ansatzweise gelblichen Strahl, wieder ausschied. Bei der Menge an Flüssigkeit würde der Rüde zukünftig das ganze Land als sein Revier markieren können, ohne dabei abzusetzen. Gesund schien dies nicht zu sein, also stand ein Besuch in der Tierklinik an.


Diagnose: unheilbar krank


Bei der ersten Routineuntersuchung wurde dem Hund Blut abgenommen und zur genaueren Analyse in ein Labor geschickt. Die Ergebnisse gaben allerdings keinen Aufschluss über eine vorliegende Krankheit. Besorgniserregend war hingegen die gemessene Urindichte. Sie gibt Aufschluss darüber, wie konzentriert der Harn ist. Bei gesunden Hunden hängt die Dichte von der Trinkmenge und von Flüssigkeitsverlusten, beispielsweise durch Hecheln, ab. Trinkt der Hund viel, ist der Harn sehr Dünn und die Dichte folglich niedrig. Wenn der Hund wenig trinkt und beispielsweise aufgrund hoher Temperaturen und großer Anstrengung viel Flüssigkeit durch das Hecheln verliert, wird die Urindichte hoch sein. Zum Vergleich: Wasser hat eine Dichte von 1000 g/l. Sehr stark konzentrierter Urin von Hunden hat etwa eine Dichte von 1050 g/l. Bei etwa 1030 g/l bis 1040 g/l sollte die Dichte bei einem gesunden Hund liegen.
Bei dem jungen Dalmatiner war die Urindichte extrem niedrig – sie betrug gerade mal knapp über 1000 g/l. Der Urin bestand also im Prinzip nur aus Wasser. Das Wasser, das der Hund trank floss quasi ungehindert durch und spülte dabei lebenswichtige Mineralstoffe aus dem Körper des Tieres. Das versprach keine hohe Lebenserwartung. Nun hieß es, die Ursache herauszufinden. Es kamen verschiedene Ursachen in Betracht. Unter anderem:

  • Schäden an den Nieren (Niereninsuffizienz)
  • Zu geringe Wirkung des Antidiuretischen Hormons (ADH) (Diabetes insipidus)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)

Minirin
Zur genaueren Diagnose stand nun der sogenannte Durstversuch auf dem Plan. Piccolo bekam für einen längeren Zeitraum nichts zu trinken. Anschließend wurde überprüft, ob die Dichte des Harns angestiegen ist. Ein signifikanter Anstieg konnte jedoch nicht festgestellt werden, was entweder auf einen Nierenschaden oder eine zu geringe Wirkung des Antidiuretischen Hormons hindeutet. Das Antidiuretische Hormon wirkt der Harnausscheidung entgegen und führt zur Bildung eines konzentrierteren Urins.
In einem zweiten Schritt wurde dem Dalmatiner nun ein synthetische ADH-Analogon, das unter dem Handelsnamen Minirin verkauft wird, verabreicht. Weitere Urinuntersuchungen zeigten nun einen Anstieg der Urindichte an. Das künstliche Hormon hat also angesprochen und ein Nierenschaden kann bei der weiteren Untersuchung ausgeschlossen werden. Offensichtlich litt der kleine Hund unter einer Krankheit, die sich Diabetes insipidus nennt. Diabetes insipidus ist charakterisiert durch eine vermehrte Urinausscheidung (Polyurie) und ein gesteigertes Durstgefühl mit vermehrtem Trinken (Polydipsie) und tritt in zwei Varianten auf:

  • Diabetes insipidus centralis: Fehlen oder eine unzureichende Produktion des Antidiuretischen Hormons.
  • Diabetes insipidus renalis: Defekt in der Niere, die trotz Anwesenheit des Hormons ADH keinen normal konzentrierten Harn bilden kann.

Da die Urinkonzentration nach Gabe des künstlichen Hormons anstieg, handelte es sich bei Piccolo um den Diabetes insipidus centralis: das Gehirn produzierte einfach nicht genug von dem wichtigen Hormon.

