Gender-Wahn bei der Grünen Jugend (und anderen Parteien)

Diskriminierung bezeichnet eine gruppenspezifische Benachteiligung oder Herabwürdigung von Gruppen oder einzelnen Personen.

Angenommen, bei einem Antragsformular für eine Vereinsmitgliedschaft würde bei der Angabe des Geschlechts zur Auswahl stehen

– männlich
– nicht männlich

Könnte man dies als Diskriminierung der Frauen ansehen? Vermutlich ja, schließlich gibt es bei dieser Auswahl nur Männer und ein undefinierter, nicht nennenswerter Rest, zu dem offensichtlich auch die Frauen gehören. Die Partei „Grüne Jugend“ möchte Diskriminierung bekämpfen und bietet natürlich nicht diese diskriminierende Auswahl im Antrag zur Mitgliedschaft an. Stattdessen steht im Antrag folgende Auswahlmöglichkeit:

– weiblich
– nicht weiblich

Dadurch werden Frauen nicht diskriminiert und damit wird scheinbar niemand diskriminiert. Männer können nicht diskriminiert werden, weil sie offensichtlich nichteinmal erwähnenswert sind (wobei dies ja schon wieder eine Diskriminierung an sich ist).

Die Begründung zu dieser absurden Auswahl ließt sich folgendermaßen:

Auswahlmöglichkeit: Weiblich und nicht-weiblich
Um es kurz zu machen: Wir haben mit dieser Abfrage das Ziel, Diskriminierung zu bekämpfen:

– die Diskriminierung von Frauen, indem wir zu statistischen Zwecken und für Frauenförderungsmaßnahmen den Frauenanteil messen – die Diskriminierung von Menschen, die sich in dem Mann-Frau-Schema nicht wiederfinden können oder wollen (z.B. Intersexuelle, Transsexuelle und Transgender)

Deshalb fragen wir lediglich ab, ob eine Person, die bei uns Mitglied werden möchte, weiblich oder eben nicht weiblich ist. Eine Diskriminierung von Männern und Jungen liegt durch eine solche Abfrage keinesfalls vor. Weder das Allgemeine Gleichbehandlungs Gesetz (AGG) noch andere wissenschaftliche Quellen liefern dazu Anhaltspunkte.[1][2]

Quelle: Grüne Jugend

Hier wird zunächst gesagt, dass ganz allgemein Diskriminierung bekämpft werden soll („Wir haben mit dieser Abfrage das Ziel, Diskriminierung zu bekämpfen“). Dann ist aber plötzlich nur noch von der Diskriminierung von Frauen („die Diskriminierung von Frauen“) und von Menschen, die sich weder als Mann, noch als Frau empfinden („die sich in dem Mann-Frau-Schema nicht wiederfinden können“) die Rede. Dass auch die Diskriminierung von Männern bekämpft werden soll, wird nicht gesagt. Es findet sich lediglich eine Aussage, dass eine Diskriminierung von Männern nicht vorliegt. Mit dieser Behauptung versucht man sich zu retten, wobei schon die Notwendigkeit zu einer solchen Aussage zeigt, dass zumindest der Verdacht aufkommen könnte, dass Männer durch die Bezeichnung der Auswahlpunkte diskriminiert werden könnten.

Zunächst einmal stellt sich die Frage, wann ist ein Mensch männlich und wann ist er weiblich. Diese auf den ersten Blick leicht zu klärende Frage ist mitunter doch schwerer zu beantworten, als gedacht. Sowohl Körperbau, als auch der Aufbau des Gehirns unterscheiden sich bei Männern und Frauen. Während der Schwangerschaft werden Körper und Gehirn des Embryos abhängig von den vorherrschenden Hormonen ausgebildet. Wenn männliche Hormone die Entwicklung bestimmen, werden sowohl Körper als auch Gehirn zu einer männlichen Person passen. Sollten weibliche Hormone die Entwicklung bestimmen, werden Körper und Gehirn zu einer weiblichen Person passen. Dies ist meistens der Fall. Es kann aber auch passieren, dass während der Schwangerschaft sowohl männliche, als auch weibliche Hormone starken Einfluss auf die Entwicklung haben. Dann ist es möglich, dass sich der Körper des einen Geschlechts ausbildet, das Gehirn aber dem des anderen Geschlechts entspricht. Mitunter weist auch der Körper unterschiedliche Ausprägungen auf.
Dies ist nicht dramatisch, hat für die Betroffenen aber natürlich auswirkungen. Frauen mit einem männlichen Gehirn werden sich eher zu anderen Frauen als zu Männern hingezogen fühlen und Männer mit einem eher weiblichen Gehirn werden sich eher anderen Männern als einer Frau zugeneigt fühlen.
Die Übergänge sind fließend, so dass es tatsächlich nicht einfach ist zu sagen, wer Mann oder Frau ist. Vermutlich ist niemand 100 % männlich oder 100% weiblich. Der Grundbauplan eines jeden Menschen ist ohnehin weiblich. Aber in der Natur muss nicht alles 100-prozentig sein.
Wenn bei einem Menschen während des heranwachsens im Mutterleib hauptsächlich weibliche Hormone bestimmend waren, wird diese Person einen weiblichen Körper und auch ein weitgehend weibliches Gehirn haben und sich als Frau fühlen. Äquivalent verhält es sich mit den Männern. Bei den meisten Menschen dürfte dies der Fall sein. Es macht also Sinn, bei der Auswahl nach dem Geschlecht zunächst einmal „männlich“ oder „weiblich“ zur Verfügung zu stellen. Damit ist die größte Masse der Menschen erfasst … und diejenigen, die sich hier nicht einordnen können, werden leider diskriminiert. Deswegen könnte man überlegen, noch weitere Optionen zur Auswahl zu stellen. Ob es aber wirklich über 60 Möglichkeiten sein sollen, wie es mittlerweile bei Facebook möglich ist, sei mal dahingestellt.

