Bizarre Maut-Pläne

Wer muss künftig auf welchen Straßen Maut bezahlen? Deutsche Autobesitzer müssen für Autobahnen und Bundesstraßen eine „Infrastrukturabgabe“ zahlen. Halter von im Ausland zugelassenen Pkw und Wohnmobilen sind von der Bundesstraßen-Maut befreit. Kreis- und Landstraßen bleiben kostenfrei.[1]

Quelle: Frankfurter Rundschau

Deutsche müssen KFZ-Steuer bezahlen. Ausländer müssen in Deutschland Maut bezahlen (so wie es auch die Deutschen in vielen Nachbarkländern müssen) -> nicht EU-konform, da dies eine Diskriminierung der Ausländer darstellt.

Deutsche müssen Maut für Autobahnen und Bundesstraßen zahlen. Ausländer müssen nur für Autobahnen eine Maut bezahlen -> EU-konform, da dies scheinbar keine Diskriminierung darstellt.
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Wie die Zentralbank die Öffentlichkeit ablenkt

Die Europäische Zentralbank hat ein Problem: Ihre Arbeit passiert im Verborgenen und ist sehr kompliziert. Mit einer skurrilen Aktion will die EZB nun eine breite Öffentlichkeit erreichen – und vor allem auch junge Menschen.

Die Notenbank hat zu einem Fotowettbewerb aufgerufen. Alles dreht sich um den neuen 10-Euro-Schein, der seit kurzem aus den Geldautomaten kommt. Die Bewohner der Eurozone sollen sich mit dem Schein fotografieren – also ein sogenanntes Selfie machen.[1]

Quelle: Focus

So kompliziert ist das Geldsystem eigentlich nicht. Die Banken möchten aber nicht, dass die Menschen erfahren, wie das Geldsystem funktioniert, denn dann würden sie auch erfahren, dass der Zwang zum grenzenlosen exponentiellen Wachstum mit einhergehender Verschwendung der Ressourcen und der Verschmutzung der Umwelt eine logische Folge des zinsbasierten Geldsystems ist. Und dann würde den Menschen auch bewusst werden, dass es ganz normal ist, dass die armen arbeitenden Menschen immer ärmer werden, während die ohnehin schon reichen Menschen automatisch immer reicher werden. Die Schere zwischen Arm und Reich ist kein „Fehler“, der behoben werden kann, sondern systemimmanent. All das sollen die Menschen aber nicht erfahren und deswegen bringt man die Menschen dazu, sich mit sinnlosen Belanglosigkeiten zu befassen. Wer damit beschäftigt ist, Bilder von sich und einem austauschbaren Euroschein zu machen, der hat keine Zeit, sich über das Geldsystem zu informieren.

Wenn man die Arbeit erklären möchte, die im Verborgenen passiert, dann ist das eigentlich nicht so schwierig. Nachfolgend zwei Filme, mit einfachen Worten erklären, wozu die Zentralbank angeblich nicht in der Lage ist:
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Die Farb- und Fellvielfalt der Dalmatiner

Dalmatiner (schwarz, braun, lemon)
Die Hunderasse Dalmatiner wird vermutlich jeder kennen. Spätestens seit dem Kinoerfolg von Disneys 101 Dalmatiner erlangten diese weißen Hunde mit auffälligen schwarzen Flecken eine beachtliche Popularität. Was viele aber nicht wissen ist, dass es nicht nur Dalmatiner mit schwarzen Flecken gibt, sondern auch solche mit braunen oder blauen Flecken. Darüber hinaus gibt es gestromte Dalmatiner. Und dann gibt es auch noch Dalmatiner mit sehr hellen Flecken. Abhängig vom Erbmaterial können diese Hunde eine schwarze Nase haben, dann spricht man von der Farbe Lemon. Sie können aber auch eine braune Nase haben, dann nennt man die Farbe dieser Hunde Orange. Zudem sind auch Mischungen verschiedener Farben möglich. Bei der Tricolorvariante kommen zur weißen Fellfarbe Punkte in zwei unterschiedlichen Farben hinzu.
Aber nicht nur die Fellfarbe kann variieren, sondern auch die Felllänge. Üblicherweise haben Dalmatiner ein sehr kurzes Fell. Es gibt jedoch auch Dalmatiner mit einem langen Fell, die sogenannten Langhaardalmatiner.
Dass diese Vielfalt weitgehend unbekannt ist, liegt auch daran, dass die Variante Lemon/Orange im Rassestandard großer Zuchtverbände als „Fehlfarbe“ gesehen und damit unerwünscht ist. Dies geht so weit, dass Züchter mitunter sehr aggresiv reagieren, wenn jemand solche Hunde unabsichtlich oder gar absichtlich züchtet oder sich auch nur positiv zu diesem Farbschlag äußert.
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Gender-Wahn bei der Grünen Jugend (und anderen Parteien)

Diskriminierung bezeichnet eine gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen.