Diabetes insipidus gilt in der Schulmedizin als nicht heilbar. Der Patient muss sein Leben lang Medikamente einnehmen. In Anbetracht der damit verbundenen hohen Kosten, die bei Piccolo etwa 1.000 Euro pro Jahr betragen, riet ein Tierarzt, den Hund zurückzugeben.


Die Lösung der Blockade war die Lösung


Silvio Gesell, Viktor Schauberger und Wilhelm Reich waren Forscher auf gänzlich unterschiedlichen Gebieten. Gesell befasste sich mit dem Fließen von Geld, Schauberger befasste sich mit dem Fließen von Wasser und Reich befasste sich mit dem Fließen von Lebensenergie. Alle drei Forscher sind unabhängig voneinander und ohne voneinander zu wissen auf ein fundamentales Prinzip des Natürlichen und Lebendigen gestoßen, das dem mechanistischen Welt(un)verständnis zutiefst fremd und sogar bedrohlich erscheint:[1]

„Fließen lassen – Die Lösung der Blockierung ist die Lösung.“

Sie werden sich an dieser Stelle vermutlich fragen, was denn Geld, Wasser und Lebensenergie mit der Krankheit des Dalmatiners zu tun hat. Nun, der zentrale Punkt ist das Fließen. Egal, ob Wasser, Geld oder Lebensenergie – wenn der Fluss ins Stocken gerät, ist das System krank und bricht möglicherweise über kurz oder lang vollständig zusammen.

Minirin
Spontane Fließbewegungen sind die Grundlage lebendiger Prozesse. Ein Fluss der begradigt wurde, verliert seine Selbstreinigungskräfte. Geld, dass gehortet ist und nicht beständig in Umlauf ist, führt zum Zusammenbruch des Geldsystems und damit einhergehenden Finanz- und Wirtschaftskrisen. Lebensenergie, die nicht mehr fließt äußert sich in Krankheiten des Organismus.

Es gibt viele Bezeichnungen für die Lebensenergie: Agens, Baraka, Bioplasma, Chi, Feng-Shui, Freie Energie, Heiliger Geist, Numia, Orgon, Prana, Reiki, Schwingung, Yin Yang, …
Dieses Wissen, ist weitgehend verloren gegangen. Dafür ist in einer hochtechnischen Gesellschaft offensichtlich kein Platz mehr. Chemie und Maschinen bestimmen unseren Alltag. Homöopathie, Reiki und Akupunktur werden in der Schulmedizin nicht gelehrt. Entsprechend verordnen Ärzte nach der Diagnose lediglich Medikamente, die beispielsweise ein fehlendes Hormon ersetzten, weil in ihrem Weltbild keine Möglichkeit bekannt ist, eine Blockade zu lösen, so dass der Körper die benötigten Hormone wieder selbst produzieren kann.
Da seitens der Schulmedizin keine weitere nachhaltige Hilfe zu erwarten war und unsere Erfahrungen immer wieder zeigten, dass die Erkenntnisse vom Fließen der Energie möglicherweise – so absurd sie auch klingen mögen – doch mehr als begründet sein könnten, schlugen wir einen neuen Weg ein: Akupunktur, ergänzt mit der Gabe der Schüssler Salze Natrium Chloratum D12 und als Konstitutionsmittel Calcium Phosphoricum C30 in Form von Globuli. Mit Hilfe der Akupunktur lassen sich energetische Blockaden lösen und das Ungleichgewicht der Lebensenergie in den Organen und Meridianen ausgleichen.[2] Gesundheitsschädliche Nebenwirkungen sind bei diesen Verfahren nicht zu erwarten, so dass kein hohes Risiko entsteht. Dafür besteht die Möglichkeit, dass durch die Akupunktur eine Blockade im Niere-Blase-Kreislauf gelöst wird und der Hund wieder völlig gesund wird. Ermutigt zu diesem Schritt wurden wir auch durch den Artikel „Homöopathischer Tipp des Monats“ des Bayrischen Rassehundeverbandes, in dem von einer erfolgreichen Akupunktur eines an Diabetes insipidus erkrankten Hundes berichtet wird. Im schlimmsten Fall wäre das Geld für die Schüssler Salze und die Therapiestunden zwar verloren, aber ein Versuch ist es Wert. Und tatsächlich, bereits nach der ersten Akupunktur-Sitzung stellte sich eine Besserung ein und wir konnten die Gabe des künstlichen Hormons reduzieren. Nach der zweiten Akupunktursitzung setzten wir das Medikament ganz ab und eine dritte Akupunktursitzung beendete die Therapeutin vorzeitig, weil sie am Verhalten des Tieres erkannte, dass Piccolo wieder soweit gesund ist, dass eine weitere Behandlung nicht mehr nötig ist. Am Ende der Akupunktursitzung vielen der Therapeutin noch weiße Schüppchen im Fell des Hundes auf, was sie zu der Frage veranlasste, ob wir die von einer anderen Therapeutin verordneten Schüssler Salze noch verabreichen. Hier sollten wir noch einmal Rücksprache halten und nachfragen, ob eine weitere Gabe noch nötig ist. Die Weißen Schuppen sind oftmals die Folge, wenn der Körper ein Salz nicht mehr benötigt und es daher einfach ausscheidet. Wir setzten die Salze ab und die Schuppen verschwanden.
Nun bekommt der Dalmatiner Piccolo schon seit mehreren Wochen keine Medikamente mehr und führt ein normales Leben. Seine Urindichte liegt im Normalbereich. Die gesamten Kosten für die Heilung des Hundes durch Homöopathie und Akupunktur, lagen unter den Kosten, die bei einer schulmedizinischen Behandlung mit einem Medikament in zwei Monaten entstehen.