Die Partei „Grüne Jugend“ schließt sich hier leider einer fatalen Entwicklung an, bei der Versucht wird, das Bild von Männern und Frauen zu zerstören. Dass Frauen nicht diskriminiert werden dürfen, sollte natürlich selbstverständlich sein. Aber es sollte ebenso selbstverständlich sein, dass auch Männer nicht diskriminiert werden sollen. Ebensowenig wie die Menschen, die sich bei dieser Aufteilung nicht einordnen können. Bei solchen Aktionen scheint es aber nicht um ein gleichwertiges Miteinander zu gehen, sondern darum weibliche Personen bei jeder Gelegenheit hervorzuheben und zu fördern, während alle anderen Menschen in der Gleichgültigkeit versinken. Dass dies nicht unbedingt zu einem friedlichen und kooperativen Miteinander beiträgt, dürfte naheliegend sein. Mir ist sowieso rätselhaft, warum es in der Partei von Bedeutung ist, ob jemand als weiblich, als männlich oder sonstwie einzuordnen ist. Wer sich den Zielen der Partei verbunden fühlt, sollte unabhängig von seinem Geschlecht partizipieren können. Die geforderte Angabe macht nur Sinn, wenn man die Information über das Geschlecht nutzen möchte, um die Personen passend anzuschreiben (Sehr geehrte Frau … / Sehr geehrter Herr …). Aber wie schreibt man eine Person an, die „nicht weiblich“ ausgewählt hat? „Sehr geehrtes nicht-Frau, …“?

Die Menschheit hat gewiss große Probleme. Wir haben ein Geldsystem, das durch Zins und Zinseszins die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher macht. Während die einen in Schulden ertrinken, wissen die anderen nicht, wie sie das viele Geld unterbringen sollen, dass ihnen permanent zufließt. Die armen Menschen haben trotz harter Arbeit häufig nicht genug Geld, um die Familie zu ernähren, während die Finanzelite das viele Geld, das sie ohne eigene Leistung in Form von Zins und Zinseszins ohne Rücksicht auf Verluste in Techniken investiert, mit denen die Umwelt zerstört und die Ressourcen ausgebeutet werden, wenn nur die zu erwartende Rendite hoch genug ist. Dadurch stehen die Menschen ohehin immer in gigantischen Konflikten. Jeder muss kämpfen um zu überleben. Ein friedliches Miteinander kann unter diesen Bedingungen nicht möglich sein. Die Armen kämpfen gegen die Reichen. Außerdem Kämpfen die Armen gegen andere Arme, um das restliche bisschen zu ergattern, das sie erreichen können. Die Reichen kämpfen gegen die Armen, um sie nicht an sich heranzulassen. Und die Reichen kämpfen gegen die anderen Reichen, weil jeder noch mehr haben will und nicht möchte, dass es einem anderen zukommt. Nun sollen auch noch Männer gegen Frauen kämpfen. Hierfür sorgt dieser irrsinnige Gender-Wahn. Und wenn möglich sollen auch die jungen Menschen gegen die alten Menschen kämpfen. Die Innländer sollen gegen die Ausländer kämpfen. Christen gegen Juden gegen Moslems, gegen …
In diesem abartigen System, das unser Leben bestimmt, soll jeder gegen jeden kämpfen. Die Menschen sollen sich nicht verbünden. Sie sollen einzeln und damit schwach bleiben. Dann sind sie leichter zu kontrollieren.
Offensichtlich möchte auch die Partei „Grüne Jugend“ diese zerstörerische Agenda voranbringen. Anstatt auf die tatsächlichen Probleme, die uns Menschen auf der ganzen Welt das Leben schwer machen, hinzuweisen und zu überlegen, was man dagegen tun könnte, schafft diese Partei neue Rivalitäten. Möchte man einer solchen Partei wirklich beitreten?

Salzstruerin


Weiterführende Informationen:
SPD und Grüne wollen 50 Prozent Ampelfrauen


Literaturverzeichnis:
[1]
Eintritt bei der GRÜNEN JUGEND oder Ergänzung der Mitgliedsdaten; Grüne Jugend; http://www.gruene-jugend.de/mitglied.html
[2]
Warum unterscheiden wir an dieser Stelle nur zwischen weiblich und nicht-weiblich? Blogartikel; Grüne Jugend; https://www.gruene-jugend.de/weiblich_nicht_weiblich