Einbruchssicherung für 12 Cent

30-Millionen-Zuschuss für Einbruchssicherung

Der Bund will den Schutz gegen Einbrüche in Häuser und Wohnungen stärker fördern. Dafür hat der Haushaltsausschuss nun für das laufende und die beiden nächsten Jahre jeweils zehn Millionen Euro bereitgestellt.[1]

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Bei 80 Millionen Bürger wird hier etwas über 12 Cent pro Jahr und Bürger bereitgestellt. Natürlich besitzt nicht jeder Bürger ein Haus und die Zuschüsse richten sich ja nur an die Menschen, die ein Haus ihr Eigene nennen. Bildlich gesprochen kann man jedoch sagen, dass fast jeder Bürger in einem Haus lebt und dass nun jeder Bürger mit 12 Cent im Jahr zur Absicherung gegen Einbrüche in dem Haus, in dem er lebt, beitragen kann. Wer sich mal die Preise für einbruchshemmende Türen und Fenster angeschaut hat, der wird erkennen, dass sich mit Beträgen, für die man nichteinmal mehr ein Kaugummi bekommt, wohl eher keine Festung bauen kann. Die Politiker wissen das und so wundert es nicht, dass beispielsweise für den G7 Gipfel nicht so gekleckert, sondern geklotzt wird. Die hohen Damen und Herren gönnten sich auf Kosten der Steuerzahler eine Sicherheit, die pro Stunde mit über 150.000 Euro alleine für Polizei und Technik zubuche schlug. Für die zweitägige Veranstaltung musste der Steuerzahler mit über 10 Millionen Euro so viel zum Schutz von wenigen Politikern bezahlen, wie die Bundesregierung nun für 80 Millionen Menschen bereitstellen möchte.[2]
„Einbruchssicherung für 12 Cent“ weiterlesen

Griechenland droht Geldgebern mit Zahlungsstopp

Griechenland droht Geldgebern mit Zahlungsstopp. So betitelt die Presseagentur Reuters einen Artikel zu den finanziellen Problemen Griechenlands. Der ein oder andere Leser wird sich fragen, wie Politiker eines Landes mit so hohen Schulden, ganz selbstbewusst solche gewagten Drohungen aussprechen können. Nun, es gibt folgendes Sprichwort: Wenn du 5.000 Euro Schulden bei der Bank hast, dann hast du ein Problem. Wenn du 50.000.000 Euro Schulden bei der Bank hast, dann hat die Bank ein Problem.
„Griechenland droht Geldgebern mit Zahlungsstopp“ weiterlesen

Wirtschaftsweiser Bofinger fordert Ende des Bargelds

Immer wieder wird gefordert, das Bargeld abzuschaffen. Das hat natürlich weitreichende Folgen. Da sind zum Beispiel die technischen Probleme. Wenn die Internet-Verbindung ausfällt, dann kann man nichteinmal mehr ein Kaugummi für ein paar Cent kaufen. Außerdem wird jeder Bürger umfassend überwachbar. Wer hat wann in welchem laden welche Produkte gekauft? Alles digital erfasst und maschinell auswertbar. Und eine ganz besonders große Gefahr ist, dass man jeden Menschen per Knopfdruck aus umfassend aus der Gesellschaft ausschließen kann. Wer im virtuellen Zahlungsverkehr, aus welchen Gründen auch immer, gesperrt ist, hat keine Möglichkeit mehr, etwas einzukaufen. Man kann auch nicht eine Geldmenge unabhängig von einem Konto in einem geheimen Versteck lagern, um darauf in Notzeiten zurückzugreifen. Und auch ein anonymer Gold- oder Silberkauf wird nahezu unmöglich. Der Staat kann also jederzeit wissen, wer wann wieviel Edelmetall gekauft hat. Im Falle einer Währungskrise weiß er dann, wer sich einen materiellen Vorteil verschafft hat.
„Wirtschaftsweiser Bofinger fordert Ende des Bargelds“ weiterlesen

