Bankenrettung in Zypern ist keine Blaupause

Auch wenn das hohe Einkommen vieler „Spitzenpolitiker“ aus Regierungskreisen darauf schließen lassen könnte, dass diese Menschen eine verantwortungsvolle und hochwertige Arbeit leisten, so hält sich der Wert der Aussagen vieler Politiker in engen Grenzen und rechtfertigt die beachtlichen Diäten eher nicht.
Ende März ließ die Bundesregierung noch verkünden, dass die Zypern-Rettung keine „Blaupause“ für ähnlich gelagerte Fälle in anderen Ländern Europas sei.[1] Dies ist aber schon längst wieder vergessen und so verkündet der Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nun:

Die Beteiligung von Eigentümern, nachrangigen Anleihegläubigern und dann ungesicherten Anlegern muss der Normalfall sein, wenn ein Finanzinstitut in eine Schieflage gerät.[2]

Quelle: Handelsblatt

Daraus sind mindestens zwei Dinge zu lernen: Was Politiker erzählen hat keine Bedeutung. Und die Ersparnisse auf der Bank sind nicht sicher.
In Gedanken sollte man sich darauf einstellen, dass man eines Morgens aufsteht und entgegen der Versprechen seitens der Politiker ein mehr oder weniger großer Teil des Geldes übers Wochenende vom Konto abgebucht wurde.


Literaturverzeichnis:
[1]
Bundesregierung sieht in Zypern-Lösung keine Blaupause; Reuters; http://de.reuters.com/article/domesticNews/idDEBEE92Q03I20130327; 27.03.2013
[2]
Bankenrettung – Schäuble sieht in Zypern doch eine Blaupause; dpa/rtr; Handelsblatt; http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bankenrettung-schaeuble-sieht-in-zypern-doch-eine-blaupause/8096614.html; 20.04.2013