Fazit


Die Schulmedizin hat zweifelsohne ihre Berechtigung in der Behandlung akuter Notfälle, in denen wenige Minuten über Leben und Tod entscheiden. Bei der Diagnose können die unterschiedlichen Messverfahren und technischen Einrichtungen hilfreich sein. Langwierige Krankheiten kann (will?) die Schulmedizin jedoch häufig nur unzureichend behandeln. In erster Linie steht eine langfristige „Kundenbindung“ und der Verkauf von Medikamenten im Vordergrund. Ein Patient, der gesund ist, spült weder dem Arzt noch der Pharmaindustrie Geld in die Kassen. Die gesamte „Gesundheitsindustrie“ ist nicht darauf ausgerichtet, Menschen und Tiere zur Gesundheit zu verhelfen, sondern sie am frühzeitigen Ableben zu hindern. Wenn man also nicht unmittelbar vor dem Tod steht, sollte man in Erwägung ziehen, die klassische Schulmedizin hinter sich zu lassen und neue Ansätze auszuprobieren. In diesem Fall hatte des Wagnis nicht nur eine bessere Lebensqualität für den Dalmatiner zur Folge, sondern auf die Lebenszeit des Hundes gerechnet, eine finanzielle Ersparnis von etwa 10.000 Euro.

Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) Die Gesundheit,
b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.

Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor


Update (08.04.2010):

Ein Vortrag der Heilpraktikerin Christine Karpinski passt an dieser Stelle sehr gut zum Thema. Eine Kernaussage ist, dass die verschiedenen Organe im Körper in gewisser Weise verbunden sind. Die Ursachen von Erkrankungen sind oftmals an gänzlich anderen Stellen zu finden, als die auftretenden Symptome. Beispielsweise kann eine Entzündung des Sehnervs auf ein Problem mit der Leber zurückzuführen sein, beide Organe gehören zusammen. Diese Zusammenhänge kennen und erkennen Schulmediziner gewöhnlich nicht und behandelt entsprechend nur die Symptome. Kämen Sie auf die Idee zu glauben, die Kühltruhe sei wieder in Ordnung, wenn man einfach die rote Warnlampe entfernt, wenn sie aufleuchtet um einen Fehler anzuzeigen?