Neue Konzepte für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage

Die etablierten Print-Medien wurden von der Entwicklung des Internets überrollt und sehen nun ihr Geschäftsmodell in Gefahr. In Zeiten, in denen man Nachrichten bequem im Webbrowser lesen kann und das auch noch ohne dafür bezahlen zu müssen, wird es immer schwieriger, gedruckte Zeitungen und Zeitschriften am Kiosk gegen Geld zu verkaufen. Nun ist das Internet aber auch wieder eine gute Werbeplattform. Wer hier nicht mit aktuellen Berichten vertreten ist, verschwindet aus dem Bewusstsein der potentiellen Kunden. Die Verlage sind also gezwungen, im Internet präsent zu sein und aktuelle Nachrichten zu publizieren. Damit gefährden sie aber ironischerweise den Verkauf ihrer Print-Produkte.
Die Lösung des Dilemmas sehen die Verantwortlichen bei den Verlagen im Einsatz von Bezahl-Schranken, die den Zugang zu einigen oder allen Artikeln nur nach vorheriger Bezahlung ermöglichen. Ein ähnliches Konzept, wie am Kiosk. Alternativ dazu wird über eine Zwangsabgabe ähnlich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nachgedacht. Hierbei handelt es sich jedoch um Konzepte aus einer Zeit vor dem Internet. Neue und moderne Ansätze werden leider weder diskutiert, noch ausprobiert. Das verwundert etwas, denn es sind doch gerade die Zeitungen, die von sich behaupten, ihre Leser über die neusten Entwicklungen auf der Welt zu berichten. Und nun haben diese Medien, bei denen Aktualität das Kernelements des Erfolges ist, die Entwicklung über viele Jahre verpasst und schlagen nun Konzepte aus dem vorherigen Jahrhundert zur Lösung moderner Probleme vor.
„Neue Konzepte für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage“ weiterlesen

Wie Hersteller die Besitzrechte der Kunden durch smarte Technik einschränken können

Wenn es nach der Industrie geht, dann soll in naher Zukunft möglichst jedes Gerät miteinander vernetzt sein und miteinander Kommunizieren können. „Smart“ nennt man dies auf neudeutsch. „Smart“ kann man mit „intelligent“, „klug“ oder „gerissen“ übersetzen. Aber auch mit „Brennen“, „Schmerz“ oder „Leiden“. Und natürlich soll die Kommunikation über das öffentliche Internet laufen. Falls der Internet-Anschluss für die Funktionalität der Geräte eigentlich nicht notwendig ist, ist angedacht, zumindest die Steuerzentrale ans Internet anzubinden und möglichst alle Daten in die sogenannte „Cloud“ auszulagern. „Cloud“ ist der englische Begriff für „Wolke“. Die Daten liegen dann aber nicht in irgend einer Wolke, sondern auf irgend einem fremden Server, der vielleicht sogar in einem Land steht, in dem dem Begriffe wie „Datenschutz“ oder „Privatsphäre“ eher unbekannt sind. Zumindest ist der verbleib der Daten dann für den Nutzer ähnlich nebulös, wie eine Wolke und damit ist der Begriff „Cloud“ nicht unbedingt verkehrt.
„Wie Hersteller die Besitzrechte der Kunden durch smarte Technik einschränken können“ weiterlesen

Es gibt 10 Arten von Menschen. Die die Binärcode verstehen und die die ihn nicht verstehen

Bei Focus-Online ist folgende „Mathe-Aufgabe“ als Video zu finden:

5+5+5+5 = 555

Mit einem Strich soll man nun dafür sorgen, dass die Gleichung stimmt. Die Vorgesehene Lösung ist, aus dem ersten Plus eine vier zu machen.

Von einer Mathe-Aufgabe kann da allerdings keine Rede sein. Hier werden keine mathematischen Regeln angewendet, sondern einfach Inhalte verändert. Aus einem mathematischen Operator eine Zahl zu machen, ist nun wirklich sehr gewagt. Angemessener wäre es eher, aus dem Gleichzeichen ein Ungleichzeichen zu machen. Im Allgemeinen dürfte das Video zu der Aufgabe aber ohnehin nur dazu dienen, einen vorgeschalteten Werbeclip zu zeigen.

Interessant ist jedoch ein Kommentar zu dem Video:
„Es gibt 10 Arten von Menschen. Die die Binärcode verstehen und die die ihn nicht verstehen“ weiterlesen

Warum habt ihr nichts getan, um den Krieg zu verhindern?

