Eine ganz besondere Sauce

Hin und wieder gönnt man sich etwas besonderes und geht zum Essen in ein Restaurant. Man freut sich auf die angenehme Atmosphäre und ein richtig gut gekochtes Essen. Restaurants sind in der Fast-Food-Gesellschaft schließlich eine der letzte Bastionen, zur Verteidigung der hohen Kochkunst. Dafür nimmt man es gerne in Kauf, für ein Gericht einen höheren Preis zu bezahlen und für Getränke zur Subvention der Gerichte noch tiefer in die Tasche zu greifen.
In einem thailändischen Restaurant in Regensburg gibt es zu den vegetarischen Minifrühlingsrollen eine sehr leckere, süßlich schmeckende Chillisauce. Alleine diese war immer mehr der Grund, die Frühlingsrollen zu bestellen. Ich stellte mir immer wieder die Frage, wie sie diese Sauce wohl hinbekommen, aber das dürfte wohl für immer ein Geheimnis der Köche des Restaurants bleiben.
abc
Irgendwann stand dann ein Besuch in einem Asia-Restaurant in Konstanz an. Welch Überraschung – auch hier gab es genau diese Sauce zu den Frühlingsrollen. Handelt es sich vielleicht doch nicht um ein Geheimrezept? Oder stammt die Sauce gar als Fertigmischung aus dem Asialaden? Es galt der Sache auf den Grund zu gehen und es stellte sich heraus, dass es diese Sauce tatsächlich zu kaufen gibt.
Steve Pavlina stellt in seinem Blog die These auf, dass man im Leben das anzieht, an das man denkt. Er spricht in diesem Zusammenhang vom „Law of Attraction“.[1] Bei einem Einkauf in dem großen SB-Warenhaus, im real, standen sie dann: Süße Chillisaucen in allen Variationen von unzähligen Firmen. Also gibt es diese Saucen tatsächlich fertig zu kaufen. Aber welche mag nun exakt die Sauce sein, die es im Restaurant gibt? Die Illusion der hohen Kochkunst in den modernen Restaurants ist nun dahin. Und wenn im Restaurant schon nicht mehr selbst gekocht, sondern nur noch aufgewärmt wird wie bei Mc Donalds, dann werden hier sicher nicht die teuersten Produkte eingekauft. Folglich müsste die billigste Sauce, die in den Regalen zu finden ist, die Sauce sein, die es zu den Minifrühlingsrollen (aus der Supermarkt-Tiefkühltrue?) gibt. Ein Probekauf bestätigte die These.
Tja, da bezahlt man schon mal viel Geld für ein besonderes Essen im Restaurant und bekommt von der lächelnden Bedienung ungeniert aufgewärmte Kaufhausware serviert.


Literaturverzeichnis:
[1]
The Law of Attraction; Steve Pavlina; http://www.stevepavlina.com/blog/2006/08/the-law-of-attraction/; 18.08.2006

Es gibt kein Grundrecht auf Demokratie

Auch in der EU bleiben die einzelnen Staaten für ihre Finanzen selbst verantwortlich. So sieht es zumindest der Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union vor. Dieser Vertrag stellt sicher, dass kein Land für die Schulden anderer Länder aufkommen muss und dies auch nicht soll, bzw. darf.

No-Bail Out
Die „No-Bail Out“-Klausel in Art. 125 AEUV stellt sicher, dass ein Euro-Teilnehmerland nicht für Verbindlichkeiten und Schulden anderer Teilnehmerländer haften oder aufkommen muss. Diese Klausel soll gewährleisten, dass für die Rückzahlung öffentlicher Schulden die Staaten selbst verantwortlich bleiben. Die Übertragung von Risikoprämien infolge einer nicht tragbaren Haushaltspolitik einzelner Staaten auf die Partnerländer soll damit vermieden werden. Mit dieser Bestimmung soll auch eine vernünftige Haushaltspolitik auf einzelstaatlicher Ebene gefördert werden.[1]

Quelle: Centrum für Europäische Politik
„Es gibt kein Grundrecht auf Demokratie“ weiterlesen