Gehaltsanpassung

Vielleicht sollte ich mich doch einmal um eine Gehaltserhöhung bemühen. Offensichtlich erhalte ich zu wenig Geld.
Josef Ackermann erhielt im Jahre 2009 etwa 10 Millionen Euro für seine … Tätigkeiten.[1] Darüber kann der Hedgefond-Manager John Paulson nur lachen. Er kassierte 2010 an jedem Tag so viel, wie Ackermann in einem ganzen Jahr. Paulson erhielt 2010 umgerechtnet 3500 Millionen (3,5 Milliarden) Euro.[2] Das sind etwa 38000 Euro am Tag, bzw. 1000 Euro pro Stunde. Wo nimmt ein Mensch so viel Energie her, um an einem Tag 100 bis 1000 mal so viel zu leisten, wie etwa 95 bis 99 Prozent der restlichen Bevölkerung auf der Welt. Wie schafft er es, eine Arbeit, für die andere eine Stunde benötigen, in 3,6 bis 36 Sekunden zu erledigen? Und dass müsste er, damit sein Gehalt gerechtfertigt wäre, schließlich soll laut Merkel, die Lohnpolitik an der Arbeitsproduktivität orientiert sein:

Wir könnten uns überlegen, ob unser Renteneintrittsalter irgendwann geändert werden muss. Und vielleicht ist auch unsere Lohnpolitik nicht genug an der Arbeitsproduktivität orientiert.[3]

Quelle: FAZ

Aber vielleicht bekommen all die anderen Menschen, die jeden Tag von morgens bis abends arbeiten gehen, einfach zu wenig Geld. Bei manch einem reicht das Gehalt ja nicht einmal, um ohne Lebensmittelmarken oder zusätzlichem Arbeitslosengeld auch nur die nötigsten Güter zu kaufen, die zum Überleben notwendig sind.


Verwunderung über demokratisches Verhalten in einer Demokratie

Ist es nicht absurd? Bei jeder Gelegenheit wird den Menschen erklärt, sie leben in einer Demokratie und die Macht ginge in einer solchen vom Volke aus, aber die eigentlichen Entscheidungen treffen dann immer wieder einzelne Menschen in Vertretung für alle und ohne Rücksprache mit der großen Masse der Menschen zu halten. So entscheiden Konzernführungen und deren Helfer, die Politiker, ständig über die Köpfe der Menschen in den Ländern hinweg und kaum jemand stört sich daran. Wenn dann aber bei einer Fragestellung doch einmal das gemeine Wahlvolk zu Wort kommen soll, wie es sich für eine Demokratie (in der wir ja angeblich leben) gehört, löst dies Verwunderung aus. Derzeit blicken die Politiker und Konzernführungen voller Verwunderung nach Griechenland. Dort soll doch tatsächlich die Bevölkerung in einem Referendum über das angedrohte Sparpaket entscheiden. Wie kann das denn sein? Seit wann hat darf der kleine Mensch von der Straße bei entscheidenden Fragen mitwirken?
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