Als im Radio die Meldung kam, die auch auf der Website der Bundesregierung nachgelesen werden kann,[1] dass Israels Präsident Reuven Rivlin zum 50-jährigen Jubiläum der „Partnerschaft und Freundschaft“ zwischen Deutschland und Israel im Kanzleramt zu Besuch ist, war mein erste Gedanke: Warum bemüht sich denn ein israelischer Politiker nach Deutschland? Braucht Israel mal wieder ein neues Kriegs-U-Boot auf Kosten der deutschen Steuerzahler und ist nun hier, um das Kriegsgerät persönlich zu bestellen?
Nun, ein U-Boot stand diesmal nicht auf der Wunschliste. Davon hat Israel scheinbar genug vom deutschen Steuerzahler geschenkt oder subventioniert bekommen. Diesmal will der israelische Präsident Kriegsschiffe. Vier Stück. Die deutschen Steuerdeppen, also wir, sollen ein Drittel der Kosten bezahlen und damit das Geld, das Israel beisteuert möglichst gleich wieder ins Heilige Land zurückfließt, hat sich die Werft verpflichtet, Gegenkäufe in Israel zu tätigen. In fünf Jahren sollen die Schiffe ausgeliefert werden.[2] Ob jeweils eine schicke rote Geschenkschleife um die Schiffe gebunden sein soll, war leider keiner Pressemeldung zu entnehmen. Die wirklich wichtigen Dinge gehen in der Mainstreampresse irgendwie immer unter.
„Warum habt ihr nichts getan, um den Krieg zu verhindern?“ weiterlesen

Hohe Verluste mit Lebensversicherungen

Nachdem die Politiker das Rentensystem zerstört haben und vielen Menschen trotz jahrzehntelangem Einzahlen in die Rentenkasse die Altersarmut droht, erklären die Politiker ganz dreist, man müsse halt eigenverantwortlich in eine private Altersvorsorge investieren. Wer es sich leisten konnte und diesem Aufruf gefolgt ist, der steht nun zuweilen besonders blöd da, weil die Politiker nun in einem weiteren Schritt in einer Nacht-und-Nebelaktion bei einer Abstimmung zu später Stunde mit geringer Beteiligung dafür sorgten, dass den Kunden immer weniger ausgezahlt werden muss. Die Versicherern freuen sich natürlich. Zuerst haben die Politiker ihnen neue Kunden zugespielt und nun helfen die vom Volk gewählten Politikdarsteller den Versicherungskonzernen ganz legal ihre Gewinne auf Kosten der Versicherten zu optimieren. Während die Versicherungskonzerne beachtliche hohe Summen an die Aktionäre ausschütten, beteuern sie vor der Öffentlichkeit, dass sie so arm sind, dass diese Maßnahmen unbedingt notwendig seien, um ihr Geschäftsmodell zu sichern.

Weitere Informationen: Hohe Verluste mit Lebensversicherungen

Ein ganz besonderes Geschäftsmodell der Deutschen Post

Vor einiger Zeit hatte ich Dokumente mit der Post verschickt, die vom Empfänger zu unterschreiben und weiterzuleiten waren. Leider hat die Deutsche Post hin und wieder Probleme, ihre grundlegendste Aufgabe zu erfüllen: Briefe unversehrt von einem Ort zu einem anderen zu transportieren. Der Brief ist leider zerknickt angekommen. Gut, das kann aufgrund der Massenabfertigung in den großen Sortieranlagen durchaus passieren. Also habe ich die Dokumente erneut ausgedruckt und in einer verstärkten Versandtasche verschickt … und wieder kamen die Dokumente geknickt beim Empfänger an. Diesmal hat der Postbote einfach die Versandtasche in der Mitte gefaltet und in den Briefkasten gesteckt. Da fragt man sich dann schon, was das soll. Aus welchem Grund verschickt man Unterlagen wohl in einer extra verstärkten Versandtasche? Vermutlich, dass sie NICHT geknickt werden! Wie kommt man denn dann auf die selten dämliche Idee, eine solche Versandtasche, die den Inhalt auf dem Postweg schützen soll und nicht ganz billig ist, einfach zu falten?
Ich hatte ja schon überlegt auf den den Umschlag zu schreiben, dass er nicht geknickt werden soll. Aber die Sortiermaschinen werden einen solchen Hinweis bestimmt nicht lesen und den Brief dann mit besonderer Vorsicht verteilen und ein Postbote sollte sich ja denken können, dass besonders geschützte Inhalte eine besondere Umsicht erfordern. Aber scheinbar muss man den Mitarbeitern bei der Post bei jedem Brief genau erklären, wie ihr tägliches Handwerk funktioniert:

