Fatale Entwicklung für die Sicherheit der IT-Infrastruktur

Das Zusammenspiel dreier Entwicklungen könnte in Zukunft fatale Folgen haben.

Entwicklung 1) Digitale Straftaten, wie etwa Betrugsversuche oder Angriffe auf IT-Infrastrukturen, werden von den Strafverfolgungsbehörden weitgehend ignoriert. Erpressungen mit Verschlüsselungstrojanern, Passwort- und Identitätsdiebstähle mit Phishing-Mails, Spam oder DDoS-Angriffe werden nicht ernsthaft verfolgt. Oder wann hat man das letzte mal nach einer Angriffswelle davon gehört, dass die Behörden umfassend ermitteln oder Straftäter gar gefasst und vor Gericht gestellt wurden? Das Risiko erwischt oder gar bestraft zu werden ist gering.

Entwicklung 2) Immer mehr Geräte, wie etwa Kühlschränke, Kameras oder gar Spielzeuge erhalten eine Online-Anbindung. Ebenso Alarmanlagen, Hausautomationsanlagen, Fahrzeuge und Smartphones (Stichwort „Internet der Dinge“). Aus Kostengründen und oftmals auch mangels Kompetenz durch Hersteller und Anwender sind viele Geräte jedoch nur unzureichend gegen Angriffe gesichert. Bekannte Sicherheitslücken werden häufig nicht mittels nachträglicher Patches geschlossen und bestehen somit so lange, bis das Gerät entsorgt wird.

Entwicklung 3) Immer mehr Unternehmen verlassen sich bei ihren Dienstleistungen auf Online-Anwendungen. Bankfilialen werden geschlossen und durch Online-Banking ersetzt. Flugtickets gibt es im Buchungs-Portal. Bücher kauft man nicht mehr beim Buchhändler des Vertrauens, sondern lädt sich die Texte übers Internet auf den E-Book-Reader. Computerspiele kauft man nicht mehr auf DVD im Laden, sondern lädt sich über Internet-Vertriebsplattform auf den Rechner.
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