Dämmschäden, Teil 4

Im Artikel „Kostspielige energetische Sanierung“ habe ich auf mögliche Schäden infolge der Wärmedämmung von Gebäuden hingewiesen, die selbst dann auftreten können, wenn die Dämmung fachgerecht und fehlerfrei durchgeführt wurde. Konkrete Beispiele zeige ich in dieser Serie auf.

Die folgenden Bilder zeigen Häuser in Regensburg, deren Außenwände durch hohe Feuchtigkeit in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Auf den ersten beiden Bildern ist deutlich der Bewuchs an den Wänden zu erkennen, der entsteht, wenn die Flächen häufig kühl und feucht sind.

Dämmschaden

Dämmschaden

Offensichtlich haben auch bei diesem Haus Spechte ihre Höhlen in die Wände gebaut. Die Löcher sind mittlerweile geschlossen.

Dämmschaden

Die Webseite „WDVS – Das Kompendium“, die sich mit Wärmedämm-Verbundsystemen befasst, bestätigt die Problematik und schlägt im Artikel „Specht in der Fassade – Was tun ?“ zur Abwehr der unliebsamen Vögel vor, das Haus mit eleganten Girlanden, schönen Windspielen und modischen Baustellenabsperrbändern zu schmücken. Alternativ könnten sich die Spechte durch angebrachte Vogelastrappen abschrecken lassen. Wenn nichts mehr hilft, dann können die Fassaden natürlich auch vergittert werden.
Im Artikel wird davon ausgegangen, dass die Wände nicht durchfeuchtet und von kleinen Tieren bewohnt sind, die dem Specht als Nahrung dienen. Die Spechte bauen ihre Behausungen also nur aufgrund der (falschen) Annahme, dass sie unter dem Putz Nahrung finden. In vielen Fällen wird das auch stimmen, vor allem bei Gebäuden die noch nicht so lange gedämmt sind. Wenn eine Dämmung aber irgendwann wirklich durchfeuchtet ist, dann werden tatsächlich viele unliebsame Kleinstlebewesen ins Dämmaterial ziehen. Das Stopfen von Löchern ist dann nur noch Symptombehandlung. Die eigentlichen Probleme liegen tiefer.


Hier wird ein Gebäude in Bad Abbach renoviert:

Dämmschaden


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