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Was bedeuten „Symptom“ und „Symptommedizin“?
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Update (15.04.2014):

An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass mit von einem ähnlichen Fall berichtet wurde, bei dem die Akupunktur dem Hund leider nicht half. Ich habe jedoch keine genaueren Informationen über die Durchführung der Behandlung, so dass es schwer möglich ist, den Fall einzuschätzen und zu bewerten.


Weiterführende Informationen:

Diabetes insipidus
Diabetes insipidus
Antidiuretisches Hormon
Dursttest
Bernd Senf: „Die Lösung der Blockade ist die Lösung“
Neues Akupunktur-Diagnosegerät aus Russland
Gesundheitliche Aufklärung
Schon wieder liessen sich Wissenschaftler bestechen
Wenn Ärzte krank machen: Die absurden Folgen des Gesundheitswahns


Literaturverzeichnis:
[1]
Die Lösung der Blockierung ist die Lösung; Bernd Senf; http://www.berndsenf.de/pdf/DieLoesung.pdf; 06.1996
[2]
Was ist Energie-Medizin? ; Gabriel Stux; http://www.akupunktur-aktuell.de/fb0014_1.htm

13 Antworten auf „Diabetes insipidus – Wie eine unheilbare Krankheit geheilt wurde“

  1. @Kerstin
    Ich bin kein extremer Gegner von Naturheilkunde, jetzt verallgemeinerst du. Aber ich bin ein Gegner des Aberglaubens, dass Rituale und Mittelchen, die bewiesenermaßen(!) keine eigene (d.h. über den Placeboeffekt hinaus gehende) Wirkung haben, auf unerklärliche Weise heilen können.

    Man kann die Wirkung von Mitteln objektiv beurteilen.
    Man kann die Wirksamkeit von Methoden widerlegen.
    Man kann (gewisse) Wirkprinzipien widerlegen aufgrund des aktuellen Wissens über Physik und Chemie (da sie allen Beobachtungen zuwiderlaufen, das werden auch neuere physikalische Erkenntnisse nicht ändern).

    Wer das alles nicht glauben mag, der wirft 300-400 Jahre Wissenschaft und Aufklärung über Bord. Dann kann man an Aberglauben, Hexen und Heiler glauben, aber realer werden die dadurch nicht.

    Man sieht das leider viel zu häufig. Statt auf Argumente zu hören, statt wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu akzeptieren wird lieber die Wissenschaft, die ganze Physik und Medizin verteufelt. Man glaubt lieber an Verschwörungen und allmächtige Industrien und Konzerne die alles tun können, alles vertuschen können. Was nicht ins Weltbild passt biegt man sich zurecht und behauptet auch dies und jenes seien Lügen und dem und denen könne man nicht glauben. Dann macht man sich auch unangreifbar für Gegenbeweise: „Hunderte Studien die mich widerlegen? Unsinn, alle gekauft!“

  2. @Jan
    Du wirst immer Beispiele finden, in denen keine Behandlung nötig ist, aber die Gefahr ist eben, dass man als Laie von vorn herein entscheidet, dass keine medizinische Versorgung nötig ist! Großer Unterschied.

    Zum zweiten Absatz zu dir: Das ist ein klassisches Argumentationsmuster das man auch gerne bei Verschwörungstheoretikern sieht: Wenn es Belege gibt, die einem nicht ins Weltbild passen und die eigene Argumentation zusammenbrechen lassen wird schnell pauschal die Seriosität in Frage gestellt. Dann steckt eine Verschwörung dahinter, eine ganze Industrie oder der Staat, je nach Feindbild. So kann man nicht argumentieren.

    Wenn man diese Argumentationsart gut verpackt kann man auch die Hohle-Erde Theorie begründen oder beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist (wer gut ist, schafft beides gleichzeitig).