  • Postsendung in den Briefkasten des Empfängers werfen.
  • Wenn die Postsendung nicht in den Briefkasten passt, dann klingeln.
  • Wenn niemand anzutreffen ist, der die Postsendung entgegennehmen kann, dann bei der nächsten Postdienststelle hinterlegen und einen Benachrichtigung in den Briefkasten werfen.

In einer Welt, in der man auf Kaffeebecher „Vorsicht, Inhalt heiß!“ schreiben muss und darauf hinweisen sollte, dass Klobürsten nicht zum Zähneputzen geeignet sind und Mikrowellenöfen nicht zum trocknen von Haustieren verwendet werden dürfen, wundert mich bald nichts mehr.

Natürlich wird sich der ein oder andere Empfänger beschweren, wenn er ständig zur Postfiliale laufen muss, um dort die Briefe abzuholen, die nicht in seinen Briefkasten passen. Aber hier würde ein größerer Briefkasten Abhilfe schaffen, wenn man häufiger große Post erhält, als in den aktuellen Briefkasten passt. Dass der Postbote dem Empfänger die Unannehmlichkeiten ersparen möchte, die nächste Filiale aufzusuchen, die dank der „Umstrukturierungsmaßnahmen“ mitunter auch nicht mehr gerade in der Nähe ist, lässt sich nachvollziehen. Außerdem stehen Postboten unter Zeitdruck. Aber damit sollte man nicht die Zerstörung des Eigentums anderer Menschen begründen. Unterlagen, die in einem besonders stabilen Umschlag mit verstärkter Rückseite versendet werden zu zerknicken, weil es so am schnellsten geht ist überaus fragwürdig. Wenn man ein Fahrzeug, das gepflegt ist und sich in gutem Zustand befindet zur jährlichen Wartung und Inspektion in eine Werkstatt bringt und es dann völlig zerkratzt zurückerhält und dazu die normale Werkstattrechnung präsentiert bekommt, würde man dies wohl auch nicht akzeptieren. Auch nicht, wenn der Mechaniker versichert, dass er nun mal in Eile war und keine Zeit hatte, eine ausreichend große Lücke beim Umparken auf dem Hof der Werkstatt zu suchen und sich dachte, dass der Kunde das Auto lieber schnell als unversehrt zurückhaben wolle. Mit einer solchen Begründung würde wohl keine Mechaniker oder Werkstattinhaber durchkommen. Bei der Post scheint ein rücksichtsloser Umgang mit dem Eigentum anderer, das diesem Unternehmen anvertraut wurde, jedoch selbstverständlich zu sein und vielleicht sogar zum Geschäftskonzept zu gehören.

Wenn der Postbote nach dem Motto „was nicht passt, wird passend gemacht“ verfährt, spart das Unternehmen Zeit. Und Zeit ist bekanntlich Geld. Zudem kann die Post damit rechnen, dass zerstörte Unterlagen eventuell erneut gesendet werden müssen und dafür ist natürlich auch das Porto zu bezahlen. Eine tolle Gewinnoptimierungsstrategie für die Post. Man macht einfach die Unterlagen der Kunden kaputt und der Kunde muss immer wieder für den erneuten Versand bezahlen. Ein grundsolides Geschäftsmodell mit vorbildlicher Kundenbindung!

