Die Zeit des Wachstums ist vorbei

Den geneigten und vermutlich auch den ungeneigten Lesern dieses Blogs ist sicher nicht entgangen, dass ich – im Gegensatz zu den renommierten Wirtschaftswissenschaftlern und hochdotierten Experten im Bereich des Finanzsystems – nicht der Meinung bin, dass ein unbegrenztes, exponentielles Wachstum in einer Welt mit begrenzten Ressourcen beliebig lange realisierbar ist. Früher oder später muss jedes Wachstum zum Stillstand kommen. Nun scheint sich dieses Wissen auch in den Mainstream-Medien durchzusetzen. So titelte der Spiegel jüngst: „Wachstum? Diese Zeiten sind vorbei[1]. Weiter schreibt der Autor Wolfgang Kaden, dass die Griechenland-Krise gezeigt hat, dass Wachstum auf Pump nicht mehr funktionert und folglich auch das deutsche Wirtschaftsmodell zur Disposition steht. In einer Zwischenüberschrift ist zu lesen: „Der zentrale Glaubenssatz steht zur Disposition“. Der zentrale Glaubenssatz … Das heutige Wirtschaftsmodell basiert also nach Meinung des Autors nicht auf Wissen, sondern auf einem Glauben! Schön, dass die Qualitätsmedien dies endlich auch erkannt haben.
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Guter Bulle, böser Bulle

Bereits vor fast zweieinhalb Jahren schrieb ich in meinem ersten Artikel in diesem Blog, dass die Schulden aufgrund der Zinsen und Zinseszinsen immer weiter wachsen werden. Dies wiederum hat eine zunehmende Belastung durch die anfallenden Zinsen zur Folge. Der Kreislauf geht in eine neue Runde. Noch mehr Schulden, noch mehr Zinslasten. Das geht immer weiter und somit müssen die Menschen im Land immer mehr arbeiten. Von dem Geld, das sie erarbeiten wird aber ein ständig größerer Anteil durch Steuern abgezogen, um zumindest die anfallenden Zinsforderungen bedienen zu können. Die Preise steigen und die Reallöhne sinken. Der Ehrliche Bürger erhält also immer weniger Gegenleistung für seine Arbeitskraft.
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Demokratie ist die Herrschaft einer äußerst begrenzten Gruppe

Es ging um die Festlegung konkreter Zahlen zur CO2-Einsparung, über die bei der 15. Klimakonferenz in Kopenhagen zwischen mehr als 190 Staaten verhandelt werden sollte. Heraus kam ein mageres Kompromisspapier ohne konkrete Einsparungsziele, wie der Spiegel berichtete.[1]

Versehentlich aufgenommene Tonaufzeichnungen dokumentieren Gespräche der 25 wichtigsten Staatsoberhäupter, die nach den offiziellen Verhandlungen noch in einem kleinen Besprechungsraum zusammen saßen.

Nach einiger Zeit meldet sich der indische Vertreter zu Wort und stellt klar, dass Indien nicht bereit ist, über konkrete Zahlen zu verhandeln. Die Zahlen sollen zunächst in Gruppen erarbeitet und bei der nächsten Konferenz in Mexiko diskutiert werden.

Ich schlage also im Namen Indiens die Formulierung vor: Die Arbeit sollte in angemessener Form als Diskussionsgrundlage bei der 16. Klimakonferenz präsentiert werden.
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Jeder gegen jeden

Nicht nur, dass das vorherrschende Finanzsystem den meisten Menschen auf der Welt unermesslichen Schaden zufügt, nun werden die Bevölkerungen der verschiedenen Ländern auch noch gegeneinander aufgehetzt. Die Griechen gegen die Deutschen, die Deutschen gegen die Griechen.
Die Damen und Herren der Finanzelite, die Profiteure des Systems, werden sich ins Fäustchen lachen – schließlich sind sie fein raus, wenn die Menschen damit beschäftigt sind, sich untereinander die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte.

Deutsche Mark v2.0 … ?

Dieser Artikel ist lediglich eine kleine Randnotiz. Es gibt keine Quellenangaben, keine Belege und keine Beweise.

Die Stimmen, das eine Währungsreform in die Nähe rückt mehren sich. Vielleicht wird es schon bald wieder die Deutsche Mark geben. Grund zur Freude wird das aber kaum sein, denn eine Währung, die dem Wohl der Bevölkerung dient, ist auch das neue Geld dann gewiss nicht, zumal die Umstellung mit herben Einschnitten für die Menschen im Land verbunden sein wird.
Sollte es tatsächlich solche Pläne geben, sind diejenigen, die die aktuelle Krise schon lange vorausgesagt haben, scheinbar nicht an der Gestaltung der neuen Währung beteiligt. Ein echtes umdenken, eine Neuorientierung zum Wohle der Menschen hin, wird es also sicher nicht geben. Diejenigen, die das alte und überaus schädliche Geld entworfen haben, konstruieren auch das neue. Egal, wie die Währung heißen mag, die Funktionsmechanismen werden sich nicht von den bisherigen Geldsystemen unterscheiden. Somit ist auch dieses Geld zum Scheitern verurteilt.
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Mit Tränengas gegen den eigenen Wohlstand

Die Griechische Polizei hat ein beachtliches Pflichtbewusstsein.

Aufgrund der desolaten Finanzlage des Landes sollen Beschäftigte des öffentlichen Sektors auf das 13. und 14. Monatsgehalt verzichten, gleichzeitig sollen die Gehälter für drei Jahre eingefroren werden, Rentner müssen mit Kürzungen rechnen und die Steuern auf nahezu alle Produkte sollen steigen – zum Teil um bis zu 10 Prozent.[1]
Die Griechen sollen also, um das angeschlagene und dem Untergang geweihte Finanzsystem vorübergehend zu bewahren, herbe Einschnitte ihres Lebensstandards hinnehmen. Naheliegenderweise fehlt vielen Helenen dafür das Verständnis und sie gehen auf die Straße und demonstrieren gegen die Machenschaften der Politiker, die dem Finanzkapital näher stehen als der Bevölkerung, die sie eigentlich vertreten sollten.
Eine Ausnahme bilden allerdings die griechischen Polizisten. Sie kämpfen unter Einsatz von Tränengas DAFÜR, dass ihnen zwei Monatsgehälter gestrichen werden, sie mehr Geld für das Benzin zahlen müssen um zu ihrer Arbeit zu kommen und der Einkauf ihrer Lebensmittel immer teurer wird. Vorausschauend wie sie sind, kämpfen sie auch gleich dafür, dass ihre zukünftigen Renten gekürzt werden.[1]

Tränengas auf Athens Straßen
Das Sparprogramm der eigenen Regierung treibt die Griechen zu Protesten. Vor dem Finanzministerium kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten.[2]

Quelle: Die Zeit

Die Polizei bekämpft tatsächlich diejenigen, die für die Gehälter der Polizisten und den Wohlstand ihrer Familien eintreten. Das ist eine Loyalität, die ihresgleichen sucht. Vermutlich würden diese Polizisten auch noch ihrem Henker helfen, den Galgen vorzubereiten.
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