  3. Skeptiker, Du scheinst ja echt ein extremer Gegner der Naturheilkunde zu sein. Keiner von uns behauptet, dass allein die Naturheilkunde hilfreich ist. Und ja, Ärzte sind unersetzlich wichtig und notwendig! Und bei einigen Diagnosen hat die Naturheilkunde ihre Grenzen (sie kann keine OP oder lebenserhaltende Notfallmedizin ersetzen)! Wichtig ist aber doch, dass Naturheilkundler und Ärzte (gerade z.B. bei chronischen Leiden)zusammen arbeiten und dass man beide Heilmethoden in Betracht zieht! Menschen sind doch so individuell, dass bei dem einen eher eine Tablette, bei dem anderen eher eine Akupunktur oder eine Zuckerpille gesund macht.
    Und noch zwei Anmerkungen: die Schuld mit dem geplatzten, tödlich endenden Blinddarm ist nicht die Schuld der Homöopathen, sondern der Eltern! Sie haben letztendlich die Verantwortung für das Kind!
    Und wenn man mit etwas Aufmerksamkeit ein Tier heilen kann, dann ist das doch super (billig und effektiv)!

  4. @Kerstin

    Kerstin, die Ursache der Heilung ist schon in diesem Falle nicht ganz uninteressant. Was ist denn, wenn es nicht an den Zuckerpillen und dem Handauflegen lag? Da nun geglaubt wird, dass es dem Tier half, wird man sich bei der nächsten Krankheit beim Tier oder einem selbst vielleicht auch für so was entscheiden. Spätestens wenn das eigene Kind aufgrund von andauerndem Bauchweg wieder Zuckerpillen bekommt anstatt einen Arzt zu besuchen und dann nach 3 Tagen aufgrund eines geplatzen Blinddarms verstirbt hört der Spaß auf.

    Und zum Placeboeffekt bei Tieren: Der ist gut erforscht, von daher gibt es tatsächlich Antworten wenn man sich die Mühe macht zu suchen. Ein Aspekt ist zB die erhöhte Aufmerksamkeit die den Tieren zukommt. Unbewusst wenn die eigentlichen Placebos Pillen sind, aber es gibt ja noch Reiki, Akupunktur etc, bei denen den Tieren naturgemäß viel Zuneigung/Aufmerksamkeit zukommt.

    1. Wenn man mit fürchterlichen Magenschmerzen im Krankenaus an der Anmeldung steht, muss man erst einmal das Glück haben, überhaupt aufgenommen zu werden. In Krankenhäusern, die tatsächlich jeden aufnehmen (und man somit nicht abgewiesen wird), sind die Wartezeiten entsprechend lang, weil die Ärzte völlig überlastet sind. Das habe ich selbst erlebt, als ich jemanden wegen fürchterlichen Magenschmerzen in ein Krankenhaus gefahren habe. Die Ärzte haben nach einer sehr langen Wartezeit ein paar Untersuchungen durchgeführt – und nichts herausgefunden. Dafür waren 10 Euro Praxisgebühr fällig. Da wären selbst Zuckerpillen besser gewesen, als ein Krankenhaus aufzusuchen.

      Mag sein, dass der Placebo-Effekt bei Tieren gut erforscht ist, aber hier wäre zu klären, wer hinter den Forschungsarbeiten steckt. Anhand von Beispielen aus der Gentechnik habe ich im Artikel Seilschaften in der Gentechnik-Industrie aufgeführt, wie wenig Aussagen von Experten manachmal Wert sind. Das wird im Pharmabereich ähnlich sein.

  5. Pro und Contra, kann ich beides gut nachvollziehen. Aber letztendlich wichtig ist doch, dass das Tier wieder gesund ist. Und bei was ich mir nicht sicher bin, ist die Frage nach dem Placeboeffekt. Wie soll das beim Tier funktionieren? Ist sich der Besitzer oder Therapeut der Heilung so sicher, dass sich das auf´s Tier überträgt? Viele Fragen, keine Antworten. Und am Ende doch die Gesundheit!!!

  6. @Jan
    Bleiben ein nicht mehr vorhandener Stoff und ein in Spuren vorhandener: Kochsalz. Eine Wirkung ist Physikalisch nicht möglich. Erklärt wird das von den Anhängern wie bei der Homöopathie: irgendwie überträgt sich die Information der Ursubstanz auf das Wasser/Zucker (was auch immer man konkret zum verdünnen, sorry „potenzieren“ genutzt hat).