Angenommen, bei einem Antragsformular für eine Vereinsmitgliedschaft würde bei der Angabe des Geschlechts zur Auswahl stehen

– männlich
– nicht männlich

Könnte man dies als Diskriminierung der Frauen ansehen? Vermutlich ja, schließlich gibt es bei dieser Auswahl nur Männer und ein undefinierter, nicht nennenswerter Rest, zu dem offensichtlich auch die Frauen gehören. Die Partei „Grüne Jugend“ möchte Diskriminierung bekämpfen und bietet natürlich nicht diese diskriminierende Auswahl im Antrag zur Mitgliedschaft an. Stattdessen steht im Antrag folgende Auswahlmöglichkeit:

– weiblich
– nicht weiblich
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Schöne neue Grafikwelt … aber der Sound ist die Hölle

Programmierer, Leveldesigner und vielen andere Mitarbeiter der Spieleschmieden zaubern immer neue grafische Wunderwerke auf die Monitore der Computerspieler. Die Grafik ist mitunter so detailreich, dass man schnell das Gefühl hat, in diese virtuellen Welten einzutauchen. Eines dieser Spiele, die mit einer solch tollen Grafik faszinieren und fesseln, ist Battlefield 4. Wenn man durch die virtuellen Schiffe schlendert, in denen einige Szenen spielen, wird man gewiss die Wände bewundern. Die Texturen sind so aufwändig, dass man sich direkt vorstellen kann, wie die Wände einst gestrichen wurden. Die Streifen, welche die Pinselborsten hinterlassen haben, lassen darauf schließen, dass eine recht dickflüssige Farbe aufgetragen wurde. Und offensichtlich ist eine alte Farbschicht, die bereis teilweise abblätterte, einfach überstrichen worden. Die Konturen der Ränder von den alten Farbresten sieht man noch unter der neuen Farbe. Und auch Licht und Schatten, welche die Umgebung stimmungsvoll beleuchten, begeistern den geneigten Spieler.
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Weltspartag = Weltschuldentag

Wer ein hohes Einkommen hat und viel Geld besitzt, muss nicht sein gesamtes Einkommen verwenden, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er kann somit einen Teil des Geldes sparen. Da Geld lange haltbar ist, kann man das Geld zum Sparen in einen Safe legen und es dort horten. Das führt jedoch zu einem Problem. Dieses Problem tritt immer auf, wenn jemand spart, also Geld hortet.
Jedes Jahr im Oktober zelebrieren die Sparkassen und einige andere Banken seit dem 1. Internationalen Sparkassenkongress in Mailand im Jahr 1924 den Weltspartag. Wenn Kinder an dem Tag ihr Sparschein zur Bank bringen, erhalten sie traditionell kleine Geschenke und können das gesparte Geld manchmal auch an einem eigens für Kinder eingerichteten Schalter einzahlen. An diese Weltspartage kann ich mich noch erinnern. Das war irgendwie ein besonderes Erlebnis und natürlich waren die Geschenke, wie etwa eine neue Spardose, verlockend. Aber im Nachhinein musste ich feststellen, dass man bei diesen Spartagen für Dumm verkauft wird.
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Globale Finanzmärkte: Die Welt versinkt in Schulden

Globale Finanzmärkte: Die Welt versinkt in Schulden

So lautet die Überschrift eines Artikels bei SPIEGEL Online.[1] Weiter ist zu lesen, dass jemand, der keine Fehler macht, zu wenig wagt. Wer den gleichen Fehler immer wieder macht, dem ist nicht zu helfen. Mit dieser Aussage wird die Finanzkrise von 2007/08 als Ausrutscher einer überoptimistischen Globalisierungseuphorie gesehen. Dass sich seither aber nichts geändert hat, sieht der Autor des Artikels als das eigentliche Drama.

Dabei übersieht der Auto, Henrik Müller, Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der Universität Dortmund, jedoch, dass es sich bei der Finanzkrise von 2007/08 nicht um einen Ausrutscher handelt.
Zins und Zinseszins erzwingen eine ständig wachsende Verschuldung. Dies ist ein systemimmanenter Prozess, der so lange abläuft, wie es Zins und Zinseszins gibt. Dass die Last der auf den Schultern der Allgemeinheit ruhenden wachsenden Schulden, die den ebenfalls wachsenden Vermögen gegenüberstehen, irgendwann unerträglich wird und zu Krisen führt, ist nicht überraschend. Somit handelt es sich bei der Finanzkrise eigentlich um eine Systemkrise, da das zinsbasierte Geldsystem als solches problematisch ist.
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Hup mich nicht an!

In der Zeitschrift Stiftung Warentest, Finanztest 09/2014 wird darauf hingewiesen, dass die Fahrbahnen seit der Novelle der Straßenverkehrsordnung 1997 den Radfahrern und den Autofahrern gleichermaßen gehören. Das heißt, dass Radfahrer grundsätzlich auf der Straße fahren dürfen, auch dann, wenn ein Radweg existiert. Radfahrer müssen nur dann zwingend den Radweg benutzen, wenn ein Schild dies vorschreibt (Beispielsweise Verkehrszeichen 237 oder Zeichen 240). Diese Schilder dürfen nur noch dort stehen, wo es wegen „besonderer Umstände zwingend geboten ist“ (wobei diese Regel von den Behörden nicht konsequent umgesetzt wurde).
Im Artikel der Zeitschrift wird empfohlen, dass Radfahrer immer die Straße nutzen, wenn dies nicht ausdrücklich verboten ist. Begründet wird dies damit, dass Studien belegen, dass Radfahrer auf den Straßen sicherer unterwegs sind, als auf Radwegen, weil sie dort besser gesehen werden.
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Ein Drittel des Vermögens im Besitz von 1 Prozent

«Vermögen haben sich vor allem darum weiter konzentriert, weil die Kapitalrenditen über dem Wirtschafts- und Lohnwachstum liegen.» Geld anzulegen ist demnach profitabler, als zu arbeiten.

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Die nicht-arbeitenden Reichen werden durch Zins und Zinseszins automatisch immer reicher, während die Fleißigen trotz Arbeit immer ärmer werden. Wie lange mag das noch gutgehen?