Ölwechsel ist überflüssig

Jahr für Jahr bringen unzählige Fahrzeugbesitzer ihre Fahrzeuge zur regelmäßigen Wartung, wie es von den Fahrzeugherstellern vorgeschrieben wird. Dazu gehört üblicherweise auch ein Ölwechsel, der ganz besonders teuer ist und routinemäßig unabhängig vom Zustand des Öles durchgeführt wird. Nicht nur die Arbeitsstunden sind in der Werkstatt kostspielig, sondern auch das Öl. In der Werkstatt zahlt man für das Öl häufig deutlich mehr, als für ein gleichwertiges Öl aus dem Baumarkt.
Besonders ärgerlich ist dies, weil Ölwechsel heutzutage eigentlich kaum noch notwendig sind. Moderne Öle können sehr lange verwendet werden. Ohne den unnötigen Ölwechsel wird man aber jegliche Garantieansprüche verlieren, die einem die Hersteller bei Einhaltung der regelmäßigen Wartung nach ihren Vorgaben versprechen. Dass diese Praxis des überflüssigen Ölwechsels eine starke Belastung für die Umwelt darstellt, scheint niemanden zu interessieren. Auch nicht die Politiker, die sich sonst um jedes kleinste vermeintliche Umweltschutzpotential kümmern. Stattdessen werden lieber Glühlampen verboten und die Leistung von Staubsaugern wird reduziert. Da bleibt keine Zeit, sich um die mehr als 200 Millionen Liter altes Motorenöl zu kümmern, die alleine in Deutschland anfallen.

Weitere Informationen: Ölwechsel ist überflüssig

Warum deutsche Behörden mit ihren IT-Upgrades hinterher laufen MÜSSEN

Nehmen wir mal eine beliebige deutsche Behörde mit einem einheitlichen IT-Gerätepark, der mit Windows XP läuft. Die Behörde hat entweder eine eigene, eine übergeordnete oder eine externe IT-Abteilung. Spielt erstmal keine Rolle.

Weiter lesen:
http://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Datenschutzbeauftragte-warnt-vor-Zeitbombe-Windows-XP/Warum-deutsche-Behoerden-mit-ihren-IT-Upgrades-hinterher-laufen-MUeSSEN/posting-4525287/show/

Wo man singt, da lass dich nieder, …

… denn nur frohe Menschen kennen Lieder.

Im Artikel „Umverteilung von Arm nach Reich bei der GEMA“ habe ich auf einen Text verwiesen, der schildert, wie das Umverteilungssystem der GEMA, also der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, das Geld von vielen Menschen vorbei an den vielen unbekannten kreativen Künstlern hin zu den wenigen sogenannten „ordentlichen Mitgliedern“ und den Vorständen der GEMA fließen lässt. Woher das Geld kommt nun …
„Wo man singt, da lass dich nieder, …“ weiterlesen

Wenn Finanzproduktverkäufer Sicherheiten bieten müssen

Wer mehr Geld hat, als er im Moment benötigt, beispielsweise weil er gerade für den verlorenen Job eine Abfindung erhalten hat, kann dies bei einer Bank anlegen. Gerade das Geld aus einer Abfindung infolge eines Arbeitsplatzverlustes sollte natürlich sicher angelegt werden weil man es wahrscheinlich in anstehenden Notzeiten benötigen wird, wenn man nicht schnell eine neue bezahlte Arbeit findet.
Wenn man sich nun bei einer Bank mit einem Finanzproduktverkäufer (oftmals auch fälschlich Bankberater genannt) unterhält, wird dieser einem versichern, dass die von ihm vorgeschlagenen Anlagen absolut sicher sind. Er möchte schließlich Finanzprodukte verkaufen, beziehungsweise das Geld des potentiellen Kunden für die Bank erhalten. Risiken werden gerne ausgeblendet. Die Frage, was wäre, wenn die Bank Pleite geht, wird kaum ein Finanzproduktverkäufer mit den Worten „Tja, Pech gehabt, dann ist das Geld weg :)“ beantworten, sondern eher versichern, dass das Geldinstitut nur Gewinne macht und total super-plus-gut zukunftssicher ist.
Interessant dürfte es werden, wenn der Kunde sich diese Aussage schriftlich bestätigen und vom Finanzproduktverkäufer unterschreiben lässt. Darauf wird wohl kein Verkäufer einer Bank eingehen. Wenn man den Verkäufer dann noch nach Sicherheiten fragt, die er bieten kann, wird er wohl recht verdutzt aus seinem schicken Anzug mit adretter Krawatte blicken. Dabei ist diese Frage eigentlich recht naheliegend. Wer bei einer Bank einen Kredit aufnehmen möchte, wird schließlich auch entsprechende Sicherheiten vorweisen müssen. Ein Haus, ein Auto, oder was auch immer. Dementsprechend ist es naheliegend, dass auch die Bank, beziehungsweise der Finanzproduktverkäufer Sicherheiten bieten sollte, wenn ein Kunde dem Bankinstitut Geld zur Verfügung stellt. Denn im Prinzip erhält die Bank vom Kunden einen Kredit, wenn jemand Geld bei der Bank einzahlt. Da sollte man schon die Frage stellen dürfen, mit welchen Gütern der Finanzproduktverkäufer haftet. Hat er ein Haus, ein Auto oder ein Boot, mit dem er den Bankkunden entschädigen kann, wenn die Bank das ihr geliehene Geld nicht mehr zurückzahlen kann?