    Das dahinter stehende Erklärungsmodell ist in weiten Teilen der gleiche widerlegte Bullshit. Den Leuten, denen die je-mehr-verdünnt-desto-besser Idee gekommen ist kam auch die Idee mit dem Mondlicht und den Amselherzen.

    Da sollte man skeptisch werden! Klar, vielleicht haben sie dennoch per Zufall was gefunden. Dann sollte man die Wirkung versuchen nachzuweisen und wenn eine da sein sollte, kann man sich noch immer um das „wie geht das überhaupt?“ kümmern. Hoppla! Hat man ja getan. Keine Wirkung da, tja…

    Nichts außer dem Placeboeffekt. Der nebenbei bemerkt wird untersucht, ist bestätigt und wird auch zT medizinisch genutzt – obwohl niemand weiß, wie er funktioniert. Die wissenschaftlich betriebene Medizin untersucht, akzeptiert und nutzt also auch Phänomene, die sie nicht erklären kann. Sie würde auch Handauflegen und Zuckerkügelchen ernst nehmen, wenn sie mehr Wirkung hätten als Placebos!

    Das trifft meines Wissens auf so ziemlich jede Alternative Medizin zu (Ausnahmen: Akupunktur bei Schmerzen. Bei Schmerzlinderung (und nur da!) gibt es Hinweise auf eine geringe Wirksamkeit die über den Placeboeffekt hinausgeht. Sicher ist man sich da noch nicht (afaik). Grund genug da weiter zu forschen.)

  7. wahrheiten.org, soso.

    Eine Webseite mit den üblichen Themen:
    * Impfen sei gefährlicher Betrug
    * 9/11
    * Geld/Wirtschaft
    * Klimawandel sei eine Lüge

    Es wird Angst geschürt und abkassiert (Werbung für Edelmetalle, Überlebensausrüstungen…).

    Für mich ein dubioser Eindruck. Immer die gleichen Themen, immer die gleichen windigen Argumente immer das gleiche Weltbild…

    …und auch das ist immer wieder zu sehen: Statt auf Argumente einzugehen und beim Thema zu bleiben schnell mal ein ähnliches ansprechen zum ablenken. Quantität statt Qualität.

    Krebs? Gerichtsurteile zur Schulmedizin? Waren wir nicht bei Homöopathie bei Tieren? Bei der Absurdität der Verdünnung? Bei Tierrechtsorganisationen die davor warnen (2.Link)?

    Übrigens, bevor die alte Leier/Lüge von Homöopathieanhängern auch hier Gebetsmühlenartig wiederholt wird: Placeboeffekte wurden auch bei Kleinkindern und Tieren(!) bereits nachgewiesen. Google hilft, dann findet man Studien und Paper.

    Was sagt das über Homöopathen aus, wenn diese Erkenntnisse ignoriert werden?
    1. Sie kenne sie nicht was bedeutet, sie informieren sich nicht über neue Erkenntnisse der Placeboforschung.
    2. Sie kennen sie und verheimlichen das Ergebnis.
    3. Sie kennen sie aber halten sie für eine Lüge und Verschwörung der Pharmaindustrie.

    Bei 1&2 kann man solchen „Medizinern“ kein Vertrauen entgegen bringen.
    Bei 3 wird es noch schlimmer, bei denen ist die Wirksamkeit ein Dogma und alles andere muss sich drum herum biegen. Ein fast schon religiöser Wahn.

    Es stellt sich dann aber noch die Frage: Wenn hier schon alte, widerlegte Argumente noch immer aufgewärmt werden, wo dann noch? Ach ja richtig: Bei der Wirksamkeit an sich, denn auch die ist ja schon längst widerlegt.

    Auf solche Widerlegungen der eigenen Behauptungen wird natürlich nicht reagiert, außer vielleicht mit „Lüge! Lüge! Verschwörung! Lalala ich hör euch nicht!“. DAS findet man im übrigen auch bei allen Verschwörungstheorien.

