9,5 Thesen gegen Wachstumszwang durch Zinsen

Die Armen werden immer ärmer und die Reichen immer reicher. Der Leistungsdruck steigt permanent und die Sozialleistungen werden nach und nach abgebaut. Bildungssysteme, Infrastruktur und das Gesundheitssystem werden privatisiert und in einen leistungs- und profitorientierten Wettbewerb gebracht. Arbeitsplätze werden unsicherer und vom Bruttolohn bleibt immer weniger Netto übrig. Die Antriebsfeder für diese negative Entwicklung ist im Geldsystem zu finden: Durch Zins und Zinseszins wachsen die Geldvermögen auf der ganzen Welt in Höhe der Zinsen. Die Vermögenszinsen werden seitens der Banken gewöhnlich durch die Zinsen auf Kredite finanziert, was zur Folge hat dass die Banken gezwungen sind Kredite zu vergeben – folglich müssen sich immer mehr Menschen verschulden. Das Geld zum tilgen der Schulden und der Zinsen der Kredite müssen die Schuldner anschließend wieder erwirtschaften.
Anders formuliert: Die Vermögen wachsen durch Zinsen. Die gestiegenen Vermögen bringen noch mehr Zinsen ein. Die Vermögenszinsen werden von den Banken über Kredite finanziert. Aufgrund der steigenden Vermögen und damit steigender Vermögenszinsen müssen immer größere Kredite vergeben werden. Das Geld für die Kredite muss der Kreditnehmer erwirtschaften. Das wiederum hat zur Folge, dass die Wirtschaft äquivalent zu den Vermögenszinsen wachsen muss. Die Vermögenszuwächse einer kleinen Gruppe von Menschen muss also von der Allgemeinheit erwirtschaftet werden. Ein klassisches Schneeballsystem, das am Ende zusammenbrechen muss, wenn keine geeigneten Nachschuldner mehr gefunden werden können.
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Staatsbankrott – Was passiert, wenn ein Land Pleite macht?

Als ich im Wirtschaftsteil bei Zeit Online den Artikel Staatsbankrott! – Was passiert, wenn ein Land Pleite macht: Ein Horrorszenario las, war ich anfangs sehr erstaunt, wie gut der Autor die Wirtschaftssituation in einem Gedankenspiel anhand eines fiktiven Staates zum Ausdruck bringt.
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BaFin unterstützt die Zinssklaverei

Schild: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht[1]
Ein kleines Zitat von einer unbekannten Person vorweg: „Denke immer daran: Geld ist nicht alles. Aber denke auch daran, zunächst viel davon zu verdienen, ehe du so einen Blödsinn denkst …“

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, hat als Finanzmarktaufsichtsbehörde die Aufgabe, alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland zu beaufsichtigen und zu kontrollieren. Das klappt jedoch nicht immer so gut, wie es sollte. Hin und wieder gelingt es Banken, sich so unauffällig mit Milliarden zu verzocken und dabei ganz nebenbei die Wirtschaft weltweit in den Abgrund zu ziehen, dass es selbst die BaFin mit ihren Argusaugen nicht bemerkt.
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Trinken Sie dieses Wasser und Sie werden strahlen …

Nuklearer Brennstoffkreislauf
Nuklearer Brennstoffkreislauf[1]
… aber nicht vor Glück!

Zur Erzeugung von Strom mittels Atomkraftwerke, wird ein Energieträger benötigt, und zwar Uran. Das Uran wird sowohl im Tage- als auch im Untertagebau gefördert, anschließend angereichert und zu Kernbrennstoff verarbeitet. Nach der Verwendung des Brennstoffes im Kernkraftwerk wird der abgebrannte Kernbrennstoff zu einer Wiederaufarbeitungsanlage oder in ein Endlager gebracht.
Der Bau und Betrieb von Atomkraftwerken versprach in den 60er- und 70er-Jahren ein gigantisches Geschäft zu werden und unvorstellbare Gewinne abzuwerfen, sofern man nicht die Kosten für eine umfassende Versicherung oder gar die Endlagerung einkalkuliert.[2]
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Verschuldung steigt exponentiell … wie erwartet?

Die Staatsverschuldung wird weiterhin steigen – und zwar exponentiell. Ein Geldsystem, das auf Zinsen basiert, erzwingt ein exponentielles Wachstum, bis es nicht mehr tragfähig ist und zusammenbricht. Wachstum bedeutet zwar steigende Geldvermögen auf der einen Seite, aber auch entsprechend steigende Schulden auf der anderen Seite. Stichwort: Geldvermögen/Schulden-Paare. Über die Hintergründe, warum die zu erbringenden Zinsleistungen stetig steigen und damit auch die exponentielle Verschuldung, habe ich bereits ausführlich in folgenden Artikeln geschrieben:


Einige Menschen sehen dies jedoch anders. Beispielsweise die Bundeskanzlerin Angela Merkel:
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Militärmacht erhält Friedensnobelpreis

Die USA unterhalten die größte Militärmacht der Welt und sind permanent bei verschiedenen Kriegen ganz vorne mit dabei. Die Kriege im Irak und in Afghanistan sind noch nicht beendet, da droht die USA bereits dem Iran mit einem Krieg. Neuerdings auch mit einer ganz neuen Waffe, der Superbombe Massive Ordnance Penetrator, kurz MOP.[1]
Da klingt es fast wie Ironie, dass der Präsident der USA, Barack Obama, nun den Friedensnobelpreis zuerkannt bekam.[2] Besonders wichtig sei das hinwirken Obamas auf eine Welt ohne Atomwaffen. Wie sieht das hinwirken konkret aus? Die größte Atommacht der Welt, die USA, droht dem Iran mit einem Krieg, weil dieser geplant haben könnte, Atomwaffen zu bauen. Der Iran hat den Atomwaffensperrvertrag unterschrieben und lässt – im Gegensatz zu Israel, einem engen verbündeten der USA – Kontrolleure ins Land um das Atomprogramm zu überprüfen. Es wäre durchaus sinnvoll, dort das abrüsten zu beginnen, wo Atomwaffen vorhanden sind: In Israel, in den USA und auch in Deutschland, wo amerikanische Waffen gelagert werden. Stattdessen werden andere Länder mit einem Krieg bedroht und zwischendurch ein Friedensnobelpreis abgeholt.
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Stevia – eine süße Pflanze