Umverteilung von Arm nach Reich bei der GEMA

Das Jahr 2010 war gut für die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz Gema. Laut Geschäftsbericht hat sie rund 863 Millionen Euro erwirtschaftet und davon 735,9 Millionen Euro an ihre Mitglieder und andere Rechteinhaber ausgeschüttet. Etwa 127 Millionen Euro hat die Gema 2010 selbst verbraucht für ihre mehr als 1000 Mitarbeiter, den Unterhalt der beiden Generaldirektionen in Berlin und München sowie der sieben Bezirksdirektionen. Und die Gehälter des Vorstands wollen schließlich auch bezahlt werden. Der Vorstandsvorsitzende Harald Heker erhielt 484000 Euro, den Vorstandsmitgliedern Rainer Hilpert und Georg Oeller wurden 332000 Euro und 264000 Euro überwiesen. Die pensionsvertraglichen Bezüge der früheren Vorstände betrugen 554000 Euro. Da wundert es nicht, dass frühere Vorstandsmitglieder bis ins hohe Alter auf ihren Stühlen sitzen geblieben sind.

Weiter lesen: Die Wahrheit über die GEMA

Betreut und Betrogen

Wer im Alter auf andere angewiesen ist, möchte häufig gerne von den nächsten Verwandten versorgt werden, denen er vertraut. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Gerichte einfach über die Köpfe der Betroffenen hinwegentscheiden und den angehörigen die Rechte entziehen und stattdessen Berufsbetreuer einsetzen. Diese müssen sich allerdings um so viele Klienten kümmern, dass sie nicht viel mehr als einen halben Tag im Monat für jede ihrer anvertrauten Personen aufbringen können. Um möglichst wenig Arbeit mit den zu betreuenden Personen zu haben, werden sie diese schnellstmöglich in ein Heim verfrachten und möglichst die Wohnung auflösen. Anstatt von einem Familienangehörigen im eigenen Heim gepflegt und versorgt zu werden, müssen die alten Menschen dann die letzten Tage ihres Lebens in einem anonymen Heim weitab der eigenen Wohnung und der Familie verbringen. Das Wohl der Menschen interessiert die Richter offensichtlich nicht, auch wenn diese Regelung eigentlich dazu geschaffen wurde, das Wohl der Menschen zu erhalten und zu verhindern, dass alte Menschen unsachgemäß versorgt werden und die Verantwortlichen betonen, dass sie nur um das Wohl der Betroffenen besorgt waren. Wie sehr die Verantwortlichen tatsächlich um das Wohl besorgt sind, sieht man, wenn man schaut, wie oft Richter, Anwälte und Betreuer (Verwalter) bei den Menschen vorbeikommen. Mitunter überhaupt nicht. Es ist diesen Verantwortlichen egal, wie es den Alten ergeht. Es ist ihnen gleichgültig, ob die Betroffenen unter der Situation leiden. Wenn man aber danach fragt, dann wird der vorgetragene Kummer ignoriert und rotzfrech behauptet, man habe das alles nur getan, damit des den Alten gut geht. Selbst Schreiben mit der Bitte zur Familie zurück zu dürfen werden beiseite gewischt. Begründung: der Alte weiß nicht mehr was er sagt oder schreibt. Seine Schreiben muss man nicht ernst nehmen oder ihnen eine tiefere Bedeutung zumessen. Und Angehörige, die sich nur um die Betreuungsbedürftige Person in ihrer Familie kümmern wollten, landen durchaus auch schon mal im Gefängnis.
„Betreut und Betrogen“ weiterlesen