    Da ich fürchte gegen eine Wand zu reden (denn welcher Verschwörungstheoretiker hält sich schon an den eigenen Wahlspruch „nichts glauben, selbst denken/nachforschen“?), hier eine Seite wo du weitere Globuli ordern kannst:

    http://www.remedia.at/homoeopathie/arzneibuchstabe.html

    Mit dabei auch diese tollen „Wirkstoffe“ [1]:
    Herz einer Amsel
    Gift einer Echse
    Blut einer Fledermaus
    Steinadler
    Koalabär
    Giraffe
    Bienen
    Spinnen
    Milch von Elefant und Delfin
    Urin vom Leopard
    Blut von Ratte oder Igel
    Fell eines Eisbären
    Hundekot

    Uran
    Plutonium
    Aluminium
    Gips
    Zement
    Meißner Porzellan
    Bergkristall vom tibetischen Berg Kailas
    Zigaretten
    Cannabis
    Koffein
    Heroin
    Opium

    Brustkrebs
    Diphterie
    Windpocken
    Hepatitis
    Malaria
    Multiple Sklerose
    Pest
    Tuberkolose
    AIDS (kaum verwunderlich da Homöopathie ja angeblich auch das heilt … warum hat das noch niemand den Menschen in Afrika gesagt?)
    Menstruationsblut
    Plazenta

    Gammastrahlung
    Röntgenstrahlung
    Mikrowellenstrahlung
    Sonnenlicht (wenn man nicht aufpasst, schleicht sich das auch in andere „Medikamente…)
    Mondstrahlen
    Elektrizität
    Feuer
    magnetische Nordpole (und natürlich auch Südpole)
    Antimaterie

    selbst destilliertes Wasser! welches dann verdünnt wird mit … destilliertem Wasser – äh, ja.

    Noch mehr HiLights hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/06/medikamente-aus-hundekot.php

    [1] Bei denen man oft froh ist, dass in der „Arznei“ sowieso nichts mehr davon enthalten ist…

    Zuckerpillen verkaufen und Handauflegen ist halt auch ein super Geschäft.

    1. Die Verwendung des Begriffs „Homöopathie“ ist im Artikel etwas unglücklich gewählt, da der Hund Mineralsalze nach Schüßler bekam. Die Gemeinsamkeit zwischen Homöopathie und den Schüßler-Salzen liegt bei der Verdünnung der Substanzen. Damit hören die Gemeinsamkeiten auf. Fundament der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel. Ein Mittel, das bei einem Gesunden bestimmte Beschwerden auslöst, soll die Beschwerden bei einem kranken Patienten beenden. Bei der Gabe von Schüßler-Salzen soll dem Körper ein vorübergehend fehlende Salz, bzw. die Informationen, zur Verfügung gestellt werden. Das Herz einer Amsel und das Gift einer Eidechse werden in den Mitteln ebensowenig zu finden sein, wie das Fell eines Eisbären.

  8. Gegen Homöopathie etc. zu argumentieren bringt nicht viel. Wer allein in die Wikipedia schau sieht, dass diese Methoden widerlegt sind. Das wissen die Anhänger und holen die Verschwörungskeule raus, da kommt man mit Argumenten nicht gegen an.

    Daher lieber ein Verweis auf diesen nicht ganz ernst gemeinten Vergleich zwischen Homöopathie und Wissenschaft: http://www.jakearchibald.co.uk/homeopathy/

    Ach, zu Calcium Phosphoricum C30: Das Zeug ist so stark verdünnt (1 zu 10^60), dass um auch nur ein Molekül des Wirkstoffes zu verabreichen der Hund 10^36 Fläschchen Medizin trinken muss (bzw. die entsprechende Menge Globuli fressen). Das sind rund 3 Milliarden(!) mal die Masse der gesamten Erde für ein Molekül Wirkstoff… Aber glaubt ruhig weiter dran ;-)

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