Wen interessiert schon die Wahrheit?

Die Autofahrten zu filmen kann durchaus sinnvoll sein. So wie es im Luftverkehr üblich ist, möglichst viele Informationen zu protokollieren, um bei einem Zwischenfall den Hergang rekonstruieren zu können, können auch im Straßenverkehr Aufzeichnungen, etwa mit einer Kamera, hilfreich sein, um eine kritische Situation im Nachhinein zu analysieren. Es muss nicht gleich ein schwerer Unfall sein, bei dem die Aufnahmen als Beweismaterial herangezogen werden. Schon alltägliche unvorhergesehene Vorkommnisse erfordern eine Reaktion, wie etwa ein Ausweichmanöver. In der Hektik reagiert man möglicherweise nicht optimal. Die Kameraaufzeichnungen ermöglicht es dann aber, die Situation später noch einmal mit etwas Abstand anzuschauen und zu überlegen, wie man hätte besser reagieren können. Auch Sportler nehmen beispielsweise ihre Bewegungsabläufe auf und können so Optimierungsvorschläge mit dem Trainer durchgehen.
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Abschaffung des Bargeldes erleichtert Ausweitung der Verschuldung

Das Oberbayerische Volksblatt schreibt im Artikel „In 10 Jahren kein Bargeld mehr„:

Deutsche-Bank-Chef John Cryan löst mit Äußerungen in Davos lebhafte Debatte aus. München – Die Prognose von Deutsche-Bank-Chef John Cryan, Bargeld werde in den nächsten zehn Jahren verschwinden, stößt auf massive Kritik.

Weiter schreibt die Zeitung:

Verbraucherschützer warnen seit langem davor, dass bargeldloser Zahlungsverkehr das Risiko von Verschuldung erhöhe.

Die nicht näher bekannten Verbraucherschützer haben richtig erkannt, dass die Gefahr einer steigenden Verschuldung besteht, wenn die Menschen den unmittelbaren Bezug zum Geld verlieren. Wie Versuche zeigten, wurde tatsächlich auch mehr Geld ausgegeben, wenn im Restaurant Probanden beispielsweise mit Karte bezahlen sollten, als Probanden einer Kontrollgruppe ausgaben, die mit Bargeld zahlen mussten.
Aus Sicht des Finanzsystems ist die Gefahr der steigenden Verschuldung aber definitiv kein Grund gegen die Abschaffung von Bargeld, sondern ein gewichtiges Argument dafür, Bargeld so schnell wie möglich möglichst komplett verschwinden zu lassen. Wenn Banken einen Kredit vergeben, verleihen sie nicht, wie zuweilen fälschlicherweise angenommen wird, das Geld Ihrer Anleger, sondern erzeugen neues Geld (Geldschöpfung), wodurch die Gesamtgeldmenge steigt. Der Kreditnehmer muss dieses Geld später zuzüglich Zinsen zurückzahlen. Die Geldmenge des Kredites selbst wird dabei aufgehoben und das geschaffene Geld verschwindet wieder aus dem System. Das Geld für die Zinsen bleibt als Gewinn für die Banken aber bestehen. Das Geld für die Zinsen wurde bei der Kreditvergabe jedoch noch nicht erschaffen. Dieses Geld fehlt also zunächst in der Geldmenge. Woher soll das zusätzliche Geld nun genommen werden? Wie Christoph Pfluger in seinem Buch „Das nächste Geld“ anschaulich erläutert, gibt es jetzt zwei Wege. Eine lange und eine kurze Sackgasse.
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Illusion der schwarzen Null

„Die schwarze Null“ ist ein Werbeslogan der CDU mit der sie betonen möchte, dass im Jahr 2015 im Bundeshaushalt erstmals seit 1969 keine neuen Schulden aufgenommen wurden. Und dies soll möglichst auch in den nächsten Jahren so bleiben. Aufgrund des Zinseszinssystemes, das ein ständiges exponentielles Wachstum erfordert, um durch die Vergabe von Krediten das Geld für die Zinsen zu erschaffen (ja, bei der Kreditvergabe durch Banken entsteht neues Geld; Stichwort „Geldschöpfung“), kann es jedoch für die Gesellschaft im Gesamten und auf Dauer natürlich nicht möglich sein, ohne die Anhäufung neuer Schulden auszukommen (die [Zins-]Gewinne des einen sind die Schulden des anderen). Wenn sich „der Bund“ nicht verschuldet, dann muss es jemand anderes sein, der den schwarzen Peter hat. Privatpersonen oder Firmen etwa. Am Ende muss also immer der Konsument und Steuerzahler, also der normale arbeitende Bürger für die Kosten dieses irrsinnigen Finanzsystems aufkommen und sich mindestens in dem Maße verschulden, wie die Zins- und Zinseszinsgewinne für die Banken und Kapitaleigner wachsen.
Seitens der Politik wird nur die „schwarze Null“ im Bundeshaushalt beworben, aber mit keinem Wort erwähnt, über welchen Weg die Bürger stattdessen verschuldet werden. Es wird nichteinmal erwähnt, dass die Schulden überhaupt wachsen müssen und stattdessen wird suggeriert, dass keine neuen Schulden mehr hinzukommen.
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