Stevia Rebaudiana
Stevia rebaudiana
Foto: Ethel Aardvark[1]
Im Artikel Kritik statt Lösungsvorschläge schrieb ich am 25. Februar 2009, dass das seit Jahrhunderten bekannte Süßkraut (Stevia rebaudiana) als gesunder Ersatz für Zucker dienen könnte.
Trotz nachgewiesener hervorragender Eigenschaften darf die Pflanze in Europa nicht als Nahrungsmittel verwendet werden. Stevia fällt unter die strenge Novel-Food-Verordnung, nach der Importeure die Unbedenklichkeit ihrer Produkte nachweisen müssen. Das ist zu teuer, so dass potentielle Importeure den Nachweis nicht erbringen können. Von Seiten der EU ist kaum Unterstützung zu erwarten: Seit mehr als zehn Jahre prüfen Lebensmittelkontrolleure in Europa nun die Pflanze ohne abschließendes Resultat. Wenn man bedenkt, dass Zigarette, die nachweislich ungesund und schädlich sind, legal verkauft werden dürfen, dann scheint es hier nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Es ist also nicht möglich, den schädlichen Zucker in unseren Lebensmitteln zu ersetzen, weil dem Interessen mächtiger Verbände entgegenstehen.[2]
Nun werden sich die Dinge möglicherweise ändern und Stevia zukünftig für immer mehr Menschen ein Begriff sein.
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Easy Vegan

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft! So sagt man …

Besonders überzeugt sind davon diejenigen, die sich besonders wenig damit befassen, wo das Fleisch herkommt, das auf ihren Tellern liegt. Das die Produktion von Fleisch mit unsagbarem Leid der Tiere und Zerstörung der Umwelt einhergeht, wird weitgehend ignoriert und verdrängt. Aber nicht nur Fleisch, auch andere tierische Produkte wie Milch und Eier sind von zweifelhafter Herkunft, die wenig mit mit dem zu tun hat, was die bunten Bilder auf den Verpackungen uns weiß machen wollen.
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DB – Ruiniert und reif für die Börse

Damit das gesellschaftliche Zusammenleben reibungslos verläuft und die Menschen sich frei entwickeln und entfalten können, müssen einige grundlegende Strukturen vorhanden sein. Menschen können einer Arbeit nachgehen, wenn Energie, Verkehrssysteme und Kommonikationsmöglichkeiten vorhanden sind.
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Bund subventioniert israelische Waffen

Für das Sozialsystem und das Gesundheitssystem ist leider kein Geld vorhanden. Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser müssen sparen.[1][2][3]Ebensowenig für die Infrastruktur wie die Energieversorgung, das Verkehrsnetz und das Kommunikationsnetz.[4][5] Für die Unterstützung eines maroden Finanzsystems[6] und sogar Subventionen von U-Booten, die Israel in Deutschland ordert, sind große Geldbeträge schnell aufgebracht. Für die ersten drei U-Boote, die an Israel ausgeliefert wurden, zahlte der Bund 1,1 Milliarden DM (anm.: Reuters berichtet von 1,1 Mrd. Euro, was aber sehr wahrscheinlich ein Fehler ist). Für das vierte und fünfte Boot werden es bis zu 333 Millionen Euro sein, wie Reuters berichtet.[7]
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Politik führt mit 1:1 gegen das Volk

Der EU-Verfassungsvertrag sollte am 1. November 2006 in Kraft treten. Er erlangte jedoch keine Rechtskraft, da die Bevölkerung in Frankreich und den Niederlanden in Volksabstimmungen gegen den Vertrag stimmte. Der Verfassungsvertrag wurde leicht modifiziert, als EU-Reformvertrag bezeichnet und erneut zur zur Ratifizierung vorgelegt. Das ist zwar nicht rechtmäßig, stört aber anscheinend wenig. Damit die französische und niederländische Bevölkerung nicht erneut gegen den Vertrag stimmen können, wurden auch in diesen Ländern keine Volksentscheide mehr durchgeführt. Nicht so in Irland, wo die Verfassung eine Volksabstimmung vorschreibt. Das Volk durfte/musste über den EU-Reformvertrag abstimmen – und entschied sich dagegen. Damit wäre auch der EU-Reformvertrag nichtig. Anstatt die Bestrebungen endgültig zu beenden, wie es rechtmäßig wäre, wurde die irische Bevölkerung genötigt, ein weiteres mal über den Vertrag abzustimmen. Unter dem Druck der Wirtschaftskrise und der Androhung keine Unterstützung seitens der EU zu erhalten, stimmte die Mehrheit der Wahlteilnehmer nun für den EU-Reformvertrag.

Damit steht es nun 1:1. In einem fairen sportlichen Wettkampf ein unentschieden. In der unfairen Politik eine klare Niederlage für die Bevölkerung. Eine dritte Abstimmung zur Entscheidung in einem Jahr wird es nicht geben. Stattdessen steht der Sieger nun eindeutig fest – und das sind nicht die Menschen im Land.
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