Das blinde Medium

In seinem Essay “Das erblindete Medium“, schrieb Roger Willemsen Gedanken zur Entwicklung des Fernsehens und die Auswirkungen auf die Gesellschaft nieder. Er zeigt darin auf, dass die Erwartungen, welche die Menschen einst an dieses Medium stellten, nicht mehr erfüllt werden. Das Fernsehen dient in der heutigen Zeit weder als Volksbildungsanstalt, noch gewährleistet es eine unabhängige Grundversorgung an Informationen. Stattdessen beanspruchen niveaulose Unterhaltungssendungen einen Großteil der Sendezeit.

Die Entwicklung des Fernsehens verläuft in drei Phasen.
Phase eins: Intelligente machen Fernsehen für Intelligente.
Phase zwei: Intelligente machen Fernsehen für Dumme.
Phase drei: Dumme machen Fernsehen für Dumme.
Gegenwärtig befinden wir uns im Übergangsstadium zwischen Phase zwei und Phase drei.

Johannes Gross, deutscher Publizist, Aphoristiker und Journalist, Mitte der 80er

Roger Willemsen geht jedoch nicht auf die möglichen Folgen dieser Entwicklung ein. Zwar stellt er fest, dass Fernsehsender ihr Programm von der Einschaltquote abhängig machen, um möglichst große Werbeeinnahmen zu erzielen und deutet auch an, dass durch die Werbefinanzierung monetäre Abhängigkeiten entstehen, stellt aber keine Überlegungen an, welche weitreichenden Gefahren diese Situation birgt. Dieser Sachverhalt soll im Folgenden aufgegriffen, untersucht und kritisch betrachtet werden.

Das blinde Medium; PDF, v1.1


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